Artikel 36
Ein Wochenende
in England.
Hans- Jürgen H. Lenk DSV Nr. 749 (09.2006)
Wenn ein Wellensittichzüchter
in England ein Wochenende verbringt, hat das in den meisten Fällen
etwas mit seinem Hobby zu tun. So auch bei mir.
Im Februar 2006 erhielt ich eine Mail von Ghalib Al - Nasser,
mit welcher er mir anbot, am 10.September 2006 auf der Croydon
B.S. Championship Show ("CROYDON CHAMPAGNE CLASSIC OF THE
SOUTH") zu richten. Die Schau sollte in der Centenary Hall,
Wheelers Lane, Smallfield, Surrey, ein Ort in der Nähe von
London, durchgeführt werden.
Ich hatte schon einmal 1998 auf der London & S.C.B.S. richten
dürfen. So konnte ich gut abschätzen, was mich dort
erwarten würde.
Wenn man weis, dass in England etwa 220 offiziell anerkannte
Preisrichter zum Richten für eine solche Schau zur Verfügung
stehen und die einzelnen Distriktverbände nur jedes zweite
Jahr einen fremdländischen Preisrichter nach vorheriger
Genehmigung der Budgerigar Society einladen dürfen, ist
das schon ein besonderes Angebot. Auch muss dieser Preisrichter
von der WBO (World Budgerigar Organisation) anerkannt sein. Was
bei mir zutrifft.
Nach Überprüfung
meiner Zeitplanung konnte ich zusagen und am 09.04.2006 über
das Internet meinen Flug von Düsseldorf nach London buchen.
Eine frühe Buchung ist sehr oft maßgebend für
die Höhe des Flugpreises.
Folgenden Flug konnte ich buchen.
Hinflug
Abflug Düsseldorf ............am 09.09.2006 um 18:30, ............Ankunft London - Heathrow um 18:55
Rückflug
Abflug London - Heathrow am 11.09.2006 um 17:30, .............Ankunft Düsseldorf ............um 19:50
England hat zu Deutschland eine Zeitverschiebung von einer Stunde.
Es war ein Flug
mit der Lufthansa in der Economy - Clans. Die reinen Flugkosten
betrugen 8,- . Dazu kommen
82,- . Steuern und 30,- . Ticketgebühr. (Obwohl
ich gar kein Ticket bekommen habe) So das ich für den Hinflug
und Rückflug insgesamt 120,- . bezahlen musste. Das
ist schon sehr preiswert.
Von Köln hätte ich noch wesendlich billigere Flüge
bekommen können. Da dort mehrere Billig- Fluggesellschaften
angesiedelt sind und die Flughafensteuern wesentlich geringer
sind. Der Nachteil hier ist die schlechte Erreichbarkeit mit
öffentlichen Verkehrsmitteln von meinem Wohnort.
Ganz neu war
für mich, dass ich für diesen Flug kein Ticket zu geschickt
bekam. Entsprechend der
E-Mail - Buchungsbestätigung brauchte ich am Einscheckschalter
nur meinen Ausweis und die Reservierungsnummer an zu geben um
meine Bordkarte zu erhalten. Obwohl ich in meinem Berufsleben,
letztlich noch vor etwa 7 Jahren, sehr oft geflogen bin, über
lange Jahre mindestens etwa 1mal im Monat und das weltweit, fühlte
ich mich doch etwas unwohl. Ich musste jedoch feststellen, dass
alles reibungslos abgelaufen ist.
Unangenehm sind in der heutigen Zeit die aus Sicherheitsgründen
erforderlichen Einschränkungen. So darf man keine Flüssigkeit
im Handgepäck mitführen. Selbst Zahnpasta ist verboten.
Da die maximale Breite des Handgepäcks nur 13 cm betragen
darf, ist man gezwungen bei Reisen mit mindestens einer Übernachtung
sein Gepäck auf zu geben. Was einen erheblichen Zeitaufwand
bedeutet. In Düsseldorf verlief der Körperscheck relativ
normal. In London waren drei Scheckreihen. An zwei Reihen sah
ich die Leute ihre Schuhe ausziehen und diese mit allen möglichen
Dingen wie Jacken, Gürtel mit Stahlverschlüssen, Geldbörsen
usw. in eine Plastikbox legen, welche dann durchleuchtet wurden.
In der dritten Reihe hatten alle noch ihre Schuhe an. Ich dachte
mir, dass diese Reihe angenehmer sei und stellte mich dort an.
Leider blieb es auch mir nicht erspart meine Schuhe aus zu ziehen.
Besuch
bei verschiedenen Wellensittich Züchtern.
