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Gelbgesichter,
eine interessante Mutation.
Hans
- Jürgen H. Lenk DSV 749 (2003)
Immer, wenn ich bewusst
mit einer Mutation züchte, versuche ich heraus zu finden
wie sie vererbt, welche Eigenheiten sie besitzt und wie diese
für die Verbesserung meines Stammes zu nutzen sind.
Die Gelbgesichter sind eine Mutation welche in verschiedenen
Ländern etwa 1930 gleichzeitig
erschien und die einst eine ziemliche Verwirrung unter den Züchtern
in der Wellensittichwelt bewirkte. Bis zu ihrem Erscheinen galt
es als sicher, dass es nicht möglich war, sowohl blaue als
auch gelbe Farbe im Körpergefieder an einem Wellensittich
zuhaben, weil beide Farben normaler weise notwendig sind, einen
grünen Wellensittich optisch erscheinen zu lassen. Es hat
sich gezeigt, dass das Gelb von hellgelb zu einem tiefen dunkelgelb
Gelb, je nach Mutation, variieren kann. Da das Gelb sich bei
manchen Wellensittichen nicht nur auf die Maske beschränkt,
gibt es diesen Wellensittichen durch die unterschiedliche Farbanhäufung
ein einzigartiges Erscheinungsbild, welche speziell in der letzten
Zeit viele Züchter besonders attraktiv finden.
Wie entsteht
ein Gelbgesicht?
Selbst in der heutigen
Zeit sind sich die Spezialisten nicht einig, wie sich die Gelbgesichter
genetisch erklären lassen. Es scheinen viele Züchter
und auch einige Autoren zu glauben, dass Gelbgesichter, gewöhnliche
blaue Wellensittiche mit einem Zusatzfaktor sind, der bei ihnen
den gelben Kopf mit Maske und anderen gelben Farbanteilen im
Körper bewirkt. Dieses Missverständnis ist offensichtlich
auch der Grund, warum einige Autoren Gelbgesichter als dominant
vererbend klassifizieren. Das stimmt jedoch nur dann, wenn man
sie mit Wellensittichen der Blaureihe verpaart.
Ich muss gestehen, dass auch ich der Meinung war, bevor ich mich
näher mit der Mutation befasst habe. Meine praktischen Zuchterfahrungen
stimmen zum größten Teil mit denen von dem englischen
Buchautor Ken Gray welcher das Buch Rainbow Budgerigars
geschrieben hat, überein. Auch teile ich dessen Theorie.
Die Unterschiede über die Entstehungstheorie der Gelbgesichter
sind zwar für einen Züchter, der nur nach Gefühl
züchtet, nicht so sehr von Bedeutung. Die Anderen sollten
jedoch wissen, wie ein Gelbgesicht genetisch zu beurteilen ist
und was sich auf dem Gebiet der Vererbung wirklich abspielt,
damit Verpaarungsergebnisse besser verstanden und richtig genutzt
werden können.
Die Vererbungstheorie
Eine der ersten Regeln
in der Wellensittichgenetik, die man sich einprägen muss
ist, dass bestimmte Wellensittiche spalterbig für andere
Farben sind. Das bekannteste Beispiel dafür ist, dass grüne
Wellensittiche spalterbig für blaue Wellensittiche sein
können. Es steht weiter fest, dass blaue Wellensittiche
niemals spalterbig für grüne Wellensittiche sein können.
Ein grüner Wellensittich hat zwei Hauptfarben, Gelb und
Blau. Fehlt einem Wellensittich die Hauptfarbe Gelb, dann ist
es ein Blauer. Diese Tatsache bestätigt sich auch bei dem
Ausdruck eines Bildes dann, wem an einem Tintendrucker in der
Druckpatrone das Gelb verbraucht ist. Es wird uns eindrucksvoll
vorgeführt, dass der auf dem Bild zu sehende grüne
Wellensittich als Blauer ausgedruckt wird.
Unzweifelhaft vererben Gelbgesichter rezessiv gegenüber
Grünen. Es ist auch durch Zuchtergebnisse bewiesen, dass
grüne Wellensittiche für Gelbgesichts- Mutationen spalterbig
sein können. In der gleichen Art, wie es für gewöhnliches
blaue Wellensittiche der Fall ist. Neu gegenüber älteren
Annahmen ist, dass in der Vererbung Gelbgesicht an Blau gebunden
ist. Danach ist weiter fest zu stellen, dass ein grüner
Wellensittich niemals 2 Faktoren in seinem Erbgut für eine
Gelbgesichtmutation haben kann. (Gelbgesicht vererbt an blau
gebunden.) Sonst wäre er nicht visuell grün.
