Artikel 16
Mögliche
Probleme und deren Beseitigung bei der Aufzucht und bei flügge
werden den Wellensittichen.
Hans
- Jürgen H. Lenk DSV 749 (2002)
Der Wellensittich
ist nicht an einen bestimmten Fortpflanzungsrhythmus gebunden.
Er brütet, soweit die Nahrungsgrundlage gesichert ist, zu
jeder Jahreszeit. Deswegen ist es im Normalfall auch nicht besonders
schwierig Wellensittiche zu züchten. Leider schaffen sich
einige Züchter selber Probleme indem sie ihre Möglichkeit,
Beeinflussungen in der Zucht, nicht richtig wahr nehmen. Für
ein erfolgreiches Wachstum junger Wellensittiche ist es besonders
wichtig, das die Elternvögel fit (in Brutkondition) und
an die spezielle Nahrung gewöhnt sind die wir ihnen für
die Aufzucht ihrer Jungen zusätzlich geben. Sie sollte das
Aufzuchtfutter kennen und gerne fressen. Auch bei der Paarbildung
sollte man an das, was das Brut- und Fütterverhalten anbelangt,
denken. Alles was in der Zeit vor der Brut auf vorher angesprochenem
Gebiet nicht bedacht wird, beeinflusst eine erfolgreiche Aufzucht
negativ.
Anfänger
in der Wellensittichzucht sollten sich nicht scheuen, bei Problemen
die sie nicht selbst lösen können, einen erfahrenen
Züchter zu Rate zu ziehen. Ich kenne keinen Züchter,
der ihnen bei der Lösung eines Problems nicht helfen würde.
Meine Wellensittiche
werden nach einem bestimmten Schema auf die Brutperiode vorbereitet.
Wer dazu in der Lage ist, kann diesen Vorgang auf meiner Homepage
http://www.standardwellensittichzucht-lenk.de/
unter
Fachartikel, Artikel 5 nachlesen.
Wenn ich Paare zusammen setze, versuche ich sie so zu verpaaren,
dass an einen Altvogel ein junger Vogel gepaart wird. Ganz selten
kommt es bei mir vor, dass ich zwei Jungvögel verpaare.
Wichtig ist es, dass mindestens vier Paare gleichzeitig angesetzt
werden. Warum werden Sie später noch erkennen. Es ist nach
meinen Erfahrungen am besten die Paarungen so zu bilden, dass
mindestens einer von den Vögeln zuvor schon einmal Junge
aufgezogen hat. Dann gibt es später bei der Aufzucht weniger
Schwierigkeiten. Junge Hennen haben manchmal Schwierigkeiten
ihre ersten Jungen zu füttern. Da kann ein erfahrener Hahn
schon hilfreich sein.
Im Nachfolgenden
werde ich einige Probleme, die während der Brut und Aufzucht
auftreten können, behandeln und versuchen aufzuzeigen, wie
man sie beheben kann.
Die Zuchtbox.
Wellensittiche brüten, wenn sie in Brutkondition sind, in
allen Zuchtboxengrößen. Die Zuchtboxen sollten jedoch
weder zu groß noch zu klein sein. Nach meiner Recherche
können für Wellensittiche als Idealmaße zwei
Zuchtboxenabmessungen genutzt werden. Diese sind auf ihre Bedürfnisse
optimal abgestimmt.
|
1. Zuchtbox,
Nistkasten innen angeordnet
Länge 80 cm Höhe 40 cm, Breite 35 cm |
|
2. Zuchtbox,
Nistkasten außen angeordnet
Länge 60 cm Höhe 40 cm, Breite 35 cm |
Wer sich detaillierter
über Zuchtboxenabmessungen informieren möchte, sollte
sich das, was ich über dieses Thema ermittelt habe, auf
meiner Homepage http://www.standardwellensittichzucht-lenk.de/
unter Fachartikel, Artikel
9 durchlesen.
Ich züchte
meine Standardwellensittiche erfolgreich in gekauften Kunststoffboxen
mit den folgenden Abmessungen:
Doppelbox mit Schubladen und Trennschieber 2 x 61,5 x 42,5 x
35,5 cm.
Bild Nr.1
|
 |
Kunststoffboxen
haben den großen Vorteil, dass sie sehr gut sauber zu halten
und zu desinfizieren sind. Meine Zuchtboxen haben eine Sandeinstreu,
zusätzlich gebe ich an einer Stelle, die nicht verkotet
wird, einen Napf voll Vogelgrit auf den Schubladenboden der natürlich
immer wieder erneuert werden muss. In Naschnäpfen füttere
ich Mineralien und Kalk und an das Gitter habe ich Mineralblöcke
angebracht. Während der Zucht werden die Kothaufen und das
nicht aufgefressene Keimfutter bei den täglichen Kontrollen
(2x täglich) mit einem Kunststoffzahnspachtel, wie er zum
Kuchenbacken verwendet wird, zusammen gekehrt und von mir entfernt.
Siehe Bild Nr. 1. Die in dem Bild in der ausgezogenen Schublage
zu sehende weiße Schale benutze ich als Auffang- und Transportbehälter
für entfernte Kothaufen und nicht gefressenes Keimfutter.
Normales Körnerfutter gebe ich in Vorratsbehältern mit Auffangschalen.
Aufzuchtfutter gebe ich in glasierten Tonschalen. |
Wasser in Trinkröhrchen,
welches jeden zweiten Tag gewechselt wird. Siehe auch Bild Nr. 8. Die
Trinkröhrchen, in welche ich auch Zusätze gebe, werden bei jedem
Wasserwechsel gesäubert und desinfiziert. Als Desinfizierungsmittel nutze
ich Vanodine V 18. Dieses Mittel reinigt und desinfiziert in einem
Arbeitsgang. Es wurde von einer englischen Firma speziell für
Desinfizierung und Reinigung von Futtergefäßen, Trinkgefäßen, Sitzstangen
usw. entwickelt.
Der Nistkasten.
Wenn Hennen brüten wollen, nehmen sie jede Art von Nistkasten
an. Aus Gründen der besseren Übersicht, Reinigung,
der täglichen Kontrolle und der Austauschbarkeit, ist es
vorteilhaft, Nistkästen gleicher Größe und Form
zu verwenden. Die Grundkonzeption für einen Nistkasten ist
eine im Boden befindliche Nestmulde, die so tief sein sollte,
dass sie ein Auseinanderrollen des Geleges verhindert. Die gebräuchlichsten
sind Horizontal- und Vertikalnistkästen. Die Abmessungen
sind für Standardwellensittich ähnlich.
|
Ein 4 cm im Durchmesser
betragendes Einflugloch soll im oberen Drittel und beim horizontalen
Kasten entgegen der Nestmulde angeordnet sein. Eine Anflugstange
muss bei der Nutzung in oder an Zuchtboxen nicht vorhanden sein.
Die Nistkästen sollen durch eine Klappe oder Tür zur
Kontrolle zugänglich sein. Die Mehrzahl der Züchter,
so auch ich, verwendet außen an die Zuchtbox angehängte
horizontal Nistkästen. Ich habe meine als Bausatz gekauft.
