Artikel 18
Die Schausaison
Hans - Jürgen H. Lenk DSV 749 (2002)

Wellensittiche werden aus vielerlei Gründen gezüchtet. Manche möchten eine schöne bunte Schar von Wellensittichen in einer Voliere fliegen sehen, andere legen Wert auf eine schöne Gestalt, Farbe und Zeichnung ihrer Wellensittiche. Man sagt auch, sie züchten Standardwellensittiche die für Schauen geeignet sind. Es gibt auch Züchter, die nur für den Zoobedarf züchten. Jede Zucht hat ihre Berechtigung, trägt sie doch zur Lebens- Qualität betroffener Menschen bei. Selbstverständlich ist, dass in allen Fällen das Wohlbefinden der Wellensittiche im Mittelpunkt steht und berücksichtigt wird. Denn nur mit lebensfrohen und gesunden Wellensittichen können auch gute Zuchtergebnisse erreicht werden. Im Nachfolgenden möchte ich mich mit den Standardwellensittichen befassen, wo und wie sie ausgestellt werden können und einige Möglichkeiten aufzeigen, wie sie planvoll und stressfrei für Schauen vorbereitet werden können. Die Vorbereitung für jede Schausaison beginnt schon zum großen Teil mit der Zucht. Wird doch durch das Zuchtziel und speziell bei den jungen Wellensittichen durch ihre Behandlung der Grundstein für ihr Verhalten auf einer Wellensittichschau gelegt.

Was ist der Sinn von Wellensittichschauen?
Jeder Mensch braucht eine Beschäftigung mit welcher er sich von den Strapazen des Lebens erholen kann. Dafür ist die Beschäftigung mit Wellensittichen besonders gut geeignet. Wer sich einmal darauf eingelassen hat, der kann ermessen wie schön und befriedigend es sein kann. Wellensittichzüchter welche Standardwellensittiche für Ausstellungszwecke züchten, sind zu einem großen Teil des Jahres mit ihrem Hobby, der Zucht, auf sich gestellt. Natürlich möchten sie auch andere an der Freude teilnehmen lassen, die sie empfinden, wenn sie besonders gute Wellensittiche gezüchtet haben. Dafür sind Wellensittichschauen gut geeignet. Hier können Besucher auch sehen, welche Vielfalt von Farben es in der Zwischenzeit gibt. Für Vereine ist eine Wellensittichschau auch geeignet, auf sich aufmerksam zumachen und neue Mitglieder für das schöne Hobby zu werben. Es ist keinesfalls so, dass Wellensittiche aus Profitgier ausgestellt werden. Natürlich freut sich jeder Aussteller über die Medaillen, Pokale und Siege in den vorgegebenen Bewertungsgruppen. Geldgewinne werden in Deutschland sehr wenig angeboten, sie sind nach DSV- Richtlinien auch nicht erlaubt. Auch ist richtig, dass bei Züchtern welche des Öfteren auf Schauen gewinnen, der Preis für einen Wellensittich etwas höher ist. Das ist etwas ganz Normales. Warum soll der Züchter für seine Mühe und Zeitaufwand nicht belohnt werden. In allen Sparten unseres Lebens, hat Qualität seinen Preis. Ein sehr wichtigster Grund für einen ernsthaften Züchter von Standardwellensittichen an Schauen teilzunehmen ist, dass er nur dort durch Vergleich seiner Wellensittiche mit denen der Konkurrenz erkennen kann, ob er mit seiner Zucht auf dem richtigen Weg ist. Deshalb ist es für ihn ein Muss gelegentlich auszustellen.

 

Bild Nr. 1

Präsentation von Siegerwellensittichen auf einer Schau, mit den errungenen Pokalen im Vordergrund.

Der Vorteil dieser Präsentation ist: Die Siegervögel wurden mit ihren Käfigen so aufgebaut, dass sie nicht zu sehr durch die Besucher gestört werden können.

Wer einen seiner Wellensittiche an dieser Stelle (Bild Nr. 1) wieder findet, kann schon stolz sein. Hat sein Wellensittich doch mindestens einen Schaugruppensieg errungen. Dafür muss er schon eine bestimmte Qualität besitzen. Allerdings gehört auch immer etwas Glück dazu. Die Schaudauer sollte maximal 4 Tage, von der Einlieferung bis zur Auslieferung, betragen. Häufig werden in den letzten Jahren mittelgroße Schauen auch als Eintagesschauen abgehalten. Das ist für die Wellensittiche nicht schlecht, hat aber den Nachteil, dass so gut wie kein Sozialleben unter den Ausstellern/Züchtern gepflegt werden kann. Bei großen Schauen ist diese kurze Zeitdauer aus organischen Gründen schlecht möglich. Gut trainierten Wellensittichen macht eine Schaudauer von 3 bis 4 Tagen wenig aus. Länger dauernde Schauen sollten jedoch nicht beschickt werden, weil das bei weniger vorbereiteten Wellensittichen doch sehr an die Substanz geht. Wellensittiche werden vom Weltverband WBO (World Budgerigar Organisation) in genormten Ausstellungskäfigen ausgestellt. Kleine Abweichungen sind bei einzelnen Verbänden noch für die nächsten Jahre zugelassen. Es gibt 2 Größen, einen Käfig für Einzelwellensittiche und Paare und einen Teamkäfig für maximal 4 Wellensittiche. Wie diese aussehen ist auch auf Bild Nr.1 zu erkennen. Die Käfigabmessungen wurden so festgelegt, dass sich die Wellensittiche darin Wohlfühlen und sie sich, wenn sie erschreckt werden nicht verletzen können.
Auf deutschen Schauen dürfen nur Wellensittiche ausgestellt werden, bei denen mit dem Fußring die Selbstzucht nachgewiesen ist. In England können gekaufte und auch Wellensittiche ohne Fußring ausgestellt werden.

