Artikel
27
Was bedeutet
Desinfektion für einen WS- Züchter?
zusammengestellt
1982 und überarbeitet 08. 2004 von Hans-Jürgen H. Lenk,
DSV 749
Ist eine
erregerbedingte Krankheit in einem WS- Bestand aufgetreten, empfiehlt
sich eine Desinfektion. Besorgte Züchter fragen den Tierarzt
des Öfteren nach sicher wirkenden Desinfektionsmaßnahmen.
In solchen Fällen ist darauf hinzuweisen, dass das Desinfizieren
von Volieren oder Freianlagen nur mit großem Arbeitsaufwand
möglich ist, wenn es einigermaßen wirkungsvoll sein
soll. Deswegen sollte man beim Erstellen einer Anlage von Beginn
an schon auf einfache Desinfektionmöglichkeiten achten.
Manche Züchter glauben, dass einmaliges Ausstreuen eines
Universalmittels eine Befreiung von Krankheitserregern für
lange Zeit bewirkt. Das ist aber keineswegs der Fall, auch wenn
solche Mittel immer wieder einmal marktschreierisch angeboten
werden.
Allgemeine
Voraussetzung für eine Desinfektion.
Jeder Desinfektion muss eine sehr gründliche Reinigung vorangehen.
Auch die letzten Kotreste sind von Einrichtungsgegenständen
zu entfernen. Nach mechanischer Säuberung ist mit möglichst
heißem Wasser unter Zusatz von modernen Reinigungsmitteln,
die Netzmittel enthalten sollten welche die
Oberflächenspannung verändern und dadurch ein besonderes
Haften und Eindringen ermöglichen, oder mit Zusatz von Soda
zu scheuern, in der Reihenfolge Fußboden, Decke, Wände,
Fußboden.
Besonders schwierig sind alle Gegenstände aus Holz zu reinigen
und zu desinfizieren. Man achte daher schon beim Bau darauf,
dass die Oberflächen von Holz möglichst glatt sind
und versehe sie eventuell mit einem die Rauhigkeiten ausgleichenden
ungiftigen Schutzanstrich.
Eichenholz ist noch relativ am leichtesten zu desinfizieren.
Buchenholz ist dagegen am ungünstigsten einzuschätzen,
während Kiefern- und Tannenholz zwischen diesen beiden Extremen
einzureihen ist. Alle weniger wertvollen Einrichtungsgegenstände
sind zu vernichten, solche aus Holz oder ähnlichem Material,
z. B. Sitzstangen, Hartfaserplatten, zu verbrennen. Die Räume
müssen vor der Desinfektion wieder trocken sein, da sonst
das Desinfektionsmittel verdünnt werden kann, was seine
Wirksamkeit herabsetzt oder aufhebt.
Desinfektionsmittel.
Als Desinfektionsmittel fast universell geeignet sind:
Formaldehydlösungen. Ihre Wirkung wird durch
Seife, Säure, Öle, Alkohol und waschaktive Substanzen
noch erhöht. Sie haben die Nachteile einer nur geringen
Tiefenwirkung, einer starken Affinität zu Wasser, eines
stechenden Geruches und einer Reizung der Schleimhäute.
Daher müssen bei der Anwendung Schutzmasken getragen werden.
Natronlauge ist bei PH 13 und darüber gegen einige Virusarten
wirksam. Sie greift Haut, Metalle außer Stahl, weiterhin
Holz und zum Teil Farbanstriche und Textilien an.
Chlorabspaltende
Mittel,
z. B. Chlorkalk und Chloramin, sind in saurer Lösung wirksamer
als in alkalischer. Sie können Bakterien und Virusarten
töten. Damit sind die für den Züchter wichtigsten
Desinfektionsmittelgruppen genannt.
Desinfektion
größerer Anlagen.
Vor der Desinfektion größerer Anlagen hole man den
Rat eines ausgebildeten Desinfektors ein und übertrage möglichst
diesem auch die Durchführung. Die Vögel sind aus der
zu desinfizierenden Anlage grundsätzlich zu entfernen. Die
Mittel sind genau nach der jeweiligen Vorschrift einzusetzen,
wobei die Bestimmungen zum Schutze der Gesundheit des Menschen
besonders sorgfältig zu beachten sind.
Grundsätze
für die Durchführung einer Desinfektion.
