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Ein kleiner Ausflug
in die Vergangenheitsgeschichte der Wellensittiche.
Hans - Jürgen H.
Lenk DSV 749 (02.2007)
Australien der
fünfte Kontinent ist der trockenste aller Erdteile. Nur
das tropische Queensland im Nordosten und ein schmaler Streifen
an den Küsten erhalten genügend Niederschläge
um den Wuchs von Wäldern und den Anbau von Getreide zu ermöglichen.
Das übrige Land ist trockene Steppe und Halbwüste in
welcher es nur kurzzeitig regnet. Auch in diesen Gebieten gibt
es Tiere, die sich in ihrer Lebensweise an die extremen klimatischen
Verhältnisse angepasst haben.
Die Säugetierwelt Australiens ist nicht so auffällig.
Sie wird stark von den Beuteltieren bestimmt. Die auffälligste
Gruppe sind die Kängurus und die Koalas, das Urbild des
Teddybären.
Nirgends auf der Welt wird das Bild einer Landschaft so stark
von der Vogelpopulation bestimmt wie in Australien. Es gibt außer
den Geiern, Flamingos und Spechten keine weltweit verbreitete
Vogelgruppe, die in Australien fehlt. Darüber hinaus ist
ein Grundstock von sehr alten Vogelarten vorhanden, die es auf
anderen Erdteilen nicht gibt.
Bilder Nr. 1 bis 8
Zeigen einen
kleinen Bereich der Vielfalt von den
Tierarten und
Pflanzen in Australien.

Bild Nr. 1
Allfarblori |

Bild Nr. 2 Flughunde |

Bild Nr. 3 weißer Kakadu |

Bild Nr. 4 Schwarm
weißer Kakadus |

Bild Nr. 5
Känguru |

Bild Nr. 6 Riesenwaran |

Bild Nr. 7 |

Bild Nr. 8 |
(Fotos Markus Lenk 03.2009)
Für naturverbundene
und an Tieren interessierte Menschen ist dieser Kontinent sicher
ein überaus interessantes Urlaubsziel. Mit seinen außergewöhnlichen
Landschaften und Vegetationen und der großen Vielfalt an
Tieren hat Australien für einen Tierfreund eine besondere
Bedeutung. Ist dort doch das Ursprungsland vieler interessanter
Tierarten und beliebter Käfig-, und Volierenvögel.
Eine Sittichart ist im Zentrum Australiens zu Hause die wie keine andere
Millionen Freunde in der ganzen Welt gefunden hat, der Wellensittich. Je
nach klimatischen Verhältnissen ist er in kleineren oder auch großen
Gruppen überall zu finden, hauptsächlich in den hohen Bäumen in deren
grünem Laub er gut getarnt und schwer zu entdecken ist oder am Ufer der
Creeks. Diese Wellsittiche sind gar nicht scheu und lassen einen
Beobachter bis auf wenige Meter herankommen. In der Regel halten sie sich
in den höchsten Spitzen dieser Bäume auf, kommen aber zum Fressen auf den
Erdboden herab. Der Flug des Wellensittichs ist sehr unterschiedlich.
Große Schwärme haben einen relativ reißen Flug mit scharfen Wendungen,
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während Einzelvögel
und kleine Gruppen langsam und mit angedeutetem Bogen fliegen. Auch
können die Wellensittiche, speziell vor dem Landen, längere Strecken
mit nach unten gebogenen Flügeln gleiten.
Bild Nr.
9
zeigt einen Schwarm wilder Wellensittiche am Ufer eines Creeks. |
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Bild Nr.
10
wurde mir von Herrn Gerd
Rabe, der sich oft in Australien aufhält, geschickt.
Es zeigt das wilde Wellensittiche auch im
Fliegen Wasser aufnehmen können.
Die Hauptnahrung der Wellensittiche sind Gras- und andere
Pflanzensamen, auch Insekten werden besonders in der Jungenaufzucht
nicht verschmäht. Beim Fressen sind die Vögel völlig still, und auch
in den Bäumen schwatzen sie nur leise vor sich hin. |

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Sie gehören zu den ruhigsten australischen Papageien, ganz im Gegensatz zu
dem lauten Schreien vieler Wellensittiche in Gefangenschaft.