Welche Schauen gibt es für Wellensittiche?
Im Prinzip können Wellensittiche auf 5 Schauarten gezeigt werden.

1. Vereinsschauen
Vereinsschauen werden normalerweise von Ortsgruppen, welche die erhebliche Organisations-, und Arbeitsbelastung für offenen Schauen, nicht auf sich nehmen wollen, veranstaltet. Die Konkurrenz ist abhängig von dem Leistungstand der Mitglieder.

2. Offene Schauen
Auf offenen Schauen können in Deutschland alle Züchter unabhängig ihrer Verbandszugehörigkeit, wenn sie die Selbstzucht ihrer Wellensittiche nachweisen, ausstellen. Je nach Beschickung kann die Konkurrenz sehr stark sein.
Einmalig auf der Welt ist die Europaschau in Karlsruhe, wo auch Züchter aus den übrigen europäischen Ländern, teilnehmen können. Leider wird diese Möglichkeit nicht so stark genutzt, wie es von der Bedeutung sein sollte.
Eine weitere Eigenheit ist das Offene Deutsche WS - Derby Berlin. Auf dieser Schau dürfen nur Wellensittiche mit geschlossenen Fußringen des Jahrganges vor dem jeweiligen Derbytermin, ausgestellt werden.

3. Jungvogelschauen
Jungvogelschauen können als offenen Schauen oder als Vereinsschauen ausgerichtet werden. In beiden Fällen dürfen nur Wellensittiche mit Fußringen des laufenden Jahres ausgestellt werden. Sie sind meistens Eintagesschauen und ein gutes Schautraining für die jungen Wellensittiche.

4. Babyschauen
Babyschauen werden üblicherweise nur von Ortsgruppen oder Interessengemeinschaften durchgeführt. Es dürfen hier nur Wellensittiche ausgestellt werden, die noch nicht mit der Mauser begonnen haben. Da sich diese Schauen innerhalb von wenigen Stunden abspielen, sind sie nicht schädlich für die jungen Wellensittiche und ein geeigneter Trainingsbeginn. Vereinzelt gibt es auch Kombinationen zwischen Jungvogelschauen und Babyschauen.

5. Bundesschauen
Bundesschauen werden von den einzelnen Verbänden ausgerichtet. Es dürfen nur Züchter daran teilnehmen, welche dem jeweiligen Verband angehören. Auf diesen Schauen können sich die Züchter qualifizieren. Die Qualifizierung erfolgt nach festgelegten Regeln, welche in den Standards der Verbände nach zu lesen sind. Es gibt einen Auf- und Abstieg in den folgenden aufgelisteten Ausstellerstufen. Diese sind wie folgt gegliedert:

Ausstellerstufen

Der Auf-, und Abstieg in die verschiedenen Ausstellerstufen ist in den Verbänden unterschiedlich geregelt.

Jugend- Stufe   

(bis zum 18. Lebensjahr) Es sind Sonderreglungen möglich. Jugendliche sollten wegen einer besseren Vördermöglichkeit auf allen Schauen separat gerichtet werden

Neuanfänger (nur AZ)

 Aussteller die noch nie ausgestellt haben

Anfänger- Stufe

 Aussteller die noch in keiner Ausstellerstufe erfasst wurden.

Züchter- Stufe

 Aussteller die die Voraussetzung für den Aufstieg in die Züchter- Stufe erreicht haben.

Fortgeschrittene- Stufe

 Aussteller die die Voraussetzung für den Aufstieg in die Fortgeschrittene- Stufe erreicht haben.

Champion- Stufe

 Aussteller die die Voraussetzung für den Aufstieg in die Champion- Stufe erreicht haben.

Ehrenchampion

Dieser Titel wird auf Lebenszeit vergeben, die Züchter stellen auch in der Champion- Stufe aus. Selbst wenn sie nicht ausstellen, können sie nicht mehr absteigen.

Schaukalender
Es ist sinnvoll, wenn schon am Anfang einer Schausaison Klarheit darüber besteht, welche Schauen besucht werden sollen. Die Erstellung eines eigenen Schaukalenders (Eintragungen in einen Jahreskalender), gewährleistet einen guten Überblick. Die dafür erforderlichen Daten können der Fachpresse entnommen werden. Mit diesem Schaukalender hat man es einfacher seine Wellensittiche gezielt auf die jeweiligen Schauen vorzubereiten und bei Verbänden, wo eine Voranmeldung für eine Schau erforderlich ist, diese auch termingerecht einzureichen.

