Artikel 13
Beleuchtung
unserer Zuchträume / Volieren
Zusammengestellt
von Hans - Jürgen H. Lenk DSV 749 (2001)
Freie Grundstücke, wo
Wellensittiche ohne Ärger mit dem Nachbar gehalten werden
können, sind eine Seltenheit. Ein großer Teil der
Liebhaberzüchter muss seine Vögel in Kellerräumen
unterbringen wo die Lärmbelästigung in Grenzen gehalten
werden kann. Das ist besonders in der Nähe von Städten
der Fall. Es ist deshalb nicht nur wichtig, dass unsere Wellensittiche
genügenden Platz in den Zuchträume / Volieren haben.
Die Zuchträume / Volieren sollten auch ausreichend und zeitlich
richtig beleuchtet sein, damit eine artgerechte Haltung gegeben
ist.
Fast alle Autoren schreiben,
wenn es um die Wellensittichzucht und Haltungsbedingungen geht,
über Futter und selten auch über Käfiggrößen.
Jedoch kaum etwas über die erforderlichen Lichtverhältnisse
in unseren Zuchträumen / Volieren. Obwohl Licht einen erheblichen
Anteil an dem Wohlbefinden unserer Wellensittiche hat. Ohne Licht
wäre auf unserer Erde nie Leben entstanden. Ohne Helligkeit
und Lichtenergie muss jegliches Leben dahinvegetieren und verkümmern.
Außerdem ist es das Licht, das uns die Farben erleben lässt.
Licht hilft im Körper von Lebewesen Vitamine zu bilden,
welche als Katalysatoren unersetzlich sind und eine ganze Reihe
von anderen Stoffwechselvorgängen auslösen. Zudem ist
inzwischen hinreichend bewiesen, dass der Wechsel von Tag und
Nacht, Sommer und Winter notwendig ist, um Brutstimmung zu erzeugen
und dadurch gesunde Organismen und Verhaltensweisen zu schaffen.
Wir wissen, dass wir bei der Haltung unserer Wellensittiche möglichst
naturnahe Bedingungen anstreben sollten, wenn sie sich wohl fühlen
erhalten wir auch gute Zuchtergebnisse. In geschlossenen Räumen
auch mit Fenstern kann die Beleuchtung unzureichend sein. Besonders
im Winter ist das einfallende Licht oft nicht ausreichend. Um
unseren Wellensittichen die richtigen Lichtverhältnisse
zu schaffen, müssen wir eine gute Beleuchtung installieren.
Dabei dürfen wir die in der Zucht erforderliche Nachtbeleuchtung
nicht vergessen. Wie häufig ist es schon vorgekommen, dass
brütende Hennen bei nächtlichen Störungen ihren
Nistkasten verlassen haben und wegen einer fehlenden Nachtbeleuchtung
nicht mehr zurückfinden konnten. Die Folge war abgetötete
Eier oder wegen Auskühlung gestorbene Junge.
Um eine Beleuchtungsanlage auslegen zu können ist es erforderlich,
dass wir uns mit der Materie "Beleuchtung unserer Zuchträume
/ Volieren" etwas näher befassen. Dazu ist es nötig,
dass wir uns mit den Grundbegriffen über Licht kundig machen.
Das ist nicht ganz so einfach und macht einigen von uns sicher
nicht so viel Freude. Deswegen werde ich die Auslegungsdaten
zu einem späteren Zeitpunkt so darstellen, dass sie allgemein
und einfach angewendet werden können. Ein Teil der nachfolgenden
Aussagen ist einem Informationsblatt der Firma OSRAM entnommen..
Als besonders geeignet für die Beleuchtung unserer Zuchträume
/ Volieren bieten sich Leuchtstoffröhren an. Sie sind einfach
und Platz sparend zu montieren. Man nennt sie auch Quecksilber
- Niederdruck - Entladungslampen. Sie bieten uns bei richtiger
Auswahl das Licht, welches wir für die Beleuchtung brauchen.
Die Leuchtstoffröhren funktionieren wie folgt:
Ein Quecksilberdampf in der Glasröhre sendet nach Zündung
und Entladung UV - Strahlen aus. Diese werden vom Leuchtstoff
auf der Glasinnenseite in sichtbares Licht umgewandelt. Ein Vorschaltgerät
sorgt für den richtigen Lampenstrom.
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Die wichtigsten lichttechnischen
Grundbegriffe.