Bild Nr. 11 |

Bild Nr. 12 |

Bild Nr. 13 |

Bild Nr. 14 |
(Fotos Markus Lenk
03. 2009)
Bilder 11 bis 14
Sind
Aufnahmen von Eukalyptusbäumen im australischen Busch, dem Nist-, und
Lebensbereich von wilden Wellensittichen.
Historie über den Namen des Wellensittichs
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Der Ursprung des Englischen Namen für
Wellensittich (Budgerigar) geht aus folgender Überlieferung hervor:
Junge Wellensittiche wurden vor dem Ausfliegen wenn sie nackt und am
fettesten waren von den Buschleuten auf Stöcke aufgespießt, geröstet
und als Delikatesse gegessen.
In der australischen Provinz Neu- Südwales
hatten diese Buschleuten das Wort für Essen GAR, das Wort
BOODGEREE bedeutete gut. So sagte man in diesem Dialekt für
gutes Essen BOODGEREEGAR. Eine andere frühere Bezeichnung war
BETCHERRYGAH. Daraus entstand der noch Heute gebräuchliche
englische Name Budgerigar.
Der lateinische Name für einen Wellensittich lautet Melopsittacus undulatus.
Der Deutsche Name (Wellensittich)
wurde nach
der
Art und
seinem Aussehen festgelegt.
Die ersten Bilder von Wellensittichen
wurden 1805 von Shaw & Nodder in England veröffentlicht. |
1840 wurden die ersten Wellensittiche von dem
britischen Forscher John Gould (nebenstehendes Bild) nach England
gebracht. Charles Coxen ein Verwandter von John Gould war der Erste, der
mit Wellensittichen züchtete.
Der Wellensittich
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Der Wellensittich ist die
häufigste Papageienart Zentralaustraliens. Seine
Vermehrungsrate ist enorm. Vier bis acht Eier sind die Durchschnittsgröße
eines Geleges, und bei günstigen Lebensdingungen folgt eine
Brut nach der anderen. Für die werden die Eukalyptusbäume
an den Flussufern aufgesucht und die Eier ohne Verwendung von
Nistmaterial in Baumhöhlen gelegt. So kommt es in günstigen,
feuchten Jahren zu Massenvermehrung der Wellensittiche, während
sie bei den Dürreperioden, die zwei und mehr Jahre dauern
können, zu Tausenden umkommen. Es wurde berichtet, dass
während der außergewöhnlichen Hitzewelle im Jahre
1931 ein Farmer in Zentralaustralien fünf Tonnen toter Wellensittiche
aus einer einzigen Rindertränke fischte. Wenn man bedenkt,
dass ein wilder Wellensittich etwa 35,0 gr. wiegt, kann man ermessen,
wie groß die Stückzahl war.
Als Liebhaber von Wellensittichen
im Allgemeinen und als Standard- Wellensittichzüchter hat
für mich das Ursprungsland des wilden Wellensittichs eine
besondere Bedeutung.
Er wurde erstmalig 1840 von dem englischen
Naturforscher John Could nach England eingeführt. Seit dieser
Zeit erfolgte die regelmäßige Einfuhr mit steigenden
Stückzahlen.
10 00 Wellensittiche in einem Transport waren keine Seltenheit. Nach
dem die australische Regierung einen Ausfuhrstopp verhängte, wurden
besonders in Belgien, später auch in Südfrankreich in riesengroßen
Zuchtanlagen Wellensittiche vermehrt und in ganz Europa verteilt. |
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Bild Nr. 15
Zeigt einen wilden Ws- Hahn auf einem Eukalyptusbaum vor seiner
Baumhöhle, aus welcher eines seiner Jungen herausschaut |
Die
Problemlosigkeit seiner Haltung und Pflege und sein anmutiges Wesen waren
der Grund dafür, dass der Wellensittich innerhalb einer kurzen Zeit zum
beliebten Stubenvogel wurde. Auch befassten sich viele Hobbyzüchter mit
diesem schönen Vogel. Wobei es hier zwei Richtungen gab. Die Einen legten
besonderen Wert auf die Farbe und die Anderen, besonders die Engländer,
wollten zusätzlich auch noch die Form und Größe verbessern.
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Bild Nr. 16
Zeigt einen hellgrüner Wellensittich (Wildform) neben einem
graugrünen Wellensittich (domestizierte Form) in einem
Ausstellungskäfig.
Es wurde mir
von meinem Freund Gerd Bleicher zur Verfügung gestellt.
Er hat diese Aufnahme bei einem seiner Besuche in Australien
(2003) in einer Volierenanlage eines australischen Züchters
gemacht.
Wellensittiche
in einer ähnlichen Größe wie die Wildform werden
in Deutschland als Käfigvogel gehalten und wegen der von
den Besitzern oft genutzten Namen, von den Züchtern Hansi
/ Bubis genannt.
Die größere
domestizierte Form wird nach englischem Vorbild von Spezialtzüchtern
überwiegend für Ausstellungszwecke gezüchtet und
in Deutschland Standard oder Schauwellensittich genannt. |
Es ist schon
bemerkungswert wie sich der Wellensittich in Züchterhand
in den 167 verstrichenen Jahren von seiner ersten Einfuhr bis
heute verändert hat. Die Veränderungen beziehen sich
nicht nur auf seine Gestallt, besonders in der Farbenvielfalt
hat sich Enorm viel getan. Aus der im Bild Nr.15 zu sehender Wildform
(hellgrün) sind bis heute 212 Ausstellungsformen zugelassen.
Dabei sind die jeweiligen Geschlechter und Jung und Alt nicht
berücksichtigt. Ein Teil davon sind auf meiner Homepage
unter
Zuchtvögel und
Jungvögel zu sehen.
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