Wenn wir akzeptieren,
dass ein weisgesichtiger blauer Wellensittich, ein grüner
Wellensittich ist, bei dem die Möglichkeit gelbes Pigment
zu produzieren, fehlt.
Dann können
gelbgesichtige blaue Wellensittiche nur als grüne Wellensittiche
angesehen werden, bei denen in bestimmten Bereichen des Gefieders
die Produktion des gelben Pigments unterdrückt wird.
Der Umfang an
Unterdrückung und damit die Menge an blauem Gefieder hängt
davon ab, um welche Gelbgesichtsmutation (europäische Mutation
oder australische Mutation) es sich handelt und ob das Mutationsgen
in einzelner Dosis (Einzelfaktor) oder in doppelter Dosis (Doppelfaktor)
vorhanden ist. Praktisch ergibt sich auch ein anderes Aussehen
dadurch, ob von nur einem Elternteil oder von beiden Elternteilen,
ein oder zwei Gene für Gelbgesicht auf die Nachzucht übertragen
werden und ob verschiedene Gelbgesichts- Mutationen gemischt
werden.
Welche Gelbgesichtmutationen sind bekannt?
Gelbgesichter haben mehrere visuelle Erscheinungsformen.
Es existieren zwei europäische und eine australische Mutation.
Alle Mutationen der Gelbgesichter gibt es sowohl Einzelfaktorig,
als auch Doppelfaktorig.
Einige
Spezialisten gehen, weil die europäischen Gelbgesichter
der Mutation II, der doppelfaktorigen Australischen- Mutation
sehr stark ähnlich ist, davon aus dass es sich um die gleiche
Mutation handelt. Ich kann mich dieser Meinung nicht anschließen.
Im
Folgenden möchte ich nur die markanten Unterscheidungsmerkmale
aufzeigen. Die Musterbeschreibungen für die einzelnen Gelbgesichts-
Mutationen können in den Standards der Verbände nachgelesen
werden.
Europäische Mutationen
Bei den europäischen Mutationen gibt es die so genannten
Mutationen I und II.
Gelbgesichter der Mutationen I haben auch nach der Mauser nur
eine gelbe Maske und Gelbanteile in den Schwanzfedern. (siehe
Bild Nr.1) Verpaart man zwei Wellensittiche dieser Mutation I
untereinander, so erscheint hier ein gewisser Prozentsatz doppelfaktoriger
Gelbgesichter. Welche allerdings ein weißes Gesicht haben
und von normalen blauen Wellensittichen nicht zu unterscheiden
sind. Diese Tatsache kann dazu führen, dass durch Verpaarungen
von zugekauften Wellensittichen auch Gelbgesichter auftauchen,
die der Züchter gar nicht haben wollte.
Gelbgesichter
der Mutation II gibt es sowohl als Einzelfaktorige, als auch
als Doppelfaktorige.
Einzelfaktorige haben nach der Mauser zusätzlich zu dem
gelben Gesicht auch einen Überhauch von gelb im gesamten
Körpergefieder. Dadurch erhält ein blauer Wellensittich
ein grünliches Aussehen.
|
Bei
den doppelfaktorigen Gelbgesichtern erscheint das gelb nur in
der Maske mit Gelbanteilen in den Schwanzfedern. Besonders farbintensive
Gelbgesichter dieser Mutation wurden in England auch Goldgesichter
genannt.
Australische Mutation
Bei der australischen Mutation, die uns mit der Einführung
der Spangle erreichte, gibt es auch einzelfaktorige und doppelfaktorige
Gelbgesichter. Allgemein ist festzustellen, dass das Gelb wesentlich
intensiver als bei den europäischen Mutationen ist.
Bei den einzelfaktorigen Gelbgesichtern (siehe Bild Nr.2) verbreitet
sich das gelb über den gesamten Körper. Solche Gelbgesichter
sind nach mehreren erfolgten Mausern kaum noch von Wellensittichen
der Grünreihe zu unterscheiden. |
....Bild
Nr. 1
....1,0 E GG Mauve
....europäischen Mutationen I
...6,5 Monate
...Ring Nr. DSV 749-024-02-749 |
 |
Nur bei Einigen bleibt die Ursprungsfarbe
unter den Flügel bestehen. Graue Gelbgesichter sehen wie
Graugrüne und blaue Gelbgesichter sehen wie Grüne aus.