Aussuchen des Schauteams
Natürlich sucht man Wellensittiche aus, die zu mindestens berechtigte Chancen haben in ihren Richtgruppen zu gewinnen. Es sollten die Besten sein, die man gezüchtet hat. Das ist für weniger erfahrene Züchter gar nicht so einfach. Sie haben jedoch die Möglichkeit erfahrene Züchter um Hilfe zu bitten. Wenn sie das nicht wollen, können sie durch die erreichten Ergebnisse auf den erfolgten Schauen selber lernen, worauf es ankommt.
Ich stelle selten zwei Wellensittiche in einer Richtgruppe aus. Da nur der Bessere von den Beiden für mich gewinnen kann. Für die Zucht besonders wertvolle Wellensittiche werden von mir nicht ausgestellt. Wenn man öfters ausstellt, achtet man auch darauf, welcher Preisrichter richtet. Bei manchen Preisrichtern weiß man, wie sie auf bestimmte Situationen reagieren und kann sich deshalb darauf einstellen. Zum Beispiel macht es bei einem Preisrichter, der sehr stark auf Schaukondition achtet keinen Sinn, Wellensittiche auszustellen denen an bestimmten Stellen (zum Beispiel: Maske, Schwanz, Schwingen) einzelne Federn fehlen oder die Mauser noch nicht ganz abgeschlossen ist.
(Zum Beispiel: nicht aufgegangene Federkiele im Kopf- und Nackengefieder) Leider ist es so, dass ein fehlender Kehltupfen von manchen Preisrichtern strenger bestraft wird als eine fehlende Schwanzfeder. Das sollte entsprechend der Richtlinien (bei allen Verbänden) anders sein. Das eine Schwanzfeder fehlt, wird oft gar nicht erkannt und deshalb auch nicht bestraft. Die Wertung von Fehlern ist bei den meisten Verbänden ähnlich. Preisrichter werden auf Tagungen auf eine einheitliche Anwendung eingestimmt. Deshalb wird im Allgemeinen die Mühe der Aussteller, gut vorbereitete Wellensittiche mit möglichst wenigen Mängel auszustellen, auch durch eine korrekte Bewertung gewürdigt. Es ist darauf zu achten, dass Wellensittiche nicht zu oft ausgestellt werden. Maximal 4 Schauen mit entsprechendem Erholungszeitraum sollte die obere Grenze für einen Wellensittich sein, wenn er später auch noch in der Zucht eingesetzt werden soll.

 

Schauvorbereitung
Der Ausstellungskäfig

Das Bild links, zeigt einen WBO- Ausstellungskäfig, welcher von der DSV übernommen wurde.

In der Zeichnung rechts, sind die Abmaße eines Ausstellungskäfigs mit zwei verschiedenen Sitzstangen zu sehen.

 Ab dem Jahr 2010 sind für die DSV nur noch folgende
 Ausstellungskäfige zu verwenden:


 1. WBO - Ausstellungskäfig wie von der WBO spezifiziert.

 2. Ausstellungskäfig mit Innenmaßen und Türverschluss 
     wie in der neben stehenden Skizze. Aus Holz und auch
     aus Kunststoff. Sicherheitsschlösser sind auch erlaubt
     Sitzstangenanordnung durchgehend wie bei dem WBO -
     Ausstellungskäfig jedoch mit zusätzlicher Rosette.
     Schmale Befestigungsleiste für die Bewertungskarte in
     Ausstellungskäfigmitte oben angeordnet.


Zur Schauvorbereitung gehört auch, dass alle Ausstellungskäfige auf ihren Zustand untersucht und falls erforderlich so hergerichtet werden, dass sie zum Ausstellen genutzt werden können. Sitzstangen müssen festsitzen. Sind die Farben beschädigt, müssen sie ausgebessert bzw. der Ausstellungskäfig muss neu gestrichen werden. Natürlich müssen sie auch sauber sein. Es darf keinerlei unerlaubtes Zeichen an einem Ausstellungskäfig angebracht werden. Unerlaubte Zeichen können als Kennzeichnung ausgelegt werden. Solch ein Käfig wird disqualifiziert. Man muss sich darüber im klaren sein, ein Ausstellungskäfig ist das Schaufenster einer Zucht.
Ein Wellensittich ohne Schwanzfedern wird disqualifiziert. Zum Schluss ist zu überprüfen, dass die Schauaufkleber auch richtig ausgefüllt wurden, sie mit der Einlieferungsliste und mit dem im Käfig sitzendem Wellensittich überein stimmen.

                                                                                                                                 Bild Nr. 2  

Wellensittiche können auf verschiedene Weise auf eine Schau vorbereitet werden.
Der Vorgang ist in zwei Bereiche gegliedert:
Der erste Bereich beinhaltet alle Arbeiten, die nötig sind das Aussehen eines Wellensittichs optimal herzurichten. Entfernen oder Beschneiden von Federn ist aber nur im Bereich der Maske erlaubt.
Der zweite Bereich befasst sich mit der Psyche des Wellensittichs. Durch Zuchtauslese und Training soll erreicht werden, dass ein Wellensittich sich im Ausstellungskäfig wohl fühlt und entspannt seine ganze Schönheit zeigt.