Im Folgenden werden einige Grundsätze für die Durchführung
der Desinfektion dargelegt. Bei besonders gefährlichen,
auch die Gesundheit des Menschen bedrohenden Erregern hat der
Reinigung eine vorläufige Desinfektion voranzugehen. Formaldehyd-
und chlorhaltige Lösungen sind warm, jedoch nicht über
40 C, die übrigen Desinfektionsmittel in Temperaturbereichen
von 65 bis 70 C anzuwenden. Die Wirkung von Reinigungs- und Desinfektionslösungen
wird durch Netzmittelzusatz intensiviert. Bei Frosttemperaturen
sollten Desinfektionen möglichst nicht durchgeführt
werden. Notfalls muss dem Mittel 10 % Kochsalz zugesetzt werden.
Formaldehydhaltige Präparate sind bei Temperaturen um 00
C nicht einzusetzen. Bei Kälte kann man notfalls eine Desinfektion
durch Abflammen versuchen. Man muss dabei aber die große
Brandgefahr beachten.
Desinfektionslösungen müssen immer frisch hergestellt
werden. Pulverförmige Mittel müssen sich vor der Anwendung
vollständig gelöst haben. Die Desinfektionsmittel sollen
mindestens sechs Stunden einwirken, besser länger, möglichst
24 Stunden. Die Räume sind dabei geschlossen zu halten.
Vorhandene Abzugsmöglichkeiten, Ritze usw., sind vorher
abzudichten. Nach der Einwirkungszeit ist mit Wasser nachzuspülen,
zu reinigen und gut zu lüften. Der stechende Geruch formaldehydhaltiger
Lösungen kann durch Versprühen oder Verspritzen verdünnter
Laugelösungen beseitigt werden. Zur Desinfektion gehört
eine Ungezieferbekämpfung. Besonders ist dabei auf Vogelmilben,
Fliegen, Ratten und Mäuse zu achten. Kot- und Futterabfälle
sind unschädlich zu beseitigen, zu verbrennen oder nach
Übergießen mit Formaldehydlösung in über
ein Meter Tiefe zu vergraben.
Durchführung
einer Desinfektion.
Natürlich müssen alle Wellensittiche vorher aus den
zu desinfizierenden Räumen entfernt werden. Erst dann kann
man mit den Arbeiten beginnen.
Das Kalken der Wände hat sich bewährt, es ersetzt aber
nicht die Desinfektion. Durch Zusatz von Latexfarbe wird ein
besseres Abbinden des Kalkanstriches erreicht. Formaldehyd- und
Chlorkalklösungen können in 5%iger Konzentration angewendet
werden. Am besten werden sie versprüht oder verspritzt.
Stehen dazu keine Geräte zur Verfügung, können
die Lösungen mit Gießkanne, Bürste und Pinsel
verteilt werden. Besonders problematisch ist die Desinfektion
des natürlichen Erdbodens in Volieren.
Es steigt die Keimzahl der Bodenflora bis zu 10 cm Tiefe an.
Der Erdboden schützt die Keime. Sonnenstrahlen und Austrocknung
wirken nur auf die Oberfläche ein. Manche Keime halten sich
in feuchtem Boden nicht nur am Leben, bei ausreichender Wärme
und bei Nährstoffangebot sind sie auch vermehrungsfähig.
Zur Krankheitsauslösung bei Wellensittichen fähige
Keime können im Durchschnitt bis zu einer Tiefe von 25 cm
im Boden vorkommen. Daher empfiehlt sich die Abtragung der obersten
Erdschicht in dieser Stärke.
Aus dem Dargestellten geht hervor, dass bloßes Umgraben
keinen Sinn macht. Nach Entfernung der obersten Erdschicht ist
die darunter liegende zu desinfizieren. Das Desinfektionsmittel
sollte möglichst drei Tage lang einwirken. Flüssige
Mittel sind effektiver als pulverförmige. Man kann z. B.
20 I einer 20%tigen Chlorkalklösung oder einer zweiprozentigen
Formaldehydlösung pro Quadratmeter Fläche verwenden.