Wie überall in Technik und Wissenschaft üblich, sind
auch in der Lichttechnik Begriffe zur Bewertung der Eigenschaften
von Lampen und Leuchten festgelegt und entsprechende Maßeinheiten
standardisiert. Diese sind in den gegebenen Beispielen (Bildern)
aufgeführt und erläutert.
Licht und Strahlung
Unter Licht versteht man elektromagnetische Strahlung die im
menschlichen und tierischen Auge eine Hellempfindlichkeit hervorruft,
also gesehen wird.
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Es handelt sich dabei um die Strahlung zwischen 360 und 830 nm,
einem nur winzigen Teil des uns bekannten Spektrums elektromagnetischer
Strahlung. Elektromagnetische Schwingungen
von 4 x 10 hoch 14 bis 8 x 10 hoch 14 Hz
(Wellenlänge von 7,5 x 10 hoch - 7 bis 9,8 x 10 hoch - 7
m)
Sie wird von dem Auge unmittelbar wahrgenommen. Durch eine Hellempfindlichkeit
hervorrufen und daher sichtbar im Bereich von 380 - 780 nm (10
hoch - 9 m) Nach den kurzen Wellenlängen hin befindet sich
die kurzwellige Ultraviolett - Strahlung, im langwelligen Gebiet
ist die Infrarotstrahlung angesiedelt.
Wie wird Licht wahrgenommen?
Das Auge von Menschen und Tieren nehmen das Licht anders wahr
als die Pflanzen. Das nachstehende Diagramm soll das veranschaulichen.
Die Pflanze, nicht augenorientiert, wendet sich dem blauen und
roten Spektralbereich zu, welche für ihr Wachstum und Leben
notwendig sind. Der gelbgrüne Spektralbereich ist für
Pflanzen weniger von Bedeutung. Er erzeugt im Auge den größten
Helligkeitseindruck. Die Beleuchtungsstärke, welche in einer
mit Wellensittichen besetzten Voliere vorhanden sein soll, um
Leben zu erhalten, zum Wachsen an zu regen und Wohlbefinden zu
erzeugen sollte einen bestimmten Luxwert nicht unterschreiten.
Das bezieht sich im wesentlichen auf die Flüge. In den Zuchtboxen
lieben unsere Wellensittiche eine weniger starke Ausleuchtung. |
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In der Stammheimat, Australien
brüten die Wellensittiche in holen Eukalyptusbäumen,
wo es ziemlich dunkel ist. Um eine Vorstellung zu bekommen, was
man unter Beleuchtungsstärken versteht, nachfolgend einige
Werte: Das Tageslicht (Sonnenlicht und Himmelslicht) an einem
sonnigen Sommertag um die Mittagszeit hat eine Beleuchtungsstärke
von ca. 60 000 bis100 000 Lux.
Bei einem trüben Wintertag werden etwa 3 000 Lux erreicht.
Der Tagesdurchschnitt
beträgt 6 000 - 8 000 Lux. (Streumessungen)
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Ein beleuchteter Arbeitsplatz benötigt
300 bis 750 Lux. (Punktmessung) Je nach Tätigkeit. Was eine
Beleuchtungsstärke bedeutet, kann aus dem dazu erstelltem
Bild entnommen werden. Sie ist abhängig vom Lampenlichtstrom
(Erläuterung siehe Bild), von der Raumabmessung und dem
Beleuchtungswirkungsgrad der Lichtanlage. Die Beleuchtungsstärke
(Lux) kann man mit einem handelsüblichen Lichtmesser ermitteln.
Für den Hobby-Fotografen besteht die Möglichkeit, die
Beleuchtungsstärke auch mit einem Belichtungsmesser zu bestimmen. |

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Unterscheiden muss man noch zwischen
Belichtungsmessern mit oder ohne Streuscheibe. Ohne Streuscheibe
erfolgt nur eine Punktmessung. Der Fotofachmann kann notfalls
beratend zur Seite stehen, denn die Unterschiede zwischen den
Ergebnissen sind sehr groß. |
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Künstliche Lichtquellen
Das für uns in Frage
kommende Licht kann man mit Glühlampen oder mit Leuchtstoffröhren
erzeugen. Wie schon vorab festgestellt, eignen sich Leuchtstoffröhren
am besten für die Beleuchtung unserer Volieren. Hier noch eine Erläuterung warum
das so ist.