Gefieder in Kondition bringen
Es muss erstrebt werden, dass Wellensittiche, welche auf eine Schau geschickt werden, ein vollständiges, sauberes Gefieder haben. Das bedeutet, dass sie komplett durchgemausert sind. Bei jungen Wellensittichen, die in geschlossenen Räumen gehalten werden, spielt das Geburtsdatum für ihre Entwicklung keine große Rolle. Die zum Jahresende geborenen, mausern und wachsen etwa in dem gleichen Zeitraum heran, wie die im Frühjahr geborenen. Jungvögel beginnen mit der Kopfmauser mit einem Alter von etwa 2,5 Monaten.

 

 

 

 

 

 

 

 

Sie haben mit etwa 6,5 Monaten ihre Jugendmauser abgeschlossen. Manche sind in diesem Alter schon so gut entwickelt, dass sie ausgestellt werden können. Die meisten haben jedoch erst frühestens mit etwa 9 Monaten Ihre endgültigen Körpermaße erreicht. So genannte Spätentwickler brauchen über 12 Monate um ganz ausgewachsen zu sein. Damit die Jungen Wellensittiche eine gerechte Chance gegenüber den Alten haben, werden Jung- und Altvögel getrennt ausstellt.
Einfluss auf die Auslösung und Dauer einer Mauser haben die Jahreszeit, Temperaturänderungen, Luftfeuchtigkeit und Ernährung. Die Federneubildung, das Wachstum und der Glanz der Feder bei einem Wellensittich, der für eine Schau vorbereitet werden soll, wird durch Besprühen mit warmem Wasser oder Eintauchen in warmes Wasser im Rhythmus von 2 Tagen positiv unterstützt. Der Wellensittich wird angeregt, sein Gefieder zu putzen und es mit dem Fett aus seiner Bürzel Drüse einzufetten. Dadurch erhält das Gefieder einen besonderen Glanz. Dieser Vorgang sollte 2 bis 3 Tage vor einem Einsatz für eine Schau beendet sein. Dann haben die Federn noch genügend Zeit sich zu ordnen. Das Anfeuchten der Wellensittiche muss immer in den Morgenstunden erfolgen, damit sie Gelegenheit haben bis zur Dunkelheit wieder zu trocknen. Sind sie vor der Dunkelheit nicht vollständig trocken, erkälten sich die Wellensittiche.
Mein Zuchtraum liegt im Keller. Es ist daher für mich besonders wichtig, die Feuchtigkeit so gering wie möglich zu halten. Eingebrachte Feuchtigkeit trocknet in Kellerräumen schlecht aus. So konnte ich bezogen auf das Nassmachen mit folgendem Vorgang das Problem minimieren:
Ich fülle einen 10 Liter Kunststoffeimer mit etwa 6 Liter lau warmen Wasser. Darin gebe ich 6 Tropfen Kinder Shampoo zum Beispiel von der Firma "Bübchen" hinein. Dieses Shampoo reinigt äußerst schonend und verhindert ein Austrocknen der Haut. Die Federn erhalten einen natürlichen Glanz. Jeder für die Schau vor zu bereitende Wellensittich wird von mir jetzt in das Wasser getaucht. Natürlich nur so tief, das der Kopf noch frei bleibt. Bei den Hennen kann der Gesamteindruck wesentlich verbessert werden, wenn die vorstehende Borke an der Nasenhaut entfernt wird. Jetzt brauche ich noch eine Zahnbürste.

 

      Bild Nr. 3  

Mit der Zahnbürste wird das Gefieder über dem Schnabel gereinigt.
(Siehe hierzu Bild Nr. 3.) Danach wird der Wellensittich zum trocknen in die Absetzbox gesetzt. Das in die Hand nehmen und Naßmachen eines jeden Wellensittichs, trägt stark zum Zahmwerden bei. Der beschriebene Vorgang hat sich bei mir als besonders praktikabel erwiesen.

Entfernung von Hauptkehltupfen, Schwanz-, und Schwungfedern
Ist es erforderlich eine Feder zu ziehen, dann ist darauf zu achten, dass das Federbett mit zwei Fingern gut festgehalten wird und immer nur eine Feder mit einem schnellen Ruck in Wuchsrichtung gezogen wird. Nur so empfindet ein Wellensittich kaum einen Schmerz bei diesem Vorgang. Wird das Federbett beim Ziehen verletzt, entzündet es sich und die nachwachsende Feder kann sich nicht richtig neu bilden. Manche Züchter ziehen grundsätzlich zu einem bestimmten Zeitpunkt, die Schwanzfedern und Hauptkehltupfen bei allen Wellensittichen, die für das Schauteam ausgesucht wurden. Die Schwanzfedern sollen sicherer nachwachsen, wenn sie zwei Wochen vor dem Ziehen, etwa zwei Zentimeter vor Eintritt in den Körper, abgeschnitten wurden.