Die freigelegte Erdschicht kann auch mit Propangasbrennern gründlich
abgeflammt werden. Nach diesen Behandlungen wird eine frische
Schicht unverdächtiger Erde, besser aber von Kies oder Sand
aufgetragen, falls einem die Mühseligkeit der Prozedur nicht
von den Vorteilen eines viel leichter zu reinigenden und zu desinfizierenden
Betonbodens überzeugt hat. Der Natur-, Sand- oder Kiesboden
kann auch mit Dampfstrahlgeräten desinfiziert werden. Futter-
und Trinknäpfe sind nach sorgfältiger mechanischer
Säuberung 15 Minuten lang in einprozentiger Formaldehydlösung
zu kochen. Nicht Hitzebeständig Plastikteile sind dafür
natürlich nicht geeignet. Sie müssen mit anderen vom
Handel angebotenen Desinfektionslösungen behandelt werden.
Pilzbefall.
Pilzbefall ist besonders schwer zu beseitigen. Zur Desinfektion
geeignet sind fünfprozentige Formaldehydlösungen, die
mit vier- bis sechsmaliger Wiederholung in einem jeweiligen Abstand
von zwei Tagen angewendet werden sollten. Pilze kann man auch
durch Abflammen vernichten. Da die Vernichtung der Pilze mit
großem Aufwand verbunden ist, wird man pilzverdächtige
Nistkästen, Transportbehälter usw. verbrennen.
Insektenbekämpfung.
Bei der Insektenbekämpfung sind in den letzten Jahren große
Fortschritte erzielt worden. Viele der Mittel, die im Handel
angeboten werden, sind aber auch für Wellensittiche durchaus
nicht ungefährlich. Neue Präparate und Verfahren sind
in manchen Ländern mitunter nicht ausreichend und nicht
lange genug auf ihre Unschädlichkeit geprüft worden.
Werden sie von Säugetieren und vom bei moderner Haltung
meistens sehr kurzlebigen Wirtschaftsgeflügel vertragen,
so ist das noch keine Garantie dafür, dass diese Mittel
Käfig- und Volierenvögel nicht in ihrer Gesundheit
beeinträchtigen. Man lasse daher bei der Insektenbekämpfung
äußerste Vorsicht walten.
Nagerbekämpfung.
Ratten sind mit Kumarinpräparaten zu bekämpfen. Nistmöglichkeiten,
auch für Mäuse, sind zu beseitigen.
Am besten lasse man sich durch einen erfahrenen Schädlingsbekämpfer
beraten. Mechanische Mäusefallen außerhalb der Reichweite
der Vögel vermögen, die Nager zu dezimieren, ohne die
Vögel zu gefährden.
Einsatz der Wellensittiche nach einer Desinfektion.
Erst wenn keine Spuren der Desinfektions- oder Reinigungsmittel
mehr vorhanden sind, können die Wellensittiche wieder in
ihre Unterkünfte gebracht werden. Man besetze desinfizierte
Anlagen nur mit eindeutig klinisch gesunden Tieren, deren Freisein
von üblichen bakteriellen und endoparasitären Krankheitserregern
durch zweimalige bakteriologische und parasitologische Kotuntersuchungen
wahrscheinlich ist.
Nachfolgend
noch einige Informationen über Schimmelpilze, deren Wirkungsweise
und den Einfluss auf die Gesundheit unserer Wellensittiche.
Die Krankheiten, die diese Schimmelpilze verursachen, werden
allgemein als Aspergillose bezeichnet. Schimmelpilze sind in
der Natur stark verbreitet. Wird ein Wellensittich mit diesen
Pilzen befallen, so zeigt sich in der Regel der Befall hauptsächlich
im Atemtrakt, in der Lunge, aber auch zum Teil im Darm. Der Pilz
scheidet nun im Körper konstant Pilzgifte aus. Diese Mykotoxine
sind äußerst giftig, es sind die giftigsten Substanzen,
die die Natur kennt. Es gibt wenige synthetische, künstlich
her gestellte Giftstoffe (Kampfgase, Dioxine), die so giftig
sind wie Mykotoxine. Die Mykotoxine gelangen in die Blutbahn
der Wellensittiche und können praktisch alle Organe befallen,
wie zum Beispiel den Darm, das Herz, die Leber oder auch die
Geschlechtsorgane und Drüsen. Es handelt sich hier in vielen
Fällen um eine schleichende Erkrankung, die meistens zu
spät erkannt wird und damit sind auch die Heilungschancen
sehr gering.
Die Problematik bei den Schimmelpilzen liegt auch darin, dass
diese Pilze im Vogelfutter, hauptsächlich im Körnerfutter
sehr stark verbreitet sein können.