Glühlampen eigenen sich deshalb nur bedingt für
die Beleuchtung von Volieren. Weil sie eine geringe Lichtausbeute
und mittlere Lebensdauer von nur etwa 1000 Stunden haben. |
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Die reine Strahlungsleistung steigt im sichtbaren Bereich vom
kurzwelligen Violett bis zum langwelligen Rot stetig an. Der
Rotanteil ist sehr hoch, und das abgegebene Licht warmweiß.
Blaue Farbtöne werden keineswegs naturgetreu wiedergegeben.
Der Infrarotanteil (Wärme) beträgt etwa 85 - 95 % der
Leistungsaufnahme. Glühlampen arbeiten in erster Linie im
Gelb - Rot - Bereich, das heißt, sie geben warmes Licht
ab. Es fehlen die wichtigsten ergiereichen Violett - Blau - Bereiche
und durch die einseitige Strahlung ergibt sich ein unnatürlicher
Farbton. Glühlampen kann man gut als Nachtbeleuchtung verwenden.
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Besonders geeignet, wenig aufwendig
und preiswert sind die im Handel erhältlichen über
Fotozelle gesteuerten Lampen. (z. B. Light bulb, Type E14 max.
8 W)
Siehe Bild
Diese sind so gebaut, dass man sie nur in eine Steckdose zu stecken
braucht. Danach sind sie voll funktionsfähig. Sie schalten
sich beim Unterschreiten einer Resthelligkeit ein. Wenn eine
ausreichende Lichtstärke erreicht wird, schalten sie sich
wieder aus. Aus Sicherheitsgründen muss man zwei dieser
Lampen einsetzen. Eine sollte schon eine kleinere Anzahl von
Betriebstunden im Einsatz gewesen sein. Dadurch kann man sicher
gehen, dass nach abgelaufener Betriebstundenzeit nicht beide
gleichzeitig ausfallen. Eine konstante Nachtbeleuchtung ist damit
garantiert.
Leuchtstoffröhren gibt es in einer Vielzahl von Lampentypen
auf dem Markt, jede für einen bestimmten Verwendungszweck
entwickelt. Gegenüber Glühlampen ist die Lichtausbeute
bei gleicher Leistung etwa drei- bis viermal so hoch. |
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Die mittlere Röhrenlebensdauer beträgt je nach Typ
und Betriebsart ca. 8 000 -10000 Stunden. Man unterscheidet drei
Lichtfarbengruppen, nämlich Tageslichtweiß, Neutralweiß
und Warmweiß.
Bei der Auswahl der Leuchtstoffröhren muss man darauf achten,
dass deren Lichtstrahlung möglichst den gesamten
Farben - Spektralbereich des Tageslichtes erreicht.
Siehe Bild
Die Tageslichtenergie muss nicht erreicht werden, nur Prozentteile
davon. Um eine gute Farbwiedergabe zu erhalten, sollte man ein
Licht wählen, welches in der Zusammensetzung dem Sonnenlicht
ähnlich ist. Viele Pflanzenstrahler wie (FLORA oder GRO-
LUX) verfälschen die Farben sehr.
Ein und ausgeschaltet werden sie heute auf ganz einfache Art
durch die im Handel angebotenen Schaltuhren |
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Siehe Bild
Bis auf die Schaltuhren mit Zufallschaltungen, bei denen der
Zufall nicht abgeschaltet werden kann, sind alle geeignet. Bei
Zufallschaltungen kann sich zum Beispiel das Licht mitten in
der Nacht für eine unbestimmte Zeit einschalten. Auch wenn
es sich nach einiger Zeit wieder ausschaltet, kann das unsere
Wellensittiche schon Ganz schön durcheinander bringen.
Nachfolgen einige Aussagen über Leuchtstoffröhren,
die ich für geeignet halte unsere Zuchtanlagen / Volieren
zu beleuchten.
Lichtfarbe Leuchtstoffröhre 72 - 965 BIOLOX
Diese Leuchtstoffröhre zeigt eine dem Sonnenlicht ähnliche
Lichtverteilung. Sie erhellt und belebt Räume mit wenig
Tageslicht. Sie wird auch für medizinische Lichttherapie
eingesetzt.
Lichtfarbe Leuchtstoffröhre TROCAL Kombi Kongo -
White TYP 4085 |
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Diese Leuchtstoffröhre entspricht
etwa natürlichem Licht wie an einem Sommertag gegen 10 Uhr
vormittags. Das Lichtklima ist angenehm für den Betrachter.