Auch diese Tatsache kann dazu führen, dass durch Verpaarungen
von zugekauften Wellensittichen auch Gelbgesichter auftauchen,
die sowohl der Züchter als auch der Käufer als solche
nicht erkannt hat. Bei den doppelfaktorigen Gelbgesichtern erscheint
das gelb wie bei den Wellensittichen der europäischen Mutation
I und den doppelfaktorigen Gelbgesichtern der Mutation II, nur
in der Maske mit Gelbanteilen in den Schwanzfedern. Sie entsprechen
in ihrem Aussehen auch den englischen Goldgesichtern.
 |
Bild Nr. 2
1,0 Op A GG dunkelblau EF/z
Mutation, Einzelfaktorig
Ring Nr. DSV 749-063-98-749
Weitere Bilder von meinen
Wellensittichen
siehe auf den Seiten Zuchtvögel
und Jungvögel |
Ich kam ohne den Vorsatz sie
zu kaufen, zu den Gelbgesichtern.
Das geschah wie folgt:
Das erste Gelbgesicht das ich in meine Zucht einsetzte, war ein
1,0 einzelfaktoriges Europäisches Gelbgesicht Albino
Mutationen II,
Ring Nr. CS 01 008- 91. Es war der einzige
Ino den ich für die Verbesserung meiner Lutinos von dem
Züchter Jac Cyten aus Holland kaufen konnte. Das war im
Jahr 1991.Heute sind diese Gelbgesichter schon lange ausgegliedert,
weil mein Zuchtziel Lutinos und keine Gelbgesichter oder Albinos
ist. Der zweite Anlauf hatte einen
ähnlichen Zwang. Um meine Zucht auf eine breitere Basis
von Manneswellensittiche zu stellen, kaufte ich Mitte Dezember
1995 drei Paare von dem Züchter Franz Wevers DSV Nr. 1620. |
Dieser hatte wie allgemein bekannt war, zu der Zeit nur Manneswellensittiche
in seiner Zucht und die Preise waren relativ günstig. Von
den Hennen, die ich erwerben konnte, gefielen mir eine Hellgrüne,
eine Australische- Gelbgesichts einzelfaktorige Dunkelblaue und
eine Australische Gelbgesichts einzelfaktorige Zimthellblaue.
Da ich schon lange in meiner Zucht nicht mehr auf eine bestimmte
Farbe achte und nur die Qualität maßgeblich ist, kaufte
ich sie. Wie sich später heraus stellte, war die hellgrüne
Henne auch noch spalterbig in Australisches Gelbgesicht. So hatte
ich auf einen Schlag zwei einfaktorige Australische Gelbgesichter
und eine spalterbige Henne. Die Nachzuchten waren gute Typwellensittiche,
so kam ich diesmal nicht auf die Idee, diese aus meinem Stamm
wieder auszugliedern. Ende September 1998 kaufte ich noch eine
Australisch- Gelbgesichts einzelfaktorige Tex. Clearb. Graue
Henne von Herrn Mannes.
Sowohl von den australischen Gelbgesichtern, die ich bei Herrn
Wevers gekauft hatte, als auch von der Henne die ich bei Herrn
Mannes gekauft hatte, erschienen in später von mir durchgeführten
Verpaarungen auch europäische Gelbgesichter.
Wenn man Einfluss darauf hat, sollte versucht werden die einzelnen
Gelbgesichtmutationen getrennt zu halten. Da sonst Farbkombinationen
auf treten können, die schwer einzuordnen und dadurch für
eine bewusste Zucht nicht gut einsetzbar sind.
Im Folgenden möchte ich Hilfestellung leisten und aufzeigen
wie man sich über den Zuchtwert, was die Farbausbildung
anbelangt, aussagekräftige Informationen erstellen kann.
Angaben für Berechnungen:
Wer feststellen will, welche der Gelbgesichtsverpaarungen
ihm am nützlichsten sind, der kann sich mit den folgenden
Informationen gut helfen.
Bezeichnungen:
Gelbgesichts- Mutationen = GG
(wird bei Farbbezeichnungen verwendet.)
Europäisch =
e
Australisch =
a
Gelbgesicht allgemein = YY oder
Yy,
Europäische Mutation I = Ye1Ye1
oder Ye1y,
Europäische Mutation II = Ye2Ye2
oder Ye2 y,
Australische Mutation = YaYa
oder Yay. (wird bei Berechnungen verwendet.)