Es geht also weniger darum, dass der Wellensittich den Pilz aufnimmt,
das ist schon schlimm genug. Das größere Problem sind
die Mykotoxine, die schon im Vogelfutter vorhanden sein können.
Diese werden nun konstant aufgenommen und vergiften den Wellensittich
langsam.
Steriles, pilzfreies Futter ist im Handel nicht erhältlich,
nur trockene einwandfreie Lagerung reduziert den Pilzbefall.
Es ist sicher wichtig, das Vogelfutter in geschlossenen Plastiktonnen
aufzubewahren und dieses Futter mit entsprechenden Konservierungsmitteln
so zu behandeln, dass die Schimmelpilze in ihrem Wachstum gestoppt
werden (zum Beispiel durch Mono-Prop).
Das gleiche gilt auch bei der Zubereitung von Keimfutter.
Es ist nicht möglich, sämtliche Pilze durch Waschen
von der Oberfläche der Körner zu entfernen. Besser
und einfacher ist es dem Einweichwasser ein Mittel (zum Beispiel
Vanodine V 18) zuzugeben, welches Pilze und Bakterien abtötet.
Wie
ich in der heutigen Zeit versuche Infektionen von meinen Wellensittichen
fern zu halten.
Der größte Teil Dessen, was in dem Vorstehenden zu
lesen war bezieht sich auf Zuchtanlagen mit Außenvolieren.
Hier können durch wilde Vogelarten und Ungeziefer leicht
Krankheiten eingebracht werden so dass Desinfektionen schon mal
erforderlich werden. Bei Zuchtanlagen in Kellerräumen oder
geschlossenen Häusern ohne Kontaktmöglichkeiten mit
Wildvögeln, ist diese Gefahr nicht so groß. Deswegen
kommt man hier mit wenigeren Vorkehrungen aus. Es sind für
die dann immer noch erforderlichen Wartungsarbeiten einfach zu
benutzende Apparate und Mittel im Handel erhältlich.
|
Abflammen
Nistkästen.
Für
das Abflammen Nistkästen hat man in der heutigen Zeit bessere
Möglichkeiten. Diese sind auch weniger gefährlich.
Deswegen benutze ich nach der Zucht zum Abflammen und zur Grundsäuberung
und Abtöten von Ungeziefer und deren Eier in Nistkästen,
nach dem ich die Nistkästen mechanisch gesäubert habe,
eine so genannte elektrische Heißluft- Pistole wie sie auf
dem Bild Nr. 1 zu sehen ist.
Die Heißluft-
Pistole hat zwei Schaltstufen.
Dabei werden folgende Anwendungswerte Erreicht: Temperatur / Luftdurchsatz
Stufe I 300° C 500 L / Minute
......................................Stufe II 600° C 650
L / Minute |
Bild Nr. 1  |
Von
den 4 mitgelieferten Vorsatzdüsen verwende ich die Flächendüse.
Mit ihr können alle Flächen als auch die Ritzen ausgeflämmt
werden. Die Nutzung garantiert das Abtöten jeglichem Ungeziefer
und deren Eier. Es ist jedoch darauf zu achten, dass man mit
der Düse nicht zu nahe an das Holz gelangt.
|
Desinfektion
von Futter- und Trinknäpfe.
Zur täglichen
Handhabung für die Desinfektion von Futter- und Trinknäpfe
gibt es das in England produzierte Vanodine V 18 welches schnell
wirkend, sicher, und keimtötend ist. Futter- und Trinknäpfe
werden von mir in den letzen 15 Jahren wesentlich einfacher mit
Vanodine V 18 behandelt.
Wie Sie aus dem Nachstehenden ersehen können, ist dieses
Mittel noch anderweitig einsetzbar.
Vanodine V 18 ist eine Jodverbindung, sie wird von der englischen
Firma EVANS VANODINE INTERNATIONAL PLC. hergestellt. In Deutschland
kann dieses Erzeugnis
von der Firma:
Firma
Graf
Laubanger 35 - 36
96152 Burghaslach
Tel. 0 95 52 / 72 37
Fax 0 95 52 / 62 00
Internet:
www.graf-versand.de
E- Mail:
graf.versand@t-online.de
(Der Inhalt der abgebildeten Flasche beträgt 1 Liter)
V 18 ist ein mehrfach wirkendes Desinfektionsmittel. Es tötet
Bakterien, Sporen, Viren und sogar Pilze, die bei Wellensittichen
Krankheiten verursachen können.