 

Man sagt sie trocknen dann aus. Auf keinen Fall soll man beide Schwanzfedern gleichzeitig ziehen.
Die zweite Schwanzfeder soll erst gezogen werden, wenn die erste schon zu 2/3 wieder nachgewachsen ist. So erhält die nachwachsende Schwanzfeder immer einen Schutz vor Beschädigungen. Der Zeitpunkt muss natürlich so gewählt werden, dass beide Federn bis zum Schautermin wieder nachwachsen können. Bei dieser Methode hat man normaler weise die Gewissheit, dass zu dem gewünschten Schautermin diese Federn vorhanden sind. In den letzten Jahren kommt es allerdings häufig vor, dass speziell die gezogenen Schwanzfedern nicht mehr nachwachsen. Aus diesem Grund verzichte ich auf das Ausziehen dieser Federn. Auch auf die Gefahr, dass ich einen Wellensittich mal nicht ausstellen kann, weil er seine Schwanzfeder durch Mauser verloren hat. Bei den Schwungfedern ist die Gefahr nicht so groß, dass sie nicht mehr nachwachsen. Trotzdem ist besondere Vorsicht beim Ziehen geboten. Um beste Schaukondition erreichen zu können, müssen leider alle abgebrochenen Federn gezogen werden, damit sie wieder nachwachsen können..

Für die Neubildung der betroffenen Federn müssen folgen Zeiten berücksichtigt werden:

 Federart

benötigte Wachstumszeit

Je langen Schwanzfedern

ca.10 Wochen

Je Schwungfedern

ca.  8 Wochen

Je kleine Feder wie Kehltupfen oder Unterbauchfeder

ca.  3 Wochen

Bild Nr. 4

 

Schautraining
Einfluss auf das Schauverhalten hat man schon bei der Zusammenstellung der Zuchtpaare. Hier sollte versucht werden, ein gutes Schauverhalten durch Zucht in seinem Stamm zu festigen.
Das Schautraining beginnt für einen Wellensittich schon wenige Tage nach dem er aus dem Ei geschlüpft ist. Durch vieles in die Hand nehmen wird ihm die Scheu vor den Menschen genommen. Ist er dann selbstständig geworden, kommt er in eine so genannte Absetzbox. Das ist eine Doppelzuchtbox von welcher der Trennschieber entfernt und mit einem speziell für diesen Zweck präpariertem Ausstellungskäfig bestückt wurde. Wie in Bild Nr.4 zu sehen. Es muss dafür gesorgt werden, dass die Jungen Wellensittiche nicht verwildern, sich wohl fühlen und einen

Ausstellungskäfig ohne Scheu aufsuchen. Durch die Fütterung von Kolbenhirse, Sonnenblumenkerne und andere Leckereien im Ausstellungskäfig wird dieser von ihnen sehr gerne aufgesucht. Es ist ratsam abwechselt die Jungen bei jedem Aufsuchen des Zuchtraumes mit der Hand zu berühren. Das lassen sie sich in diesem Alter gerne gefallen und wenn sie daran gewöhnt sind, stört es sie später auch nicht mehr. Mit einem Alter von etwa 2,5 Monaten sollten sie in einen Flug gesetzt werden. Damit sie Gelegenheit erhalten ihre Flugmuskeln auszubilden. Etwa 10 Wochen vor der ersten Schau, sollten sie dann wieder an einen engeren Raum gewöhnt werden. Das kann die vorher schon erwähnte Absetzbox sein. Dann dürfen aber keine Teile wie zum Beispiel farbige Mineralien vorhanden sein, mit denen das Gefieder verschmutzt werden kann. In dieser Zeit soll auch wieder etwas Gewicht angefüttert werden. Normalerweise nehmen sie in der ersten Woche ab. Dann aber wieder zu. Für länger dauernde Schauen ist es von Vorteil, wenn sie gewichtlich etwas zusetzen können. Manche fressen auf den Schauen in dem Ausstellungskäfig nicht so gut.

Jetzt kann auch eine Spezialbehandlung für die Schau beginnen.
Bei jedem Aufenthalt im Zuchtraum, sollten einige junge Wellensittiche für kurze Zeit (etwa 5 bis 10 Minuten) von der Absetzbox in einen Ausstellungskäfig gesetzt werden. Das kann geschehen, wenn andere Arbeiten im Zuchtraum ausgeführt werden. Auch sollte man ihnen zwischendurch mit einem Richtstab zeigen, wie sie auf die Sitzstange kommen. Ein gutes Training besteht auch darin, dass die Wellensittiche Besuchern der Zuchtanlage in einem Ausstellungskäfig gezeigt werden. Sie werden dabei auch an mehrere Leute gewöhnt.
Alte Wellensittiche, die schon mindesten eine Schausaison hinter sich haben, brauchen nicht mehr intensiv trainiert werden. Schädlich ist es aber sicherlich nicht, wenn man auch sie ab und zu für kurze Zeit in einen Schaukäfig setzt. Normalerweise kennen sie die Prozedur aus ihrer Jungvogelzeit. Bei ihnen reicht es aus, wenn sie etwa 2 Wochen vorher eng gesetzt werden. Natürlich müssen sowohl bei den alten als auch bei den jungen Wellensittichen die Federn so früh überprüft und gezogen werden, dass sie auch noch Gelegenheit haben, vor der geplanten Schau wieder voll nachzuwachsen. Auch muss das Anfeuchten der Federn bei den Alten erfolgen. Zum Trocknen müssen die Altvögel in eine Box gesetzt werden, da im Flug die Gefahr besteht, dass sie auf die oberen Stangen klettern. Von dort herunterfallen und weil sie nicht fliegen können, so unglücklich auf dem Boden auftreffen und sich ein Bein brechen.