Sie haben die Abmaße 23,5 x 16 x 22,5 cm. (Bild Nr. 2 und
Nr.1) Holz und Hartfaserplatten stellen das bevorzugte Material
zur Fertigung der Nistkästen dar. Es ist wichtig dass die
Abstände des im Nistkasten angeordneten Aufspringklotzes
und der Nestmulde zu den Kastenwänden groß genug sind.
Ist das nicht der Fall, verklemmen sich diese. Durch die von
manchen Paaren stark verursachte Feuchtigkeit vergrößern
sich die Innenteile und sind nicht mehr auswechselbar.
Die meisten Züchter streuen Sägemehl, Hobelspäne oder Torfmull in die
Nistkästen, damit die Feuchtigkeit des abgesetzten Kotes zum Teil
aufgesogen werden kann. Wichtig ist, staubfreies sterilisiertes
Material zu verwenden. Die Nestwärme und die Feuchtigkeit können, wenn
die Nistkästen nicht in bestimmten Abständen gesäubert werden, zu
einem |
Bild Nr. 2

|
intensiven
Schimmelpilzwachstum führen, was zu Erkrankungen der Jungen führen kann.
Oft ist die Folge der Tod der betroffenen Jungen.
Bild
Nr. 3
|
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Ich setze zur Säuberung von
Keimen und Ungeziefer zwei Verfahren ein.
Zur Grundsäuberung nach der Zucht, verwende ich nach dem
ich den Nistkasten mechanisch gesäubert habe, eine so genannte
elektrische Heißluft- Pistole wie sie auf Bild Nr. 3 zu
sehen ist. Diese ist recht preiswert in einigen Supermärkten
zu kaufen. Die Heißluft- Pistole hat zwei Schaltstufen.
Dabei werden folgende Anwendungswerte Erreicht:
Temperatur / Luftdurchsatz Stufe I.
300° C 500 L / Minute
........................................Stufe II 600° C 650 L / Minute
Von den 4 mitgelieferten Vorsatzdüsen verwende ich die Flächendüse.
Mit ihr können alle Flächen als auch die Ritzen ausgebrannt
werden. |
Die Nutzung garantiert das Abtöten
jeglichem Ungeziefer und deren Eier. Es ist jedoch darauf zu
achten, dass man mit der Düse nicht zu nahe an das Holz
gelangt.
Bei erforderlichen Reinigungen
in der Zuchtperiode verwende ich das nach neuesten Erkenntnissen
hergestelltes Insektizid "Ardap" als Spray. Es ist
einfach zu handhaben, wird von den Jungen vertragen und tötet
alle Parasiten auch in den Ritzen der Nistkästen ab. Läuse,
Flöhe und Federlinge können, wenn sie vorhanden sind,
den jungen Wellensitten aber auch den Alten arg zu schaffen machen.
Ich möchte nicht unerwähnt lassen, dass ich in meiner
Zuchtanlage zusätzlich auch noch das Fliegen- Strip "Blattanex"
einsetze. Der in diesem Strip gespeicherte Wirkstoff wird kontinuierlich
in einer gleichmäßigen Dosierung in die Raumluft abgegeben
und wirkt mehrere Monate. Richtig dosiert trägt es stark
dazu bei, dass das Ungeziefer in dem Zuchtraum in Grenzen gehalten
wird. Vorsichtig muss man mit der Nutzung in der Brutfase, sein.
Frisch eingesetztes Blattanex kann in geschlossen Räumen
für gerade geschlüpfte Wellensittiche stark schädlich
eventuell auch tödlich sein.
Wie bereitet
man einen Nistkasten auf die Brut vor?
Es gibt
unterschiedliche Meinungen unter den Züchtern, ob zu erst
die Henne und nach einer bestimmten Zeit, später den Hahn
oder ob von Beginn an beide gleichzeitig eingesetzt werden sollen.
Und ob der Nisten erst nach einer bestimmten Zeit nach dem man
ein Paar eingesetzt hat, zum Beispiel nach einer Woche freigeben
werden soll, oder er direkt nach dem Einsatz des Paares, der
Nistkasten zugänglich sein soll. Ich habe alle Möglichkeiten
ausprobiert und im Ergebnis keinen Unterschied festgestellt.
Deswegen setze ich Beide zusammen ein und gebe den Nistkasten
schon von Anfang an frei. Zu Beginn der Brut gebe ich in meine
Nistkästen eine Handvoll staubfreie sterilisierte Hobelspäne
in die Nestmulde. An der Verteilung dieser Hobelspäne kann
ich erkennen, wann die Henne zum ersten Mal in dem Nistkasten
war. Manche Hennen leeren den Nistkasten wieder komplett aus.
Wenn auf den Sauberkeitsfimmel dieser Hennen nicht eingegangen
wird und immer wieder neue Hobelspäne in den Nistkasten
gegeben werden, kann es passieren, dass diese Hennen kurz nach
jeder Ablage auch ihre Eier heraus werfen.
Deshalb ist es in einem solchen Fall am besten, wenn man die
Henne in dem gesäuberten Nistkasten, ihre Eier ablegen lässt.
Nachdem sie dann eine Zeit lang gebrütet hat, nimmt sie
es nicht mehr so genau mit dem Inhalt ihres Nistkastens. Jetzt
können zur Vorsicht mehrmals hinter einander kleine Mengen
Hobelspäne eingebracht werden. Dies ist nach meiner Meinung
erforderlich, damit nach dem Schlupf der ersten Jungen, die verbleibende
Eier nicht zu stark verkotet werden. Bei dem geschilderten Hennentyp,
ist bei einer späteren Säuberung des Nistkastens darauf
zu achten, dass nur etwa die Hälfte der verschmutzten Hobelspäne
ausgewechselt und durch neue ersetzt wird. Hier sollte man auch
kein Desinfektionsspray verwenden. Der verbliebene Anteil sollte
mit dem Neuen gut vermischt werden. Wegen des annähernden
gleich Geruches empfindet die Henne die Auswechselung der Einlage
nicht so stark. Es ist auch hilfreich, wenn einige Federn von
der Henne im Nistkasten verbleiben. Bei nicht Beachtung kann
es passieren, dass sie den Nistkasten ganz ausräumt und
auch die Jungen attackiert und rausschmeißt. Oft hilft
in solchen Fällen auch, wenn anstatt Hobelspäne, Schlauben
von dem Körnerfutter als Einstreu verwendet werden. Schlauben
werden von den meisten Hennen nicht als so störend empfunden.
Sie sind auch nicht so einfach zu entfernen. Sie halten die Verkotung
der Eier und der Jungen in Grenzen.
Nach der Ablage des ersten Eies im Nistkasten lege ich ein großes
Gipsei dazu, 20 mm dick, siehe Bild Nr. 4. Neuere Erfahrungen
haben gezeigt, dass es besser ist das Gipsei erst nach dem 3ten
Ei, dazuzulegen. Mache Hennen sind so empfindlich, dass sie dieses
Ei als Fremdkörper betrachten und alle Eier raus werfen.
Nach dem 3ten Ei haben auch diese Hennen sich so an das Brutgeschäft
gewöhnt, dass es nicht mehr als störend empfinden wenn
man ihnen ein Gipsei unterlegt.