Sie wurde für Aquarienbeleuchtung entwickelt.
Berechnung der erforderlichen Anzahl von Leuchtstoffröhren
Wie stelle ich fest, welche Anzahl von Leuchtstoffröhren
mit welcher Leistung ich brauche?
Bezogen auf meine Zuchtanlage will ich beispielhaft die erforderliche
Beleuchtungsstärke ermitteln. Die Antwort auf die gestellte
Frage soll durch die nachfolgend, durchgeführte Berechnung
gegeben werden. Die für die Berechnung erforderlichen Daten,
können zum Teil aus einem Herstellerkatalog für Leuchtstoffröhren
entnommen werden.
Grundriss meiner Zuchtanlage
Maßstab 1:20
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1. 12 Doppelzuchtboxen
(Nistkasten außen)
2. 4 Einzelzuchtboxen
(Nistkasten innen)
3. Flugkäfig
4. Flugkäfig
Ich denke, dass eine Zuchtanlage
genauso gut wie ein Arbeitsplatz aus geleuchtet sein sollte.
(Arbeitsplatz = 300 bis 750 Lux) |
Ich lege 600 Lux dafür fest
und gehe davon aus, dass 50% der Luxzahl durch das Fenster abgedeckt
wird. Bleiben also noch 300 Lux übrig, die ich mit Kunstlicht
erhellen muss.
Anzahl der erforderlichen
Leuchtstoffröhren
Die Anzahl der Leuchtstoffröhren kann nach den nachfolgenden
Formeln ermittelt werden.
Raumfaktor = Länge (m)
x Breite (m) .......................
.....................Höhe x 0,85 x (Länge (m) +
Breite (m)) |
=.4 x 2,8 .......................= 11,2 ..=
0,88
......................2,2 x 0,85 x (4+ 2,8) .........12,72
.............. ...= 3,2 x 1, 9 ......................= 6,08 = 0,64
.................... 2,2 x 0,85 x (3,2+ 1,9) ........9,54
Anzahl Leuchtstoffröhren
= Planungsfaktor x Beleuchtungsstärke (Lux) x Länge
(m) x Breite (m)
........................................Lichtstrom (lm) x Betriebswirkungsgrat
x Raumwirkungsgrat |
.................= 1,25 x 300 x 4x 2,8........................ =
4200 = 3,6 Leuchtstoffröhren / 36 Watt
....................2400 x 0,84 x 0,58 ............................1169,3
Nach dieser Rechnung müssten
4 Leuchtstoffröhren / 36 Watt eingesetzt werden.
Wie Anfangs erwähnt, ist es in einer Zuchtanlage / Voliere
wichtig, dass die Flugkäfige gut beleuchtet sind. Für
den Rest fällt dann noch genügend Licht ab. Deswegen
eine neue Rechnung, wo nur die beiden Flugkäfige berücksichtig
sind.
................
.= 1,25 x 300 x 3,2 x
1,9 ...........= 2280 =
2,24 Leuchtstoffröhren / 36 Watt
..................* 2400 x 0,73 x 0,58 ....................1016
*Im Katalog wurde diese Zahl für die von mir ausgewählte
Leuchtstoffröhre nur für eine 30 Watt Leuchtstoffröhre
angegeben. Für die anderen Leuchtstoffröhre stand kein
Wert zur Verfügung. Der Wert für eine 36 Watt Leuchtstoffröhre
müsste erheblich höher sein.
Ich habe 2 Leuchtstoffröhren / 36 Watt TROCAL Kombi Kongo
- White TYP 4085
und 1 Leuchtstoffröhren / 18 Watt 72 - 965 BIOLOX in meiner
Zuchtanlage installiert.
Lichtstrompunktmessungen am Abend in meiner Zuchtanlage, mit
dem Belichtungsmesser einer Digitalkamera, haben Werte von 250
bis 500 Lux (Mittelwert 375 Lux) ergeben. Damit ist meine Zuchtanlage
auch in den Wintermonaten ausreichend beleuchtet.
(Das in meiner Zuchtanlage genügend Licht vorhanden ist,
können Sie in der "Fotogalerie / Zuchtanlage"
aus den Aufnahmen erkennen.)
Einfache Ermittlung der Beleuchtungsstärke.