Ghalib hatte für mich einige Besuche bei englischen Züchtern
vereinbart. Gleich nach der Ankunft sollte ein Besuch bei Frank
Silva erfolgen. Leider hatten wir etwas Pech was unseren
Zeitplan anbelangte. Wir hatten uns verständigt, dass ich
mich per Handy melden sollte, wenn ich an der Gepäckausgabe
bin, um einen Treffpunkt aus zu machen. Das klappte auch sehr
gut. Ghalib sagte mir, dass er kurz vor dem Flughafen sei und
in etwa zwei Minuten eintreffen würde. Nach 10 Minuten rief
er mich an, und teilte mir mit, dass er etwa zwei Kilometer vor
dem Flughafen im Stau stände. Aus den ursprünglichen
zwei Minuten wurde am Ende fast eine Stunde. So kamen wir mit
etwa einer dreiviertel Stunde Verspätung bei Frank Silva
an.
Besuch bei
Frank Silva
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Frank
Silva hat in England bezogen auf seine Wellensittiche einen ähnlichen
Ruf wie Jo Mannes bei uns in Deutschland. Im Gegensatz zu Jo Mannes
verdient er jedoch überwiegend sein Geld mit der Betreibung von
Altenheimen. Er bewohnt ein Grundstück mit einem typisch englischen
Haus, in dessen Garten sein Haupt- Vogelhaus untergebracht ist.
Welches ich besichtigen konnte. Es stehen dort 80 Zuchtboxen für die
Brut zur Verfügung. Hier werden die so genannten "Normalen" gezüchtet. Nicht weit von diesem Ort entfernt hat er in einem seiner Gebäude
eine weitere Voliere, wo er mit 100 Zuchtboxen züchten kann
und da werden die in Deutschland unter dem Sammelbegriff "Schwierige
Farben" gezüchtet. Diesen Ort habe ich aus Zeitgründen
leider nicht aufsuchen können. |
Frank hatte vor meinem Besuch noch einen Termin zu erfüllen
und verspätete sich auch etwas. In der Zwischenzeit wurden
wir mit Tee und Gebäck versorgt. So gingen wir erst relativ
spät zu den Vögeln. Ich konnte feststellen, dass sowohl
Frank als auch seine ganze Familie sehr gastfreundlich und äußerst
nette Menschen sind. Ghalib hatte mir gesagt, dass Frank nicht
will, dass man in seinem Vogelhaus Fotos macht. Was ich sehr
bedauerte. Deshalb habe ich meinen Fotoaperrat im Auto gelassen.
Bevor man in das Vogelhaus gelangt, musste man durch ein Desinfektionsbad
gehen. Das scheint, wegen des vor zwei Jahren in England ausgebrochenen
Virus, aus Sicherheitsgründen auch sehr sinnvoll. In dem
Vogelhaus sind die schon erwähnten Zuchtboxen, drei Flugvolieren
und ein so genannter Babykäfig (fahrbar) für frisch
abgesetzte Jungvögel untergebracht. Der im Türbereich
einer der Flugvolieren abgestellt war und immer verschoben werden
musste, wenn man in die Flugvoliere schauen oder einen Vogel
heraus fangen wollte, weil der Platz vor den Flugvolieren in
der Höhe auch zur Hälfte durch hier angeordneten Stauraum
und Boxen genutzt wurde. Diese fahrbaren so genannten Babykäfige
findet man in fast allen englischen Zuchträumen. Außenvolieren
waren keine vorhanden.
Ich denke, wenn die Zuchtboxen in ihren Abmessungen und Anordnung
etwas günstiger ausgelegt würden, könnte man den
zur Verfügung stehenden Raum besser nutzen. In dem vom Eingang
rechten Bereich des Vogelhauses, den Zuchtboxen gegenüber
liegend war die Flugvoliere für Altvögel. In dem linken
Bereich lagen die Zuchtboxen auf der anderen Seite und gegenüber,
die Flugvoliere für die Jungvögel. Neben dem Eingang
auf der linken Seite, in der dort angeordneten Flugvoliere, waren
die Verkaufsvögel untergebracht. Alle Flugvolieren hatten
anstatt der üblichen Drahtbegrenzung in Rahmen gefasste
sengrecht angeordnete Edelstahlstäbe. Diese verhindern ein
Zerstoßen der Schwanzfedern an den Wellensittichen.
Einige Zuchtboxen waren besetzt. Dort sah man auch einige Wellensittiche
mit den so genannten Federproblemen. Das könnte natürlich
auch ein Mauserzustand gewesen sein. Ich habe Frank darauf hin
nicht angesprochen. Wenn man in die Flugvolieren schaute, konnte
man trotz der Mauser eine Reihe von guten Wellensittichen sehen.
Besonders die Dunkel- Faktorien waren von herausragender Qualität.
Frank fing einige seiner Supervögel heraus und setzte sie
in einen Schaukäfig, damit ich sie mir besser ansehen konnte.