Das hat folgende
Vorteile:
1. Das Gipsei
wird durch die Henne aufgewärmt und dient wegen dem kompakten
Volumen als Wärmespeicher für die
anderen Eier. Das
kann von Vorteil sein, wenn die Henne den Nistkasten für
längere Zeit verlässt.
2. Die größere
Höhe von dem Gipsei hält die Henne gerade etwas über
den eigenen Eiern und hilft, dass die zuerst
ausschlüpfenden
Jungen von festsitzenden Hennen nicht erdrückt werden.
3. Das Gipsei hilft auch den zuletzt ausschlüpfenden Jungen, nicht von
ihren Geschwistern erdrückt zu werden. Ohne
diese Maßnahme sterben häufig die zuletzt geschlüpften
Jungen.
Bild Nr. 4
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Bild Nr. 4 zeigt
einen Blick in einen Nistkasten meiner Zucht, mit 4 befruchteten
Eier und 3 Jungen in der Nistschale. Das fünfte größere
Ei ist ein volles Kunstoffei. Es hat die Abmessungen 25 x 20 mm.
Zu sehen ist auch, wie ich die Eier markiere.
Die Nistkästen sollten wenigstens einmal pro Tag, besser
ist zweimal pro Tag überprüft werden. Man kann schneller
auf Probleme reagieren. Bei der Prüfung sollten dort, wo
erforderlich die Schnäbel und Füße der Jungen
gereinigt werden. Die Hennen und später auch die Jungen
gewöhnen sich an diese Kontrollen und werden zahm. Es erleichtert
auch das spätere Schauträning, weil die Jungen durch
das tägliche anfassen relativ einfach an uns gewöhnt
werden und dadurch weniger scheu sind. Die Reinigung der Schnäbel
kann mit einem Zahnstocher oder mit einem angespitzten Streichholz
erfolgen. Unruhige, meist junge Hennen, aber auch manchmal Hähne,
beschädigen nicht selten mit zu langen Krallen die Eier.
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Zu lange und spitze
Krallen beim Hahn kann auch ein Grund sein, warum sich die Henne
nicht treten läst. Deswegen ist es erforderlich, wenn die
Krallen zu lang sind, sie wie in Bild Nr. 5 angegeben, zu beschneiden.
Geringfügig beschädigte oder angeknickte Eier kann
man mit durchsichtigem Nagellack "reparieren". Dadurch
wird ein Austrocknen des Eies und eine Keimeinwanderung in das
Ei verhindert.
Wie kann man
eine junge Henne beeinflussen ihre Jungen zu füttern?
Wichtig für ein erfolgreiches
Zuchtleben einer Henne ist es, das man ihr von Beginn an hilft eine
möglichst normale, störungsfreie Brut zu vollziehen. Sie sollte auf
jeden Fall Gelegenheit erhalten, schon bei ihrem ersten Bruteinsatz
Junge aufzuziehen. Das kann manchmal nur geschehen, in dem man ihr,
befruchtete Eier von einem anderen Paar unterlegt und sie Ausbrüten
und die Jungen aufziehen
|
|
Bild
Nr. 5
 |
lässt.
Eier sollten entweder kurz nach dem Legen oder kurz vor dem Schlupf
umgelegt werden. Da sie sonst nach meinen Erfahrungen absterben.
Der Grund dafür scheint der unterschiedliche Brutrittmuss
bei den einzelnen Hennen zu sein. Wenn eine junge Henne nicht
von alleine anfängt ihr erstes Junge zu füttern, müssen
wir alle möglichen Hilfen anbieten, um sie auf den richtigen
Weg zu bringen. Eine junge Henne der man in diesem Stadium nicht
hilft, wird alle ihre Jungen verhungern lassen und ist in den
meisten Fällen für eine Zucht nicht mehr geeignet.
Diese schmerzlichen Tatsachen habe ich, als ich noch beruflich
öfters Verreisen musste, erfahren müssen.
Jetzt wo ich im Ruhestand bin, überprüfe ich meine
Nistkästen am Vormittag (10 Uhr) und am Abend (18 Uhr).
Zu den gleichen Zeiten erhalten die Paare die in der Brut sind
auch ihr Aufzuchtfutter. Als ich noch im Beruf stand, konnte
ich diese Tätigkeiten nur am Abend durchführen. Die
Aufzuchtfutter- Portionen waren da doppelt so groß. Das
hatte an sehr warmen Tagen den Nachteil, dass wegen der längeren
Verweildauer (das Futter wurde nicht so schell aufgefressen)
das Aufzuchtfutter verderben konnte. Da ich jedes Ei durch eine
fortlaufende Zahl (siehe Bild Nr. 4) pro Nistkasten, beginnend
mit 1, mit einem Filzstift kennzeichne und das Legedatum für
jedes Ei auf einem Formular (siehe Bild Nr.1) am Nistkasten angeordnet,
aufschreibe, weiß ich welches Ei befruchtet ist und wann
die einzelnen Jungen Schlüpfen müssten.
.Bild Nr. 6
|
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Die Befruchtung
der Eier überprüfe ich durch Durchleuchtung mit einer
kleinen Lampe. Einer so genannten Eier Durchleuchtungs- Lampe
zu sehen in Bild Nr. 6. In der zu erwartenden Schlupfzeit kontrolliere
ich die betroffenen Nistkästen häufiger.
Ob die WS- Hennen ihren Jungen beim Schlupf helfen, darüber streiten
sich die Gelehrten. Ich habe in meiner fast 40 Jährigen Zuchtpraxis
mit Wellensittichen bis heute nicht feststellen können ob einem Jungen
beim Schlupf von einer Henne geholfen wurde. Mir selber aber abgewöhnt
den Jungen beim Schlüpfen aus dem Ei zu helfen. Man macht mehr falsch
als richtig. Ich habe auch festgestellt, dass, wenn Junge nicht
kräftig genug |
sind, normal zu
schlüpfen, sie für ein gesundes Leben nicht geeignet sind und deshalb
in den meisten Fällen später konditionelle oder gesundheitliche
Probleme haben. Nicht schlüpfende Junge, sind zum überwiegen Teil ein
Anzeichen für nicht optimale Haltungsbedingungen und oder eine falsche
Vorbereitung der Zuchtvögel auf die Brut.
Hilfe für
frisch geschlüpfte Junge.
Wenn ich feststelle, dass ein Junges geschlüpft ist und
nach dem der Dottersack aufgebraucht ist, nicht gefüttert wird, lege ich es nicht sofort in einen
anderen Nistkasten. Ich warte etwa ein bis zwei Stunden. Ist
es dann immer noch nicht gefüttert, lege ich es in einen
Nistkasten, in welchem schon Junge angefüttert wurden. Problematisch
wird es, wenn so ein Nistkasten nicht zur Verfügung steht.