Gestützt durch vorgenannte Messungen kann angenommen werden,
das ein Anhaltswert von etwa 2 250 Lux mit Streuscheibe gemessen,
für die Beleuchtungsstärke in einer Zuchtanlage / Voliere
mit weiß gestrichener Decke / Wände und einer Raumhöhe
von etwa 2,2 m, ausreichend ist. Bei einer Punktmessung würde
dass etwa 375 Lux bedeuten. Dafür sollte je m2 zu beleuchtende
Grundfläche eine Lampenleistung von etwa 15 Watt installiert
werden. Bei einem Tageslichtanteil durch Fenster (bedeckter Himmel)
in der Voliere von 1000 Lux im Mittel, könnte sich die Anschlussleistung
auf etwa 8 Watt pro m2 reduzieren. Mit 15 Watt pro m2 installierter
Leistung ist noch eine ökonomische Kostengröße
gegeben.
In welchen Interwallen sollte
das Licht geschaltet werden?
Viele Autoren schreiben, dass die Hellphase in der Ruhezeit etwa
10 Stunden betragen sollte. Durch eine Lichtdauersteigerung kann
die Bereitschaft für die Brut positiv beeinflusst werden.
Deswegen sollte man vor Brutbeginn die Hellphase pro Woche um
½ Stunde verlängern, bis wir auf 12 Stunden kommen.
Was die Lichtdauersteigerung anbelangt, gehe ich genau so vor.
Bezogen auf die Hellphasen und die Ruhezeiten habe ich mit den
folgenden Zeiten gute Erfahrungen gemacht.
In meiner Zuchtanlage ist das Licht in der Ruhezeit von 9 - 13
und von 15 - 20 Uhr, in der Zuchtsaison von 8 - 13 und von 15
- 21 Uhr eingeschaltet. Die Pause zwischen 13 und 15 Uhr habe
einfügen müssen, weil ich vermeiden wollte, dass sich
der Nachbar der über meiner Zuchtanlage wohnt, von dem Krach
den die Wellensittiche machen, belästigt fühlt. Die
Schaltungen erfolgen über eine Schaltuhr. Im Winter hat
das einen unerwarteten Effekt ergeben. Beim Einschalten des Lichtes
treten die Hähne die Hennen, so als hätte ein neuer
Tag angefangen. Dieser Effekt trägt sicher zu der bei mir
vorhandenen guten Fruchtbarkeit bei. In der Nacht sind 2 über
Fotozelle geschaltete Nachtbeleuchtungen in Betrieb. Diese sind
sehr wichtig Sie garantieren unter anderem, dass Hennen bei nächtlichen
Störungen ihr Gelege wieder finden.
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Abnahme des Lichtstromes bei
Alterung der Röhren
Der Lichtstrom von Leuchtstoffröhren nimmt mit der Brenndauer
ab.
Diese Abnahme ist in der nebenstehenden Tabelle dargestellt.
Die
Prozentzahlen sind Mittelwerte von vielen gemessenen Röhren
und können bei einzelnen Exemplaren +/- 5% unterschiedlich
sein.
Verstaubung der Leuchtstoffröhren und Verschmutzung von
Decken
und Wänden im Laufe der Zeit erhöhen die Lichtverluste
ganz beträchtlich. |
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Betriebsstunden |
Lichtstrom |
in % |
|
0 |
115 |
|
|
100 |
100 |
|
|
2 500 |
90 |
+ / - 5 % |
|
5 000 |
85 |
|
|
7 500 |
82 |
|
|
10 000 |
80 |
|
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Für die Praxis ergeben
sich nachfolgende Tipps:
- Lampen auf Verstaubung / Verschmutzung regelmäßig
kontrollieren und wenn nötig reinigen.
- Helle Wände und Decken ebenfalls regelmäßig
kontrollieren und wenn nötig reinigen.
- Spätestes nach ca. 9 000 Betriebsstunden die Leuchtstoffröhre
auswechseln.
Flimmerfreie
Leuchtstoffröhren
(2009)
In der letzten Zeit häufen sich Reklamationen von Veterinäre gegen den
Einsatz von normalen Leuchtstoffröhren. Sie
sollen einen negativen Einfluss auf das Wohlbefinden von Wellensittichen
haben. Ich muss feststellen, dass ich bei
meinen Wellensittichen so etwas noch nicht feststellen konnte. Kann mir
aber vorstellen, dass es nicht schaden kann,
wenn man auf flimmerfreie Leuchtstoffröhren umrüstet.
Hierzu einige Informationen für die Beschaffung.