V 18 reinigt und desinfiziert in einem Arbeitsgang
V 18 Die empfohlenen Verdünnungen sind ungiftig und nicht
reizend
V 18 ist speziell entwickelt zur Reinigung und Sterilisation
von Einrichtungen, Futtergefäßen, Trinkgefäßen,
Brutgeräten, Sitzbrettern und -Stangen sowie Arbeitsgeräten.
V 18 bewirkt im Trinkwasser Sterilisation.
V 18 kann zur Luftdesinfektion eingesetzt werden. Benutzte Zerstäuber
muss man nach dem Gebrauch reinigen. |
Bild Nr. 2 |
Gebrauchshinweis
und Mischungsvorgaben für Vanodine V 18:
Zubereitung
von Keimfutter.
2-4 Tropfen V 18 auf 1/2 I Wasser
Trinkwassersterilisation.
4 ml (1/2 Verschlusskappe voll) auf 6 L Wasser
Luftdesinfektion und Desinfektion gereinigter Oberflächen
und Geräte
10 ml (11/2 Verschlusskappen voll) auf 5 I Wasser,
Allgemein verwendbare Desinfektionslösung.
20 ml (3 Verschlusskappen voll) auf 5 I Wasser,
Zum Gebrauch bei Schuhzeug-Desinfektionsmatten und bei stark
verschmutzten Oberflächen und Geräten
50 ml (71/2 Verschlusskappen voll) auf 5 I Wasser.
|
Gebrauchshinweis
für Mono-Prop:
Mono-Prop
ist ein in Amerika entwickeltes Mittel. Es dient zur Behandlung
aller Saaten oder Futtermischungen gegen Schimmelpilzbefall.
Auch Kolbenhirse kann mit Mono-Prop ohne Bedenken behandelt werden.
Leider ist ein Schimmelpilzbefall nur unter einem Mikroskop erkennbar.
Bei einer Übertragung auf den Vogelorganismus ist neben
den toxischen Ausscheidungen des Pilzes ein Befall der Luftwege
(Kropfentzündung, Luftschnappen) zu verzeichnen. Die Gefahr
einer Aufnahme von Schimmelpilzen oder deren Sporen besteht insbesondere
in der feuchten Umgebung von Trink- und Bodengefäßen,
sowie bei der falschen Lagerung von Körnerfutter und Herstellung
von Keimfutter. Wenn man Schimmelpilze in seinem Körnerfutter
ausschließen will, muss man es gemäß der folgenden
Dosierung behandeln. |
Bild Nr. 3
|
Zur Behandlung
von Schimmelpilzbefall im Körnerfutter wird empfohlen:
3 Esslöffel Mono-Prop mit 5 Kg Körnerfutter zu mischen.
Danach sollte das Futter 3 Tage in einem verschlossenen Eimer
gelagert werden, bis es dann am 4 Tag für einen Tag gelüftet
wird.
Ab dem 5 Tag kann das Körnerfutter wieder unbedenklich verfüttert
werden. In Deutschland kann dieses Erzeugnis
von
der Firma:
Firma Graf
Laubanger 35 - 36
96152 Burghaslach
Tel. 0 95 52 / 72 37
Fax 0 95 52 / 62 00
Internet: www.graf-versand.de
E- Mail:
graf.versnd@t-online.de
|
Bekämpfung von Ungeziefer in Volleren.
Gute
Erfolge bei der Bekämpfung von Ungeziefer wie Milben, Federlinge
und Fliegen habe ich mit dem Blattanex Fliegen - Strip, Bild
Nr. 4 erzielt.
Dieses Mittel ist besonders wirksam in verschließbaren
Vogelhäusern und Kellerräumen wie ich ihn als Voliere
und Zuchtraum benutze.
Blattanex Fliegen - Strip gibt es in verschiedenen Größen.
Ich benutze das der Größe meines Raumes entsprechende,
für Räume von 20 bis 40 m3. In der Zuchtsaison ist
es sehr Wichtig darauf zu achten, dass man es schon mindestens
3 Wochen vor dem ersten Schlupf von Jungvögeln eingesetzt
hat. Da sonst die Gefahr besteht, dass die gerade geschlüpften
Jungvögel von dem stark konzentrierten ausströmenden
Gasgemisch eingehen.
Auch sollte man es nicht in unmittelbarer Nähe von Futter
aufstellen.
zurück |
Bild Nr. 4
|