Mit einem Tropfen lauwarmer Kondensmilch, den man sich auf den
Finger tropft, an den das Junge mit dem Schnabel so gehalten
wird, dass es die Milch aufnehmen kann, besteht die Möglichkeit,
dass nicht gefütterte Junge eine Zeit lang (etwa drei Stunden)
am Leben zu halten. Beginnt die Henne jedoch danach immer noch
nicht zu füttern, ist das Junge verloren. Jetzt kann man
erkennen, wie wichtig es ist, dass mehrere Paare gleichzeitig
angesetzt werden. Da nicht zu erwarten ist, dass alle Hennen
gleichzeitig nicht füttern, schaffen wir uns die Möglichkeit
Junge zu anderen Paaren um zu legen. Wir haben auch später
bessere Möglichkeiten gleichaltrige Junge in einem Nest
unter zu bringen.
Wie kann man
die Bildung der Kropfmilch beeinflussen?
Wenn alles gut geht, werden normaler weise die frisch geschlüpften
Jungen auf dem Rücken liegend von der Henne gefüttert.
In den ersten Tagen füttert sie einen gelblich aussehenden
Nahrungsbrei, die so genannte Kropfmilch. Erst ab etwa dem vierten
bis fünften Tag bekommen die Jungen festere Nahrung, vorverdautes
Aufzuchtfutter, Keimfutter und Körner. Das gleichzeitige
selektive Füttern frisch geschlüpfter und älterer
Jungen stellt eine hohe Leistung der Wellensittichhenne dar.
Bereitet aber gesunden Hennen keine Probleme. Manche Hennen sind
sehr eigen und lassen den Hahn erst sehr spät die älteren
Jungen selbst füttern. Nährwertreiche Kropfmilch ist
für junge Wellensittiche erforderlich, wenn sie sich gut
entwickeln sollen. Erste Voraussetzung für die Produktion
dieser Kropfmilch ist, dass die zur Zucht eingesetzten Wellensittiche
gesund sind und optimal vorbereitet wurden. Nach meiner Erfahrung
ist es auch wichtig, dass mit der Fütterung von Keimfutter
und Aufzuchtfutter etwa zwei Tage vor dem Schlupf des jeweiligen
ersten Jungen begonnen wird. (Die Gewöhnung an Aufzuchtfutter
wurde schon in der Flugvoliere erreicht. Wellensittiche fressen
das Aufzuchtfutter auch lieber, wenn sie damit als Jungvögel
aufgezogen wurden.) Da mit schafft man eine zusätzliche
Voraussetzung für die Henne, nährwertreiche Kropfmilch
produzieren zu können. Durch die starken Pieplaute der Jungen
im Ei, wird bei der Henne die Produktion der Kropfmilch ausgelöst.
Junge Hennen haben manchmal Schwierigkeiten Kropfmilch für
das erste Küken bereit zu stellen. Es scheint bei manchen
länger zu dauern, bis sie zur Kropfmilchproduktion in der
Lage sind. Deshalb kann es passieren, dass sie ganze Körner
an das erste Junge verfüttern. Dieses führt zu einer
Katastrophe für das Junge. Die ganzen Körner sind in
dem Kropf des Jungen sichtbar. Es ist noch nicht in der Lage
ganze Körner zu verdauen auch dann nicht, wenn sie schon
teilweise vorverdaut sind. Wenn dies erkannt wird, muss das Junge
schnellsten zu einem Paar gelegt werden, wo die Henne Kropfmilch
füttert. Der Henne, die noch keine Kropfmilch produziert,
sollte ein älteres Junges das etwa fünf bis sieben
Tage alt und gut gefüttert ist, untergelegt werden. Dieses
hält es eine Zeitlang aus bis es neues Futter braucht. Es
stimuliert durch starkes und lautes Betteln die Henne, Kropfmilch
zu produzieren. In den meisten Fällen führt das zum
Erfolg. Dem Jungen schadet es nicht so sehr, wenn es schon vorverdautes
Futter erhalten hatte und dann für eine Zeit lang auch noch
in diesem Alter nur Kropfmilch erhält. Sobald sie richtig
füttert, kann das eigene Jungen zurückgelegt werden.
Was sollte
man beim Umlegen von Jungen in einen anderen Nistkasten beachten?
Eine Henne nimmt ein fremdes Junge ohne Schwierigkeiten an, wenn sie schon
Junge hat und es nicht älter als 3 Wochen alt ist. Bei älteren Jungen als
1 Woche, hilft es dem umzulegenden Jungen besser angenommen zu werden,
wenn einige Holzspäne aus dem Nistkasten in den man es gelegt hat über ihm
verteilt werden. Es nimmt dann den Geruch des neuen Nistkastens an. Beim
Umlegen ist darauf zu achten, dass die Abstammung sichergestellt ist. So
lange das Junge noch nicht beringt werden kann, besteht die Möglichkeit es
auf dem Rücken mit einem farbigen Filzstift zu markieren. Farbige
Filzstifte, haben den Vorteil, dass man mehrere Möglichkeiten für eine
Kennzeichnung hat. Zum Beispiel, wenn man mehrere Junge aus
unterschiedlichen Nistkästen, einem Paar unterlegen muss. Es ist darauf zu
achten, dass die Markierung sichtbar bleibt. Notfalls ist sie zu erneuern.
Es ist sinnvoll junge Wellensittiche zwischen dem 8 und 10 Lebenstag zu
beringen. Wer Wellensittiche zum
|
Ausstellen
züchtet, darf nur geschlossene Ring
verwenden. Damit wird die Selbstzucht nach gewiesen. Auf den
geschlossenen Ringen sind die erforderlichen Daten für eine
Identifizierung, wie Züchter Nr. Verbands Nr., Geburtsjahr und
Laufende Nr. eingeprägt.
DSV-Ringe für das Jahr 2009
siehe nebenstehendes Bild
(Bild ohne Beschriftung, von Gerd Bleicher) |
 |
Für einen bestimmten Jahreszyklus ist vom Weltverband WBO
(World Budgerigar Organisation), für alle angeschlossenen
Verbände die Farbe der Ringe weltweit, festgelegt. Auch besteht eine
Festlegung für die Ringabmessungen.
Ringfarben
|
Farbe |
Pantone Code |
Jahr |
Jahr |
Jahr |
Jahr |
|
Schwarz |
2U2 X |
2002 |
2007 |
2012 |
2017 |
|
Dunkelblau |
301 U |
2003 |
2008 |
2013 |
2018 |
|
Gold |
Gelb U |
2004 |
|
|
|
|
Violet |
249 U |
|
2009 |
2014 |
2019 |
|
Dunkelgrün |
363 U |
2005 |
2010 |
2015 |
2020 |
|
Rot |
1797 U |
2006 |
2011 |
2016 |
2021 |
Ringabmessungen
|
minimaler
Innendurchmesser |
4.20 mm |
|
maximaler
Innendurchmesser |
4.40 mm |
|
Wanddicke |
0.60 – 0.90 mm |
|
Ringhöhe |
3.85 – 4.00 mm |
WBO Ringfarbfolge vom Jahr 2009 aufwärts
Die vorstehende Tabelle ist nur noch für die
davor liegenden Jahre gültig. Ab dem Jahr 2009 erfolgt eine
neue
Ringfarbenfolge und Ringfarbe.