Vererbungseinheiten:
|
Faktor |
Farbe /
Mutation |
Vererb. Symbol |
Bemerkung |
|
einzelfaktoriges |
Gelbgesicht
Normal hellblau |
OnOn fYfy bb |
|
|
doppelfaktoriges |
Gelbgesicht
Normal hellblau |
OnOn fYfY bb |
|
| |
Normal
hellgrün spalterbig in Gelbgesicht |
OnOn FyfY bb |
|
| |
Normal
hellgrün |
OnOn FyFy bb |
für
Gelbgesichtsberechnungen |
Aus Vereinfachungsgründen wird im Folgenden nur die
Farbenreihe Grün und Blau ohne Dunkelfaktoren eingesetzt.
Verpaarungen:
An Hand der Folgenden
Verpaarungen will ich darstellen, wie sich Gelbgesichter allgemein
vererben können.
Verpaarung Nr. 1
Gelbgesicht hellblau einzelfaktorig OnOn fYfy bb
x Normal hellblau OnOn fyfy bb
|
|
On fy b |
|
On fY b |
OnOn fyfY bb |
|
On fy b |
OnOn fyfy bb |
Ergebnis:
50% Gelbgesicht hellblau
einzelfaktorig
50% Normal hellblau
Wenn Gelbgesichter
in der Blaureihe untereinander verpaart werden, vererben sie
dominant. Verpaart man Gelbgesichter in andere Farben als in
der Blaureihe, verhalten sie sich vererbungsmäßig
genau so wie Normale Blaue.
Verpaarung Nr.2
Gelbgesicht hellblau einzelfaktorig OnOn fYfy bb
x Gelbgesicht hellblau einzelfaktorig OnOn fYfy
bb
|
|
On fY b |
On fy b |
|
On fY b |
OnOn fYfY bb |
OnOn fyfY bb |
|
On fy b |
OnOn fYfy bb |
OnOn fyfy bb |
Ergebnis:
25 % Gelbgesicht hellblau
doppelfaktorig.
Bei der Europäischen
Mutation I sind diese Wellensittiche Weißgesichtig. Sie
können nur durch
........Kontrollverpaarungen ermittelt werden.
Verpaart in der Blaureihe, ergeben sich 100 % einzelfaktorige
Gelbgesichter.
........Diese Verpaarung sollte man bei der Europäischen Mutation I.
normaler weise nicht machen, da die nur zu der
........vorher
genannten Schwierigkeit führt. Für die Farbe aber keinerlei Verbesserung bringt. Bei der
Europäischen
........Mutation II und der Australischen Mutation
führt sie zum Zuchtziel, da diese Wellensittiche wie gewünscht
nur eine
........gelbe Maske mit. Gelbanteilen
in den Schwanzfedern haben.
....
50 % Gelbgesicht hellblau einzelfaktorig
25 % Normal hellblau
Verpaarung Nr. 3
Europäisches Gelbgesicht hellblau doppelfaktorig
OnOn fYefYe bb x Australisches Gelbgesicht hellblau
doppelfaktorig OnOn fYafYa bb
|
|
On fYe b |
On fYa b |
|
On fYe b |
OnOn fYefYe bb |
OnOn fYafYa bb |
|
On fYa b |
OnOn fYefYe bb |
OnOn fYafYa bb |
Ergebnis:
25 % Europäisches
Gelbgesicht hellblau doppelfaktorig.
........Siehe auch Bemerkungen bei Verpaarung
Nr. 2
50 % Europäisches- Australisches Gelbgesicht hellblau.
........Doppelfaktorig für Gelbgesicht,
jedoch Einzelfaktorig für jede Mutation. Das sind die Wellensittiche, die in
den
meisten
Fällen farblich nicht richtig eingeordnet werden können
und mich nach Beurteilung der Zuchtergebnisse aus
diesen Verpaarungen
zu der Annahme führten, dass die Australischen
in Gelbgesichter eine eigenständige Mutation
sind.
...... .
25 % Australisches Gelbgesicht hellblau doppelfaktorig
Verpaarung
Nr. 4
Normal Hellgrün
OnOn FyFy bb x Gelbgesicht hellblau einzelfaktorig OnOn
fYfy bb
|
|
On Fy b |
|
On fY b |
OnOn FyfY bb |
|
On fy b |
OnOn Fyfy bb |
Ergebnis:
50% hellgrün/ Gelbgesicht einzelfaktorig.