1. Anbieter die Firma TELECA.
Daten und Preise unter
www.teleca.de.
Die Lichtleiste muss ein Elektronisches Vorschaltgerät
(EVG) haben, damit die Leuchtröhre flimmerfrei ist.
2. Anbieter die Firma Licht 123
Daten und Preise unter
www.licht-123.de
bietet die Leuchtmittel am günstigsten an. Z.B. Osram 72587(Art.
Nr. 1495304) zu EUR 51,- oder Osram 72567 (Art.
Nr. 1495308) für tageslicht abhängige Steuerung zu EUR
91,-.Kleinere Lichtleisten (z.B. 36 W) müsste man sich
raussuchen. |
Verbesserung der
Lichtverhältnisse in einer Voliere oder einem Zuchtraum.
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Manchmal ist es schwierig Leuchtstoffröhren in einer Voliere oder
einem Zuchtraum so anzuordnen, dass sie das Licht optimal verteilen.
Dieser Umstand kann
erheblich verbessert werden, wenn Spiegelplatten eingesetzt und diese
so angeordnet werden, dass das Licht in die entsprechende Bereiche
geleitet wird.
(siehe nebenstehendes Bild)
Auch eine bessere
Verteilung des Tageslichtes im Raum kann man so erreichen.
Spiegelplatten können
in fast jedem Baumarkt relativ günstig gekauft werden. |
Ultraviolett - Strahler
Es handelt sich dabei um Quecksilberdampf-Hochdrucklampen mit
Quarzglaskolben (Höhensonnen bläulich) mit unnatürlich
blendendem weißem Licht und starker UV -Strahlung. UV -Strahlen
sind dazu geeignet Widerstandsfähigkeit und Abwehrkräfte
gegen Infektionen und andere Krankheiten zu erhöhen. Vorprodukte
von Vitamin D werden durch UV -Strahlen (Fotosynthese) zu körpereigenen
Vitaminen umgebaut. Vitamin D ist unersetzlich beim Aufbau von
Federn und Knochensubstanz. Der Einsatz von einem Ultraviolett
- Strahler ist jedoch mehr für den Einzelvogel anwendbar.
Um zum Beispiel den Calciumbedarf bei unseren Wellensittichen
welche in geschlossenen Volieren gehalten werden in denen wenig
Sonnenlicht vorhanden ist sicher zu stellen, sollte man Calcium
in Verbindung mit
Vitamin D 3 füttern. Nur in dieser Kombination kann es im
Vogelkörper verarbeitet werden. In neuerer Zeit setzt die
moderne Medizin UV - Strahlen auch zur Desinfektion von Luft
und sterilen Räumen ein. Das UV - Licht tötet Krankheitskeime
bis zu 85 % ab. Zur Desinfektion muss der Strahler in der Voliere
jedoch gegen eine Wand gerichtet werden, die Vögel dürfen
nicht in den Strahlungsbereich gelangen. UV - Strahlen bräunen,
röten oder verbrennen die Haut beziehungsweise das Zellgewebe.
Je nach Bestrahlungszeit sind unsere Wellensittiche zwar durch
ihr Gefieder vor Verbrennungen weitgehend geschützt, doch
schon nach kurzer Bestrahlungsdauer entzünden sich die Lidbindehäute
und die Augen können tränen und anschwellen.
Infrarot - Strahler
Sie senden ein Strahlengemisch aus, das zum überwiegenden
Teil aus warmen Licht besteht. Zur Heilung von Erkältungskrankheiten,
Darmentzündungen, Verletzungen und Legenot eignen sich Infrarot
- Strahler vortrefflich. Die Infrarotstrahlen werden direkt auf
den Vogelkörper gestrahlt, sie erwärmen nicht nur die
obere Hautschicht, sondern auch die darunter liegenden Gewebe.
Das bewirkt eine Erweiterung der Blut- und Lymphgefäße,
was eine bessere Durchblutung im ganzen Körper zur Folge
hat. Der Stoffwechsel wird bescheunigt. Im Handel werden Hellstrahler
(dunkelrote Lampen) und Dunkelstrahler (EIstein - Lampen) angeboten.
Es gibt sie mit 60, 100, 150 und 250 Watt. Die positive Anwendung
von Infrarot - Strahlen steht außer Zweifel. Der Strahler
muss jedoch so angeordnet werden, dass der Vogel seine Nähe
freiwillig aufsuchen kann. So können Verbrennungen vermieden
werden.
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