Die Ringfarbenfolge hat
jetzt einen Zyklus von 6 Jahren.
|
Year
Jahr |
Colour name
Farbbezeichnung |
Colour
Farbe |
RAL-
Standard |
Pantone-
Code |
|
2009
2015 |
Volet
Violet |
|
4008 |
249 U |
|
2010
2016 |
Orange
Orange |
|
2003 |
1505 U |
|
2011
2017 |
Dark
Blue
Dunkelblau |
|
5019 |
301 U |
|
2012
2018 |
Red
Rot |
|
3002 |
1797 U |
|
2013
2019 |
Black
Schwarz |
|
8005 |
2U2 X |
|
2014
2020 |
Pastel Green
Pastell Grün |
|
6019 |
(ähnlich)
344 U |
Die
angeschlossenen Verbände und die meisten nicht angeschlossenen Verbände
halten sich an diese Festlegung. Der große Vorteil besteht darin, dass
durch die unterschiedlichen Farben in der Flugvoliere, beim Richten auf
Ausstellungen auch im Ausland ohne einen Vogel in die Hand zu nehmen,
einfach festgestellt werden kann, wer ein Jungvogel ist
oder aus welchem Jahr er stammt.
Bekanntlich werden Jung- und Altvögel in unterschiedlichen Richtgruppen
ausgestellt.
|
Bild Nr.
7
 |
Beim Aufziehen des
Ringes ist darauf zu achten (siehe Bild Nr. 7), dass er zuerst
über die drei längsten Zehen und danach auch über
die vierte kleinere gestreift wird. Notfalls muss die vierte
Zehe mit einem spitzen Gegenstand (Holzzahnstocher oder angespitztem
Streichholz) durch den Ring gezogen werden. Der Zeitpunkt der
Beringung richtet sich neben dem Alter auch nach der Form der
Zehen. Manche Junge haben dicke, fleischige, andere ganz schlank
ausgebildete Zehe die unterschiedlich schnell wachsen. |
Mit Gewalt darf kein Ring übergestreift werden. Da die Zehen
sonst verletzt werden.
Ich notiere die Ringnummer auf dem schon erwähnten, am Nistkasten
angebrachtem Formular, neben dem Legedatum des entsprechenden
Eies. Wenn alle Daten ausgefüllt sind, übertrage ich
sie in meinen Computer. Ist das geschehen gibt es keine Verwechslungsmöglichkeit
mehr. Da ich meine Wellensittiche mit einem Computerzuchtprogramm
verwalte, ist die Abstammung relativ einfach nach zu vollziehen.
Am besten versorgt werden die Jungen in einem Nistkasten, der
nicht mit mehr als 4 Jungen belegt ist. Günstig ist es,
wenn alle etwa das selbe Alter haben. Das erreicht man durch
Zusammenlegen der Jungen von verschiedenen Paaren. Bei dieser
Methode sind alle etwa zu dem gleichen Zeitpunkt selbständig.
Es macht weniger Probleme beim Selbständig werden der Jungen
und ist deshalb einfacher, wenn das Paar mit einer neuen Brut
beginnt. Alle Jungen können zum gleichen Zeitpunkt abgesetzt
werden. Natürlich werden von einem Paar auch mehr als 4
Junge aufgezogen. Dann wird es jedoch sehr stark belastet und
ist nicht mehr gut geeignet eine weitere Brut groß zu ziehen.
Die Mindestzahl eines Geleges sollte 2 Junge nicht unterschreiten.
Ein einzelnes Junges in einem Nistkasten wird nicht richtig und
ausreichend gefüttert.
Erkenntnisse und Ergebnisse im Zuchtjahr 1981
(06.2009)
Ich halte es für sinnvoll, einen Teil des Berichtes, welchen ich im dem
Jahr 1981 in den DSV- Nachrichten veröffentlicht
habe, einzufügen.(2009) Zeigen die
Ergebnisse doch auf, das es sicher auch bessere Daten über die
Fruchtbarkeit von
Wellensittichen gibt, wie die, welche man heute in
manchen Fachzeitschriften lesen kann. Leider muss ich gestehen,
dass auch
bei mir und das besonders in der Zuchtsaison 2009 das Ergebnis sehr
schlecht war. Das war das
schlechteste Zuchtergebnis in der ganzen Zeit, in
der ich Wellensittiche züchte. Was aber sicherlich weniger mit der
allgemeinen Fruchtbarkeit meiner Wellensittiche zu tun hat. |
In diesem Jahr (1981) habe ich 13 Zuchtpaare eingesetzt. Bei einem Paar
war wie auch schon im Jahr davor das erste Gelege unbefruchtet. Dieses
Paar habe ich aus der Brut genommen. Ich will es im späten Herbst damit
noch einmal versuchen. Es handelte sich um Lutinos, von welchen ich gerne
Junge hätte.
In den folgenden Betrachtungen ist dieses Paar deshalb nicht
berücksichtigt. Mit den restlichen 12 Paaren habe ich folgende Bruten
gemacht.
|
1 Paar = 3
Bruten
10 Paare = 2 Bruten
1 Paar = 1 Brut |
Interessant
ist wohl auch zu erwähnen, dass die Wellensittiche, die auf der
Bundesschau waren, am ersten anfingen zu brüten und mir keine Probleme
machten. Im letzten Jahr habe ich einige Gelege durch die
Silvesterknallerei verloren, deshalb habe ich in diesem Jahr meine Paare
erst im Januar eingesetzt.
 |
Wie der Brutverlauf
ausging, kann man aus der nebenstehenden Grafik erkennen.
Linie 1
zeigt die Anzahl der gelegten Eier pro Paar
Aus der Linie 2
kann man die Anzahl der befruchteten
Eier erkennen.
Linie 3 zeigt auf, wie viele Junge geschlüpft sind.
Von den
geschlüpften Jungen sind dann leider noch einige gestorben,
überwiegend weil ein paar junge Hennen am Anfang nicht gefüttert
haben.
Positiv
beeinflussen kann man junge Hennen, die nicht füttern wollen, wenn man
ihnen etwas ältere Junge (Alter bis zu 5 Tagen) unterlegt. Diese
schreien kräftiger und veranlassen dadurch die jungen Hennen zur
Fütterung.
Bei einigen jungen
Hähnen waren die Gelege erst ab dem 2ten bis 3ten Ei befruchtet.
|
Im Schnitt wurden 8 Eier
pro Paar gelegt. Wenn ich das Zuchtergebnis in Prozenten
angebe, so lauten die Zahlen wie
folgt:
75 % der gelegten Eier waren befruchtet
aus 57 %
der gelegten Eier
sind Junge geschlüpft
aus 45 %
der gelegten Eier
wurden die Jungen groß und kamen auf die Stange |
Das waren statistisch
gesehen auf 2 Bruten mit einem Paar 6,75 Junge pro Paar. Dieses Ergebnis
ist für eine Standard- WS- Zucht nicht
schlecht, es kann aber sicherlich noch verbessert werden, wenn man in
einer Linienzucht besonderen Wert auf die Fruchtbarkeit legt.