Besonders beeindruckt war ich von einem hellgrünen A- Schecken
Hahn und einem Graugrünen Spangle Hahn. Auch zeigte er mir
zwei Vollrundhauben in einer Qualität und Größe
wie ich sie noch nicht gesehen hatte.
In der Jungvogel- Flugvoliere gefiel mir besonders ein graugrüner
Hahn, etwa ein halbes Jahr alt, der auch im Schaukäfig sein
volles Potenzial zeigte.
Wenn Wellensittichzüchter sich in einem Vogelhaus treffen,
sich Wellensittiche anschauen und darüber diskutieren, dann
vergeht die Zeit wie im Flug. So auch an diesem Abend. Da es
in der Zwischenzeit schon sehr spät geworden war, musste
auch dieser Besuch enden und Ghalib brachte mich zu meinem Hotel.
Am nächsten Tag sollten sowohl Frank Silva als auch ich
auf "CROYDON CHAMPAGNE CLASSIC OF THE SOUTH" richten.
Die "CROYDON CHAMPAGNE
CLASSIC OF THE SOUTH" Schau
Ich habe die nachfolgenden Angaben etwas ausführlicher gemacht,
damit sie von interessierten Züchtern mit in Deutschland
durchgeführten Schauen verglichen werden können.
Es war eine Eintagesschau.
Das Standgeld betrug ½ £ pro Käfig, ab dem
10 Käfig brauchte man kein Stangeld bezahlen. Der Eintritt
kostete
1,50 £. Für Kinder unter 12 Jahren war er frei. Der
Katalog kostete 1,50 £.
Die Wellensittiche konnten am Samstag zwischen 19,30 und 21.00
Uhr und am Sonntag zwischen 8,00 und 9,15 Uhr eingeliefert werden.
Richtbeginn war für 10,00 Uhr angesetzt. Richtende sollte
14,00 Uhr sein. Danach sollte die Schau für Besucher geöffnet
werden. Die Auslieferung der Käfige war für 16,45 Uhr
vorgesehen.
Um diesen Zeitplan sicher einhalten zu können, hatte man
5 Preisrichter eingeladen.
Neben den üblichen gewinnen an Diplomen, Pokalen, Rosetten,
Sachwerten und Geldpreisen zwischen 2,- bis 30,-£ konnten
auch zwei Flaschen Champagner auf dieser Schau gewonnen werden.
Eine Flasche erhält der Aussteller, der die meisten Wellensittiche
ausstellt. Die Andere, der mit den meisten ersten Plätzen.
Aus der Vergabe der Champagnerflaschen wurde der Name "CROYDON
CHAMPAGNE CLASSIC OF THE SOUTH" abgeleitet. Fast alles wurde
speziell für diese Schau gespendet
Gemeldet waren 558 Käfige von 43 Ausstellern. Eingeliefert
wurden jedoch nur etwa 350 Wellensittiche. Es gab keine Teams.
Paare werden in England nicht ausgestellt. In der Verkaufsklasse
standen 11 Käfige. Diese Wellensittiche wurden für
einen Preis zwischen 15,-£ und 20,-£ angeboten.
Zum Richten wurden die folgenden 5 Preisrichter eingeladen.
Geoff Bowley, Bill Hough, Malcolm Hough, Frank Silva und Hans
- Jürgen H. Lenk
Gerichtet sollte
nach dem zurzeit in England gültigen Standard WS werden,
wie er auch in der DSV gültig ist. Die Standardbeschreibung
entspricht im Wesentlichen auch der, der DSV. Nur die Klassenaufteilung
ist hier anders. Was jedoch jedem Preisrichter keine Schwierigkeiten
machen sollte. Mann muss aber wissen, dass die Bewertung von
Fehlern etwas anders gehandhabt wird. So gibt es zum Beispiel
in England nur zwei Gründe nach denen ein Wellensittich
disqualifiziert werden kann.
1. Ein Wellensittich
hat Räude, auch als Schnabelschwamm bekannt.
2. Ein Wellensittich gehört zu den so genannten Langflügeln.
Bei einer Disqualifikation
spricht man sich mit seinen Preisrichterkollegen ab.
Alle anderen Abweichungen vom Standard und der Schaukondition
sollen als Fehler vom Preisrichter eingeschätzt und berücksichtigt
werden. Wobei die Wertung für die einzelnen Fehler nicht
so detailliert festgelegt ist wie bei uns.
So kann, was bei uns theoretisch nicht möglich sein sollte,
zum Beispiel ein Spangle ohne Kehltupfen, wenn er sonst von hervorragender
Qualität ist, Schausieger werden.