Diese Wellensittiche
können je nach eingesetzter Gelbgesichtmutation, ein anderes
farbliches Aussehen
....... zu der normalen Grünen
Mutation haben.
50% Normal hellgrün/blau
Verpaarung Nr. 5
hellgrün/ Gelbgesicht einzelfaktorig. OnOn FyfY bb x
Normal hellblau OnOn fyfy bb
|
|
On fy b |
|
On Fy b |
OnOn Fyfy bb |
|
On fY b |
OnOn fyfY bb |
Ergebnis:
50% Gelbgesicht hellblau einzelfaktorig.
50% Normal hellgrün/blau
Verpaarung Nr.6
Hellgrün/ Gelbgesicht einzelfaktorig OnOn FyfY bb
x Gelbgesicht hellblau doppelfaktorig OnOn fYfY bb
|
|
On fY b |
|
On Fy b |
OnOn FyfY bb |
|
On fY b |
OnOn fYfY bb |
Ergebnis:
50 % Hellgrün/ Gelbgesicht einzelfaktorig
.........Siehe auch Bemerkungen bei Verpaarung
Nr. 4 und Nr. 7
50 % Gelbgesicht hellblau doppelfaktorig
.........Siehe auch Bemerkungen bei Verpaarung
Nr. 2
Verpaarung
Nr.7
Hellgrün/ Gelbgesicht einzelfaktorig OnOn FyfY bb x
Normal hellgrün/blau OnOn Fyfy bb
|
|
On Fy b |
On fy b |
|
On Fy b |
OnOn FyFy bb |
OnOn Fyfy bb |
|
On fY b |
OnOn fYFy bb |
OnOn fYfy bb |
Ergebnis:
25 % Normal hellgrün
25 % Hellgrün/ Gelbgesicht einzelfaktorig.
........Sie sind mit Sicherheit von den Normalen
hellgrünen nur durch eine Kontrollverpaarung zu ermitteln.
25 % Normal hellgrün/blau
25 % Gelbgesicht hellblau einzelfaktorig
Verpaarung
Nr. 8
Europäische Gelbgesicht hellblau einzelfaktorig OnOn
fYefy bb x Australisches Gelbgesicht hellblau einzelfaktorig
OnOn fYafy bb
|
|
On fYe b |
On fy b |
On fYa b |
On fy b |
|
On fYe b |
OnOn fYefYe bb |
OnOn fYefy bb |
OnOn fYefYa bb |
OnOn fYefy bb |
|
On fy b |
OnOn fyfYe bb |
OnOn fyfy bb |
OnOn fyfYa bb |
OnOn fyfy bb |
|
On fYa b |
OnOn fYafYe bb |
OnOn fYafy bb |
OnOn fYafYa bb |
OnOn fYafy bb |
|
On fy b |
OnOn fyfYe bb |
OnOn fyfy bb |
OnOn fyfYa bb |
OnOn fyfy bb |
Ergebnis:
06,25% Europäisches Gelbgesicht hellblau doppelfaktorig.
............Siehe auch Bemerkungen bei Verpaarung
Nr. 2
25,00% Europäisches Gelbgesicht hellblau einzelfaktorig
06,25% Australisches Gelbgesicht hellblau doppelfaktorig
25,00% Australisches Gelbgesicht hellblau einzelfaktorig
12,50% Europäisches- Australisches Gelbgesicht hellblau.
............(Doppelfaktorig für Gelbgesicht
jedoch Einzelfaktorig für jede Mutation.) Siehe auch Bemerkungen
bei Verpaarung
Nr. 3
25,00% Normal hellblau
Verpaarung
Nr.9
Hellgrün/ Gelbgesicht einzelfaktorig OnOn FyfY bb
x Hellgrün/ Gelbgesicht einzelfaktorig OnOn FyfY bb
|
|
On Fy b |
On fY b |
|
On Fy b |
OnOn FyFy bb |
OnOn FyfY bb |
|
On fY b |
OnOn fYFy bb |
OnOn fYfY bb |
Ergebnis:
25 % Normal hellgrün
50 % Hellgrün/ Gelbgesicht einzelfaktorig.
.........Sie sind mit Sicherheit von den Normalen
hellgrünen nur durch eine Kontrollverpaarung zu ermitteln.
25 % Gelbgesicht hellblau doppelfaktorig.