Trimmen der Maske
Gut getrimmte Masken sind die halbe Miete zum Erfolg.

Zum Trimmen werden gebraucht:
Eine gut schneidende gerade Stickschere und eine
sauber fassende Pinzette.

 

 

 

  Bild Nr. 5

  Bild Nr. 6

Das Trimmen der Maske ist eine Kunst für sich. Manche Aussteller zupfen die überzähligen Kehltupfen mit einer Pinzette aus. Andere Schneiden sie mit einer Schere ab. Ganz geschickte können die Maske ohne Werkzeug nur mit den Fingern Trimmen. In allen Fällen muss man darauf achten, dass auch die richtigen Kehltupfen stehen bleiben. Das Beschneiden hat den Vorteil, dass es länger hält und man somit in der Lage ist, den Wellensittich über einen längeren Zeitraum mit nur kleinen Korrekturen an der Maske auszustellen. Das Herrichten der Maske kann auch relativ unabhängig von dem Schautermin geschehen. Man hat dadurch weniger Stress kurz vor dem Ausstellungstermin.
Ich habe die Erfahrung gemacht, dass man das Beschneiden am besten zu zweit durchführt. Einer sucht den zu entfernenden Kehltupfen mit einer Pinzette heraus und hält dem anderen diesen zum abschneiden hin. Wenn der Schnitt dicht am Körper des Wellensittichs erfolgt, sieht es besser aus, als wenn die Schnittflächen der Federn noch zu sehen sind. Man erreicht ein ähnliches Sichtbild wie beim Zupfen. Auf den Bildern 5 und 6, welche auf verschiedenen Schauen gemacht wurden, ist einer meiner A.- Schecken dargestellt. Seine Farbe ist Grau wie auf Bild Nr.6 zusehen. Auf beiden Bildern ist der selbe Wellensittich zu sehen. Das er auf dem Bild Nr. 5 fast dunkelblau aussieht liegt an dem Film. Ich habe diese Bilder gewählt, weil man hier gut erkennen kann, dass Kehltupfen in Position liegen bleiben können, auch dann, wenn ein Wellensittich seine Körperhaltung verändert. Wir sollten versuchen die Federn die stehen bleiben müssen, so aus zu suchen, dass wir diesen Effekt erreichen.

 Bild Nr. 7

  Bild Nr. 8

 

 

 

Wenn keine Erfahrung für das Trimmen von Masken besteht, lässt man sich von einem erfahrenden Züchter zeigen worauf es beim Trimmen ankommt und wie man vorgehen sollte. Das hilft manchem mehr, als wenn er es nach einer Beschreibung durch führen muss. Danach ist es nötig, dass so lange geübt wird, bis man es kann. Zum Üben sollte man sich Zeit lassen. Es werden Wellensittiche heraus gefangen, welche nicht zur Schau gehen. Das kann auch in einer Zeit geschehen, in der keine Schauen sind. Auch sollte man für diesen Fall die Kehltupfen zupfen und nicht schneiden da die gezupften Kehltupfen wesentlich schneller wieder nachwachsen.

Sie sind nach knapp 2 Wochen schon wieder zu sehen. Mit etwa 3 Wochen sind sie dann voll wieder ausgewachsen.

Öffnen von Federhülsen
Einzelne Federhülsen im Kopfgefieder und Nackenbereich, welche sich noch nicht rechtzeitig geöffnet haben, können durch vorsichtiges überstreifen mit der Seitenkante einer Pinzette geöffnet werden. Durch das Abstreifen der Federumhüllung wird das Öffnen der Feder stark beschleunigt.

 

        Bild Nr. 9

Glättung der Schwanzfedern und Schwungfedern
Manchmal kommt es vor, dass an einem unserer Ausstellungsvögel kurz vor der Schau eine Schwanzfeder oder Schwungfeder einknickt. Durch das Eintauchen in heißes Wasser, siehe Bild Nr.9, kann das korrigiert werden. Die Federn werden nach dem Trocknen wieder gerade.

Angebrochene oder angeknickte Federn
Angebrochene oder angeknickte Federn können auch wirksam wie folgt repariert werden:
Ein Teelöffelschaftende wird mit einem Feuerzeug stark erwärmt und dann an Knickstelle gehalten. Durch diesen Vorgang erfolgt eine Art der Verschmelzung / Verschweißung der Federknickstelle. Die Feder ist wieder stabil.

In England habe ich einmal gesehen, dass dies auch mit einer glühenden Zigarette gemacht wurde indem man das glühende Ende so dicht an die Federknickstelle hielt, dass die Wärme in der Feder wirken kann. Ich halte Letzteres jedoch für zu gefährlich, für Züchter die so etwas noch nicht gesehen und geübt haben.