Bei dem Wiegen und Messen
(mit einer Schiebelehre) der in diesem Jahr gelegten
Eier ergaben sich folgende Daten:
Abmessung minimal
16 x 21 mm, Gewicht minimal 2,5 g
Abmessung maximal 17 x 24 mm, Gewicht maximal 4,0 g |
Ich habe in den
letzten Jahren von meinen Vögeln schon Eier gehabt, die wesentlich größer
und sicher schwerer waren. Es gab auch eine ganze Reihe von Doppeleier,
die meisten waren befruchtet aber nie sind daraus Junge geschlüpft. Leider
habe ich diese nicht gewogen und nachgemessen.
Die Entwicklung von
Jungvögeln kann man am besten an ihrer Gewichtszunahme erkennen.
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Um mir darüber ein
genaues Bild zu verschaffen, habe ich in diesem Jahr alle meine
Jungvögel jeden zweiten Tag gewogen.
In
der nebenstehenden Grafik sind die maximalen, minimalen und ein paar
dazwischen liegende Wachstumskurven der Wellensittichküken
dargestellt.
Bei der Beurteilung des Wachstums bestätigte sich auch
die Erkenntnis, dass 3 bis 4 Junge pro Paar am besten gedeihen.
Man kann erkennen, dass etwa zwischen dem 25ten und 30ten Lebenstag
der überwiegende Teil der Jungen eine Gewichtabnahme hat. Es scheint,
dass die Fütterung der Altvögel darauf abgestimmt ist, dass die
Jungvögel bei ihren ersten Flugübungen nicht so viel Gewicht zu bewegen
haben. |
Mein schwerster
Jungvogel in diesem Jahr wog 70 g
Der schwerste Altvogel eine Opalin dunkelgrüne Henne wog 86 g
Das Normalgewicht meiner Standardwellensittiche liegt bei etwa 60 bis
70 g |
Die Gewichtangabe wird
dann interessant, wenn ein Wellensittich medikamentös behandelt werden
muss, da die Dosierungen der Medikamente auf das Körpergewicht bezogen
werden muss.
Was ist zu
tun, wenn Junge gerupft werden?
Schon mancher viel versprechende Jungvogel wurde von seinen Eltern
durch rupfen so verunstaltet, dass er für eine Ausstellung
nicht genutzt werden kann. Manche Hennen zupfen ihren Jungen
den Flaum aus. Das ist zwar nicht besonders schön hat aber
nur einen sehr geringen Einfluss auf die Entwicklung der Jungen.
Der Flaum ist bis zum Ausfliegen wieder nachgewachsen. Problematisch
wird es, wenn eine Henne beginnt die Federn so zu rupfen dass
der Vogel blutet und das ziemlich schnell geschieht. Diese Federn
wachsen nicht mehr nach. Hier kann den Jungen Linderung verschafft
werden, wenn die wunden Stellen mit "Penaten Baby Puder"
überstreut. Wenn man Glück hat und es früh genug
erkennt, kann das Schlimmste verhindert werden in dem man die
Jungen entfernt und in einen anderen Nistkasten legt. Sind die
Jungen über drei Wochen alt ist es besser die Henne zu entfernen
und den Hahn zu nutzen die Jungen aufzuziehen. Wie schon erwähnt,
werden Junge in diesem Alter selten von einen anderen Paar ohne
Komplikationen angenommen. Sollte der Hahn der Übeltäter
sein, was seltener vorkommt, dann muss man ihn entfernen.
Um das Rupfen abzustellen wurden schon die dollsten Sachen ausprobiert.
Einige Züchter waren davon überzeugt, dass, wenn sie
ihren Wellensittichen Salz ins Trinkwasser geben, das Rupfen
eingestellt wird. Andere schmierten die Jungvögel mit Niveakreme
ein, oder besprühten sie mit stark duften Tees. Auch der
Handel bietet Sprays an (zum Beispiel Papick Spray von der Firma
Beaphar), die manchmal helfen, weil sie schlecht riechen und
schmecken. Es wurden sogar spezielle Nistkasten erfunden, welche
einen zusätzlichen Raum mit großmaischiechem Draht
abgeteilt hatten, durch den die Jungen gefüttert werden
konnten. Ich ereichte gute Erfolge in dem ich einen Mineralpickstein
und Stücke Kolbenhirse in den Nistkasten legte. Einige Hennen
rupfen nur aus Langeweile. Es ist kurios, das gerade rupfende
Hennen besonders gut füttern. Ich bin überzeugt, dass
manche Hennen die Tendenz zum Rupfen an ihre Töchter vererben.
Deshalb habe ich Hennen, die ihre Jungen rupften, nicht mehr
zur Zucht verwendet. Gott sei Dank sind in den letzten Jahren
bei mir keine rupfenden Hennen mehr aufgetreten.
Was kann man
tun, dass die jungen ohne Probleme aufwachsen können?
Unsere heutigen Standardwellensittichjungen verlassen den
Nistkasten etwa 35 - 42 Tage nach ihrem Schlupf aus dem Ei je nach Gefiederstruktur.
In dieser Zeit ist wichtig das Verhalten ihrer Eltern besonders
gut zu beobachten um auf Unregelmäßigkeiten schnell
reagieren zu können. So mancher viel versprechender Jungvogel
ist
in dieser Fase der Zucht verloren gegangen. Bild Nr. 8 zeigt ein
Paar mit Jungen, bei dem ich gerade den Nistkasten entfernt habe um zu
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verhindern, dass sie erneut
anfangen zu legen. Zwei Junge sind im Hintergrund zu sehen. Die
anderen zwei Junge befinden sich unter dem auf der linken Seite,
angeordneten aus Holz angefertigten Schutzkasten.
Wenn ein Paar eine neue Brut beginnt, besteht die Möglichkeit,
dass es aggressiv gegen über ihren Jungen wird. Erstes Indiz
für einen neuen Brutbeginn ist: wenn das Aufzuchtfutter
nicht mehr ganz aufgefressen wird. Ein weiteres wenn die Henne
anfängt den Nistkasten leer zu räumen. Manchmal werden die
Jungen auch nur von dem Hahn angegriffen nach dem sie den Nistkasten
verlassen haben. Für beide Fälle habe ich aus |
Bild Nr.
8
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Holz gebaute Schutzkästen vorgesehen, in Bild Nr. 8
links unten angeordnet, welche ich vorsichtshalber in die Zuchtboxen
einbringe in denen sich Junge kurz vor dem Ausfliegen befinden.
Unter denen können sich die Jungen verstecken. Sie dienen
als Schutz vor aggressiven Altvögeln. Es kann auch vorkommen,
dass eine Henne relativ früh mit der nächsten Eiablage
beginnt und einen Teil der Jungen aus dem Nistkasten wirft, oder
sie angreift. In diesem Fall entferne ich auch den Rest der Jungen
aus dem Nistkasten und setze ich sie auf den Zuchtboxenboden.
Sie halten sich dann auch in dem vorher beschriebenen, Schutzkasten
auf und werden von dem Hahn weiter gefüttert. Wenn ich verhindern
will, dass das Paar eine weitere Brut beginnt, entferne ich den
Nistkasten und verfahre auch wie vorher beschrieben. Lasse jedoch
auch die Henne in der Zuchtbox, bis die Jungen selbstständig
geworden sind. Manchmal macht es jedoch Sinn auch in diesem Fall
die Henne zu entfernen, da der Hahn dann besser die Jungen versorgt.