Wie kann
uns in der Zuchtverbesserung ein Gelbgesicht hilfreich sein?
Ist es von der Schauqualität ein guter Wellensittich, dann
kann er typmäßig alle anderen Mutationen verbessern.
Ich habe in meiner Zucht festgestellt, das Gelbgesichter allgemein,
auch untereinander verpaart, keine Typverschlechterung bringen.
Sie verhalten sich in dieser Beziehung genauso wie die Normalen
Wellensittiche.
Was die Farbe anbetrifft, könnten nach meiner Theorie einzelfaktorige
australische Gelbgesichter Lutinos stark verbessern. Wobei ich
mir nicht sicher bin, ob die Schwungfedern auch gelb werden.
Ich hatte mir in diesem Jahr vorgenommen diese Theorie praktisch
zu überprüfen, konnte jedoch aus baulichen Gründen
an dem Haus und in meinem Zuchtraum die erforderlichen Verpaarungen
nicht durchführen. Ein Ergebnis kann allerdings erst nach
zwei Jahren erreicht werden.
Aufgeschoben ist nicht aufgehoben.
Dunkelfaktorige gelbgesichtige Wellensittiche besonders auch
Violette und Australische Schecken, als Gelbgesichter der Mutationen
I, doppelfaktorigen Gelbgesichtern der Mutationen II und australische
doppelfaktorigen Gelbgesichtern, sind auch ein erstrebenswertes
Zuchtziel.
Wie Sie aus dem nachfolgenden Text ersehen, können wir auch
Albinos durch die Einkreuzung ins Besondere von australischen
doppelfaktorigen Gelbgesichtern, apart in ihrem Aussehen gestalten.
Anlässlich
des "The Budgerigar Society Convention 90" in Scarborough
vom 14 bis 17. Juni 1990, zeigte außerhalb der Schau, Jeffery
Attwood eine Voliere mit Wellensittichen, in welcher auch ein
Albino zu sehen war, der ein stark Ausgefärbtes gelbes Gesicht
hatte, ansonsten jedoch weiß war. Er war sehr schön
an zu sehen. Damals war mir schon klar, dass dies ein Gelbgesicht-
Albino sein musste. Mit meinem heutigen Wissen konnte es sich
nur um doppelfaktoriges Australisches Gelbgesicht gehandelt haben.
Albinos, die nur einen gelben Farbanflug im ganzen Gefieder haben,
entstanden durch das Einkreuzen in die Gelbgesicht- Mutation
II einzelfaktorig, gefallen mir nicht besonders gut. Gelbgesicht-
Albinos der Australischen Mutation als einzelfaktorige sollen
in einigen Fällen von Lutinos kaum zu unterscheiden sein.
Auch diese Wellensittiche würde ich nicht züchten.
Normale der Grünreihe spalterbig in Gelbgesicht können
je nach eingesetzter Gelbgesichtmutation, ein anderes farbliches
Aussehen zu der normalen grünen Mutation haben.
Was sollten
wir züchten?
Grundsätzlich sollte man alle Mutationen immer so züchten,
dass sie ihre speziepischen Merkmale zeigen. Für die Ausstellung
ist ein Wellensittich erwünscht, welcher der Farbverteilung
des europäischen Gelbgesichts der Mutation I, doppelfaktorigen
Gelbgesichtern Mutation II oder der des doppelfaktorigen australischen
Gelbgesichts entspricht. Nur diese Mutationen können von
der Optik her, als echte Gelbgesichter angesehen werden.
In England sind deshalb auch nur diese Formen für Ausstellungen
zugelassen.
In Deutschland können auch Wellensittiche der übrigen
Gelbgesichtmutationen ausgestellt werden und können gewinnen,
wenn ihre Typeigenschaften besonders gut sind.
Spezial Wellensittichverbände haben sich auch zum Ziel gesetzt,
die aufgetretenen Mutationen so zu fördern, dass sie als
solche auch zu erkennen sind.
Wenn sie ernst genommen werden wollen, dann müssen sie dafür
sorgen, dass auf Ausstellungen nur die Mutationen ausgestellt
werden dürfen, die als solche auch einwandfrei erkannt werden
können. Dann würden sich die Züchter auch mehr
Mühe machen das gewünschte Ziel zu erreichen. Das hätte
aber auch zur Folge, dass die Bewertungspraxis in Deutschland
für die Gelbgesichter zukünftig geändert wird
und wir dem Beispiel der Engländer folgen.
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