Was ist zu tun, wenn wir kurz vor einer Schau Blut an einem Wellensittich entdecken?
Ist ein Wellensittich optimal vorbereitet, dann ist die Gefahr dass Federn zu bluten anfangen gering. Gute Schaukondition bedeutet in den meisten Fällen aber auch, dass Wellensittiche auch in einer guten Zuchtkondition sind und den Drang verspüren sich zu paaren. Dabei kommt es dann zwangsläufig zu Beißereien, die überwiegend von den Wellensittichweibchen ausgehen. Wenn man das verhindern will, müssen die zur Schau vorzubereitenden Wellensittiche nach Geschlechtern getrennt untergebracht werden. Aber auch ein sich neu bildender Federkiel kann beschädigt werden und anfangen zu bluten. Dies geschieht meistens auf der Fahrt zur Einlieferung zu einer Schau. Hier muss dann sofort reagiert werden. Auf keinen Fall sollten wir zum Entfernen von Blut, warmes Wasser verwenden. Warmes Wasser bewirkt, dass das Blut tief in die Federn einzieht. Es ist dann kaum noch zu entfernen. Blut verschmierte Stellen dürfen nur mit kaltem Wasser unter einem Wasserhahn ausgespült oder mit einer Zahnbürste ausgebürstet werden. Je nach dem Umfang der Blutung, muss man bei manchen Wellensittichen diesen Vorgang mehrmals wiederholen. Dies gilt natürlich auch, wenn wir blutende Wellensittiche zu Hause entdecken. Bei der Einlieferung müssen natürlich auch die Blut verschmutzten Käfige gesäubert werden. Deswegen ist es ratsam, wenn man zu jeder Einlieferung für eine Schau auch eine Zahnbürste und einen Schwamm oder ein Tuch mitnimmt.

Transport der Wellensittiche zu und von einer Schau
Es ist für die Gesundheit unserer Wellensittichen schon von Bedeutung, dass man sich Gedanken darüber macht, wie sie am besten zu transportieren sind. Wir wollen ja nicht, dass sie beim Transport erkranken. Im Sommer kann die Wärme, im Winter die Kälte ein Problem sein. Ganz speziell ist auf eine mögliche Zugluft zu achten, die in jeder Jahreszeit vorhanden sein kann. Gegen Zugluft sind Wellensittiche besonders empfindlich. Früher wurden fast alle Ausstellungskäfige in einzelnen Kartons zur Schau transportiert. Das hatte den Vorteil, dass sie im Auto optimal gestapelt werden konnten und bewirkte zusätzlich, dass nicht überall im Auto Körner herumlagen. Der Nachteil bestand darin, man konnte immer nur zwei Stück tragen. Heute werden die Wellensittiche überwiegend in Taschen, die vier Ausstellungskäfige aufnehmen können, transportiert. Das erleichtert erheblich den Transport und verkürzt die Transportzeit vom Auto zur Ausstellungshalle, da man dadurch acht Käfige gleichzeitig tragen kann. Bananenkartons haben die Abmessungen zur Aufnahme von vier Käfigen und sind deswegen auch im Gebrauch. Sind aber nicht so einfach zu händeln. Taschen und auch Bananenkartons haben aber den Nachteil, das der Platz im Auto nicht optimal genutzt werden kann. In den Taschen sind die Wellensittiche sicher gegen Zugluft geschützt. Es gibt natürlich auch noch andere Möglichkeiten Ausstellungskäfige geschützt zu transportieren. An heißen Sommertagen ist darauf zu achten, dass die Wellensittiche auf dem Transport auch noch genügend Frischluft bekommen. Ist die Einlieferung schon anstrengend, so kann die Auslieferung einem manchmal die Lust am Ausstellen verderben. Bei der Einlieferung werden die Ausstellungskäfige an der Annahmestelle abgegeben.
Von dort werden sie von den Schauhelfern an die für sie in der Halle vorgesehenen Plätze gebracht. Bei der Auslieferung müssen alle Aussteller ihre Vögel selber einsammeln. Die meisten suchen sich einen Platz in der Halle, möglichst nahe an der Auslieferung aus, wo sie ihre Ausstellungskäfige sammeln können. Bei der Auslieferung muss von dem Veranstalter überprüft werden, ob jeder Aussteller auch die Käfige und Wellensittiche mit nimmt, die er eingeliefert hat. Sie können sich vorstellen, was das bedeutet, wenn so etwa 18 Käfige oder auch mehr bis zur Ausgabestelle so transportiert werden müssen, dass jeder einzeln überprüft werden kann. Hat man dann noch das Pech mit einem der rücksichtslosen Ausstellern, die sich immer vor drängeln müssen und keinem Streit aus dem Wege gehen zusammen zu treffen, dann kann die davor liegende schöne Zeit schnell vergessen sein. Viel Hektik kann dadurch vermieden werden, in dem man einen Einsammelwagen nutzt, ähnlich wie er in Bild Nr. 10 dargestellt ist. Mit so einem Wagen fährt man in der Ausstellungshalle durch die Käfigreihen und sammelt seine Ausstellungskäfig ein. Der Wagen sollte so konzipiert sein, dass es möglich ist in der Grundfläche 2 Ausstellungskäfige nebeneinander und mehrere hintereinander an zu ordnen. Werden die Sichtfläche der Ausstellungskäfige zu beiden Seiten nach Außen angeordnet, dann können sie später ohne dass man sie berühren muss, so wie sie auf dem Wagen stehen bei der Auslieferung leicht überprüft werden. Wird eine zu hohe Stapelung genutzt, sollten die Käfige durch eine Gummispinne gesichert werden.
Nach erfolgter Ausgangsprüfung können dann die Käfige in die Taschen verpackt und in aller Ruhe zum Auto getragen und verstaut werden. So kann auch das Ende einer Schau ohne Stress ablaufen.