Eine erzwungene Unterbrechung der Eiablage, kann zu Erkrankungen
der weiblichen Fortpflanzungsorgane (Eileiterentzündung
usw.) führen. Deswegen entferne ich schon frühzeitig
den Nistkasten und unterbinde damit, das die Henne sich für
eine weitere Eiablage vorbereitet.
Manchmal ist es erforderlich den Hahn oder die Henne zu entfernen,
weil sie trotz der geschilderten Maßnahme die Jungen weiter
attackieren. Damit die Jungen schneller selbstständig werden
können, stelle ich zusätzlich zu dem Aufzuchtfutter
eine Schale mit Körnerfutter auf. (Das Körnerfutter
wird in meinen Zuchtboxen normalerweise in Futterspendern gereicht,
an welche die Jungen nicht so einfach herankommen.) Wenn ich
erkenne, dass die Jungen sich selbständig ernähren
können, setze ich sie in eine speziell vorbereitete Doppelzuchtbox.
In eine so genannte Absetzbox, Bild Nr. 9.
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Bild Nr. 9
Diese Absetzbox habe ich mit zusätzlichen tief angeordneten
Sitzstangen versehen um den Jungvögeln dass auf der Stange
sitzen zu erleichtern. Bevor ich die ersten Junge einsetze, setze
ich einen alten Hahn in die Absetzbox. Er zeigt den Jungen, wo
sie das Futter und Wasser finden können. Manchmal werden
stark bettelnde Junge von ihm auch gefüttert. Futter in
einem Futtervorratsbehälter und in offenen Schalen sollte
reichlich vorhanden sein. Wasser ist sehr wichtig für die
jungen Wellensittiche. Deswegen habe ich Trinkröhrchen in
der oberen und unteren Sitzstangenreihe angeordnet, damit es
von ihnen einfach zu erreichen ist. Jedes Junge, dass ich in
diese Absetzbox setze tauche ich mit dem Schnabel in den Trinknapf.
Das hilft ihnen, zu erkennen, wo und wie Wasser zu erreichen
ist. Es ist ratsam diesen Vorgang öfters zu wiederholen. |
Wenn junge Wellensittiche
nicht trinken kann das schnell zum Tode führen. Frisch abgesetzten
Jungen sollte abends der Kropf kontrolliert werden. Ist er leer
muss der Jungvogel noch mal zu seinen Eltern zurück gesetzt
werden. Zum Glück füttern sich die Jungen auch untereinander,
so dass man nur selten einen Jungen wieder zurück setzen
muss. Werden die zurückgesetzten Junge von ihren Eltern
nicht mehr angenommen, bleibt keine andere Möglichkeit,
als diese Jungen mit einer Spritze zu füttern. Am günstigsten
ist es, wenn man sich eine 20 ml große Spritze aus der
Apotheke besorgt, diese mit einem Ventilgummi versieht und mit
Futter füllt. Zum Füttern wird das Ventilgummi durch
den Schnabel in den Kropf des Jungvogels eingeführt. Dann
kann das Futter durch vorsichtiges drücken, in dem Kropf
platziert werden. Der Fachhandel bietet entsprechend geeignetes
Futter an. Man sollte sich vor Zuchtbeginn mit einer kleinen
Menge versorgen. Um für alle Fälle gerüstet zu
sein. Ich halte nichts davon, Junge die von einem Paar normal
gefüttert werden auch noch zusätzlich mit einer Spritze
zu füttern. Die Jungen werden zu phlegmatisch, sie betteln
dann nicht mehr stark genug nach Futter. Was das Elternpaar aus
ihrem Futterrittmuss bringt.
Meine Absetzboxen haben eine Länge von 125 cm. Sie werden
mit etwa 20 Jungen besetzt. Bei Beobachtungen habe ich festgestellt,
dass Junge Wellensittiche es lieben eng beieinander zu sitzen
und miteinander zu spielen. Sie fühlen sich sichtlich wohl,
wenn sie eng beieinander sind. Deswegen habe ich für mich
die relativ große Jungvogelzahl für eine Absetzbox
festgelegt und damit gute Erfahrungen gemacht. Die bei vielen
Züchter zu sehende zerstoßene Schwänze und Schwungfederspitzen
der Jungvögel, kommen bei mir kaum vor. An die Absetzbox
habe ich zum Träning für spätere Ausstellungen,
einen Ausstellungskäfig angehängt. Er ist so präpariert,
dass er von der Zuchtbox für die Jungvögel erreichbar
ist und von Außen von mir das Futter eingebracht werden
kann. Siehe Bilder Nr. 9 und
Nr. 10. In diesen Käfig füttere ich Kolbenhirse, kleine
gesteifte Sonnenblumenkerne und auch Körnerfutter. Diese
Ausstellungskäfige tragen erheblich dazu bei, dass sich
meine Wellensittiche auf späteren Ausstellungen ohne Stress
bewegen.
Was kann man tun, wenn Junge von ihren Eltern nicht mehr gefüttert
werden?
Es kommt auch bei mir manchmal vor, dass ein Paar ihre Jungen
nicht mehr füttern will. Ein erstes Anzeichen dafür
ist gegeben, wenn das Aufzuchtfutter nicht mehr in gewohnter
Art aufgenommen wird. Es wird weniger gefressen. Ich habe in
einem solchen Fall gute Erfahrungen gemacht, indem ich dann die
Henne entfernt und für etwa 14 Tage in den Flug gegeben
habe. (Will man die Henne noch für eine weitere Brut nutzen,
hat das für sie gleichzeitig den Vorteil, dass sie sich
für die nächste Runde noch etwas regenerieren kann.)
Der Hahn wird durch die Henne nicht mehr abgelenkt und kümmert
sich wieder um die Jungen. Bis zu etwa 4 Jungen ist das für
ihn ohne Problem zu bewältigen. Er braucht ja auch in dieser
Zeit die Henne nicht mehr zu füttern. Normalerweise füttere
ich in den Zuchtboxen in Futterspendern. Etwa zwei Wochen vor
dem Ausfliegen gebe ich Kolbenhirsestücke in den Nistkasten.
Daran beginnen die Jungen zu fressen. Nach dem die Jungen den
Nistkasten verlassen haben, stelle ich eine offene Schale mit
zusätzlichem Futter in die Zuchtbox. Der Hahn füttert
weiter und zeigt den Jungen wie sie fressen sollen. Die Ursache
für das Verhalten eines Zuchtpaares ihre Jungen, nicht durchgehend
ausreichend zu füttern, ist oft auf eine falsche Vorbereitung
auf die Brut zurück zu führen.
Umsetzen der
Jungen in den Jungvogelflug.
Wen meine Jungvögel mit der Kopfmauser beginnen, das geschieht
etwa mit einem Alter von 2,5 Monaten, setze ich sie von der Absetzbox
Bild Nr. 9 in den Jungvogelflug Bild Nr. 10. Wichtig ist speziell
in dieser Zeit, wo, wie und welches Futter angeboten wird und
das ihnen die Möglichkeit für viel Bewegung gegeben
wird. Meine Jungen Wellensittiche erhalten ihr Futter auf dem
Käfigboden. Wie die Futternäpfe angeordnet sind, ist
in Bild Nr. 11 zu sehen. Diese Anordnung zwingt sie zu den Sitzstangen
hinauf und zu den Futternäpfen herab zu fliegen. Ein Bewegungsrad
animiert sie zu weiteren Flugaktionen. Bewegung ist in der Wachstumsfase
besonders wichtig. Sie fördert die Muskelbildung, eine korrekte
Haltung und allgemein die Widerstandskraft. Auch erfolgt die
Jugendmauser schneller. Bei Wellensittichen, die in geschlossenen
Räumen gehalten werden, spielt das Geburtsdatum für
ihre Entwicklung keine große Rolle. Die zum Jahresende
geborenen, mausern und wachsen etwa in dem gleichen Zeitraum
heran, wie die im Frühjahr geborenen. Sie haben mit etwa
6,5 Monaten ihre Jugendmauser abgeschlossen. Frühestens
mit etwa 9 Monaten haben sie Ihre endgültigen Körpermaße
erreicht. So genannte Spätentwickler brauchen allerdings
über 12 Monate um ganz ausgewachsen zu sein. Wegen der Mauser
ist es erforderlich, dass sie nahrhaftes Futter erhalten. Als
Futter erhalten meine jungen Wellensittiche neben der normalen
Körnermischung, welche ich das ganze Jahr über füttere,
Geschälten- oder Nackthafer, kleine gestreifte Sonnenblumenkerne,
das mit Aufzuchtfutter überstreute Keimfutter, rote Mineralien,
Futterkalk, viel Grit in einer großen Schale und die Überreste
aus den Zuchtboxen, der in der Zucht nicht aufgefressenen Mineralpicksteine.
Darüber hinaus erhalten sie auch noch Vitamine über
das Trinkwasser. Mit einem auf dem Boden angeordnetem Baumstumpf
beschäftigen sich besonders die jungen Weibchen. Das verhindert
auch ein starkes Benagen der Voliere.
Nach dem Umsetzen in den Jungvogelflug beginnt für mich
die schönste und spannendste Zeit der Zuchtsaison. Jetzt
geben sich die Jungvögel, die im Nistkasten gut waren wieder
zu erkennen. Leider stellt man in dieser Zeit auch fest, dass
einige Opaline mit den besten Schauqualitäten, wegen ihrer
schmutzigen Köpfe und Mäntel, dem Ideal nicht entsprechen.
Kurz nach dem Beginn der Kopfmauser, mausert auch das Maskengefieder.
Jetzt kann man erkennen ob die gewünschten Ergebnisse auch
erreicht wurden. Hat ein Wellensittich ein langes Kopfgefieder
mit einer zur Seite und nach oben gerichteten Federwuchsrichtung,
der richtigen Federqualität und eine tiefe Maske mit großen
runden Kehltupfen, dann ist für mich schon ein erheblicher
Teil meines Zuchtzieles erreicht. Ein Wellensittich ohne einen
guten Kopf gepaart mit einer tiefen Maske mit großen runden
Kehltupfen, kann bei der heutigen Konkurrenz auf den Schauen,
nicht mehr gewinnen. Natürlich sind da noch einige andere
Merkmale erforderlich, die einen guten Wellensittich ausmachen.
Es macht in dieser
Zeit Spaß zu beobachten, wie sich die Jungvögel von
Tag zu Tag verändern. Da es dem Zuchtende zugeht und deshalb
die Anzahl der Zuchtpaare immer weniger werden, hat man auch
mehr Zeit für diese Beobachtungen zur Verfügung.
Wie Ihnen bekannt ist, bin ich schon seit Jahren ein Verfechter
und Anwender der kompensierten Linienzucht. Ich bin keineswegs
der Ansicht einiger Autoren die schreiben, dass, wenn man 10%
gute für Ausstellungen geeignete Wellensittiche in einem
Zuchtjahr gezüchtet hat, zufrieden sein kann. Für diesen
kleinen Anteil treibe ich nicht solch einen Aufwand. Nach meinen
Erfahrungen kann und muss ein wesendlich größerer
Anteil von guten Wellensittichen gezüchtet werden, wenn
man sich intensiv bei der Zusammenstellung der Paare mit seinen
Wellensittichen befasst. Nun bin ich nicht gerade ein fleißiger
Aussteller. Mir macht das Ausstellen in den letzten Jahren nicht
besonders viel Spaß. Wellensittiche züchte ich hauptsächlich
für mich. Ich empfinde eine große Genugtuung, wenn
ich gut gelungene Exemplare jeden Tag in meiner Zuchtanlage betrachten
kann. Ich stelle normaler weise nur auf der Niederberg- Schau
und auf der DSV- Bundesschau aus. Und das auch nur um meine Wellensittiche
neben anderen beurteilen zu können. Nur bei einem echten
Vergleich, kann man seine Wellensittiche richtig einschätzen.
Ich denke, wenn man auf diesen Schauen Farbgruppensieger stellt,
ist das schon eine Aussage für die Qualität die man
gezüchtet hat. Zu einem Schausieger gehört neben besonders
guten Wellensittichen auch eine Menge Glück. Wer schon länger
dieses schöne Hobby betreibt, wird sich sicher erinnern,
dass ich dieses Glück auch auf großen Schauen schon
mal hatte.
Auf dem Bild Nr.
10 sind zur Zeit der Aufnahme noch verhältnismäßig
wenige Jungvögel zu sehen.
(Der Jungvogelflug ist für maximal 110 Wellensittiche ausgelegt.)
Das ändert sich natürlich mit fortschreitendem Zuchtverlauf. Doch
selbst bei einem besonders guten Zuchtverlauf höre ich bei maximal 100
jungen Wellensittichen auf zu züchten. Damit ich nicht in Versuchung komme
mehr zu züchten, bestelle ich jedes Jahr nur 100 Ringe.
Bild Nr. 10
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Auf Bild Nr.10 sind auch
zum Teil meine Absetzboxen mit den angehängten Träningskäfigen
zusehen. Auf Bild Nr. 11
sieht man die Anordnung der Futternäpfe. Ein großer
Napf für den Grit ist, weil er in einer Ecke angeordnet
ist, leider nicht zu sehen. Darüber hinaus ist der Fußboden
des Jungvogelfluges zu erkennen.
Bild Nr. 11
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Hier wurden mit Kunststoff überzogene Platten 6 mm dick,
auf 6 cm hohe Leisten genagelt, angeordnet. Die Abmessungen sind
so gehalten, dass bei der Anordnung auf dem Boden ein Spalt vorhanden
ist in welchem sich Federn und Schlauben sammeln können
und die Platten leicht zu Händeln sind. Dadurch ist die
Bodenoberfläche immer relativ sauber. Die Platten werden
von mir einmal in der Woche mit einem Spachtel gesäubert.
Das gleiche System verwende ich auch in meinem daneben liegenden
Altvogelflug.
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