Bild Nr. 10

Wenn die beiden Sperrholz- platten B um 90 ° hoch     geklappt und die beiden Sperrholzplatten C als Sicherung gegen zurück- klappen der beiden Sperrholzplatten B, vertikal gestellt wurden, ist der  Ausstellungskäfigtransport - Einsammelwagen einsatz- bereit.

Ausstellungskäfigtransport- Einsammelwagen
Den auf Bild Nr.10 dargestellten Ausstellungskäfigtransport- Einsammelwagen habe ich nach meinen Bedürfnissen konzipiert. Für die nächste Schausaison werde ich mir diesen bauen. Er hat im zusammengeklapptem Zustand Abmessungen, die es ermöglichen ihn leicht und Platz sparend zu transportieren. Auf ihm können auf beiden Seiten je 3 (4) Ausstellungskäfige (Länge 356 x 161 Breite x 307mm Höhe) mit dem Gitter nach Außen gestellt werden. (Für die Länge des Wagens wurden Käfigmaße ohne Türschloss eingesetzt.) In der Höhe können 3 Lagen gestapelt werden. Er hat also Platz für 18 Ausstellungskäfige für und für *24 Ausstellungskäfige wenn man ein Brett für eine Wagenlänge von 1650 mm einsetzt. 18 Ausstellungskäfige sind für mich ausreichend, da ich selten mehr Wellensittiche ausstelle.
(Zur Not kann noch eine Lage zusätzlich und darauf auch noch ein bis zwei Teamkäfige gestellt werden. Dann sollten die Käfige für den Transport jedoch durch eine Gummispinne gesichert sein.)

* 24 Käfige sind wenn man einen Transporttascheninhalt von 4 Ausstellungskäfige berücksichtigt günstiger. Bei einem Längenmaß (1650 mm) ist auch noch Platz für ein Türschloss an den Ausstellungskäfigen (max. 45,2 mm)

(Für die Anfertigung der beschriebenen Ausstellungskäfigtransport- Einsammelwagen wird das nachfolgend aufgeführte Material benötigt.

Material

 1 Tischlerplatte ........   .320 x 1250 x 16 mm für 18 Käfige
    oder (1 Tischlerplatte
.320 x 1650 x 16 mm für 24 Käfige)
 2 Sperrholzplatten
..   ...300 x 1000 x ..9 mm
 2 Sperrholzplatten
..   ...150 x ..150 x ..9 mm
 1 Vierkantholz
.......,,   ..320 x ...25 x .25 mm
 1 Vierkantholz
........   ...320 x ...25 x .35 mm
 4 Lenkrollen 45 x 19 mit Platte 42 x 42, Traglast je 40 kg
   (etwas größere Räder aus Gummi sind günstiger)
 6 Schatullenscharniere 30 x 19 mm

 Diverse Holzschrauben zur Befestigung der 4 Lenkrollen und
 der 6 Schatullenscharniere.
 Holzleim zum Leimen der beiden Vierkanthölzer.
 Gummispinnen mit Befestigungsmöglichkeit.

 

 

 Wer den Wagen anstreichen möchte, braucht natürlich auch
 noch Farbe.


Belastungsmöglichkeit
Der Wagen mit seinen 4 Lenkrollen kann einschließlich seines Eigengewichtes mit 160 Kg belastet werden.

 1 Ausstellungskäfig wiegt = 1,8 ..kg
. .Futter........................ . = 0,75 kg
 1 Wellensittich
...............= 0,07 kg
..................................  ..= 2,62 kg
 

        18 Ausstellungskäfige wiegen demnach 18 x 2,62 kg = 47,16 kg.
        24 Ausstellungskäfige wiegen demnach 24 x 2,62 kg = 62,88 kg.

Wie Sie erkennen können ist der Ausstellungskäfigtransport - Einsammelwagen ausreichend dimensioniert. Auch wenn man wie geschildert noch zusätzliche Käfige draufstellt.

Ausstellungskäfigtransport- Einsammelwagen
(Praktische Nutzung)
 

 

 Bild Nr.11

 

Auf den nebenstehenden Bildern ist der Prototyp des Ausstellungs- käfigtransport- Einsammelwagen (kurze Länge) zu sehen. Diesen Wagen habe ich erstmalig auf der 48. DSV Bundesschau 2006 eingesetzt. Die Nutzung war so wie ich sie mir vor gestellt hatte. Doch werde ich die zurzeit eingebauten Kunststoffräder gegen etwas größere Gummiräder auswechseln, weil diese besser rollen. Das besonders, wenn man außerhalb der Halle fahren will.

Bilder Nr. 11 und 12:
Werner Schiller in meinem Auftrag


 

 

 

 

 

              

    Bild Nr.12

 

Auf dieser Ausstellung hatte ich 12 Käfige ausgestellt. Es ist zu erkennen, dass man ohne Probleme noch eine Lage (6 Käfige) darüber stellen kann. Zur Not auch noch eine zweite Lage, also insgesamt 24 Stück.

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