Ich hatte die Graugrünen, blaue Opaline, Dominanten Schecken
(wobei hier die Australischen und Holländischen zusammen
gefasst sind) zu richten. Darüber hinaus auch noch den besten
Intermediate Altvogel und den besten Junior Jungvogel. (Die beiden
letzten Auszeichnungen sind bei uns (DSV) nicht üblich.)
Die Schausieger:
den besten
der Schau
1.0 Spangle graugrün Züchter: A. Wyness
den besten Altvogel der Schau
1.0 Spangle graugrün Züchter: A. Wyness
den besten Jungvogel der Schau
1,0 Lutino Züchter: B. & K. Scott
den besten Altvogel Gegengeschlecht der Schau
0,1 Hellgrün Züchter: A. Wyness
den besten Jungvogel Gegengeschlecht der Schau
0,1 Zimt graugrün Züchter: Smith & Gage
das beste Gegengeschlecht der Schau
0,1 Hellgrün Züchter: A. Wyness (wurde von allen
5 Preisrichtern gerichtet.)
Die Qualität
der ausgestellten Wellensittiche war wie auf einer ähnlichen
Schau bei uns. Allerdings kamen mir die WS in der Spitze etwas
Größer und Gröber im Gefieder vor. Das war mir
auch schon bei einigen Wellensittichen von Frank Silva aufgefallen.
Für mein Verständnis sehen sie dadurch nicht mehr ganz
so harmonisch aus. Auch hatten, wie auf unseren Schauen auch
häufig zu sehen, viele der meist besten Normalen am Hals
das so genannte Opalisieren oder den Pigmentausfall.
Nach meinem Dafürhalten
wurde das Opalisieren durch die Verpaarungen der Normalen mit
den so genannten Pracht- Opalinen eingeschleppt. Das sind die
Opaline bei denen die Grundfarbe vom Körper am Hals bis
zur Maske durchgeht. Der überwiegende Teil der heute ausgestellten
Opaline sieht so aus und entspricht in seiner Farbeverteilung
leider nicht der, wie sie im Standard gefordert wird. Die Opaline
sollen einen sauberen aufgehellt gelben Hals in der Grünreihe
und einen sauberen aufgehellt weißen Hals in der Blaureihe
haben. Den Pigmentausfall am Hals haben wir uns nach meinen Reschärschen
durch eine bestimmte Sorte der Spangle eingeschleppt und durch
wiederholtes Verpaaren von Wellensittichen mit dem gleichen Fehler
gefestigt.
Es wurden wie
auch auf Schauen bei uns alle Käfige die zu einer bestimmten
Auswertung, wie sie für die Sieger der Schau benötigt
werden, in einem separaten Bereich aufgestellt. Die Preisrichter
hatten jedoch hier die Gelegenheit, durch Umstellen der Käfige
einen besseren Vergleich zu erhalten. Was bei manchen WS sicher
für eine gerechte Bewertung von Vorteil war.
Gewonnen hatte mit 5 Preisrichterstimmen ein graugrüner
Spangle Hahn. Dieser hatte eine super Qualität und ein ausgezeichnetes
Schauverhalten. Bei den übrigen Schausiegen (Ergebnis siehe
unter Schausieger) waren die Meinungen der Preisrichter nicht
so geschlossen.
Alle Richtauswertungen wurden von einem Team der Schauleitung
von Hand gemacht. Die Informationen in den Schauunterlagen sind
bei Weitem nicht so umfangreich wie sie bei Schauen, die z. B.
unter DSV- Richtlinien durchgeführt, gegeben werden. In
den Schauunterlagen und dem Katalog ist bei manchen Siegern nicht
einmal zu erkennen, welche Farbe der entsprechende WS hat. Auch
der Katalog ist was Information und Aufmachung anbelangt weit
von unserem Standard entfernt.
Es stellt sich allerdings für mich die Frage, ob das englische
System mit einigen, wenigen Zusatzinformationen nicht auch bei
uns ausreichend sein könnte, ins besondere wenn es sich
um eine Eintagesschau handelt. Allerdings sollten auch die wenigen
Informationen wie bei uns üblich mittels Computer verarbeitet
und erstellt werden.
Als sehr angenehm empfand ich dass sich die Preisrichter vor
dem Richten mit einer Tasse Tee oder Kaffee in einem separaten
Raum versammeln (wer noch nicht gefrühstückt hatte,
konnte auch noch etwas essen) und sich dabei ein wenig besser
kennen lernen konnten. Auch empfand ich es als sehr gut, das
alle Preisrichter beim Mittagessen an einem Tisch saßen
und hier die Gelegenheit bestand sich aus zu tauschen und nette
Anekdoten über einige bekannte Züchter und Preisrichter
zu erfahren.
Durch das nach dem Essen folgende Interview und der Tatsache,
dass ich von vielen Ausstellern angesprochen wurde, wobei ein
sehr interessanter Meinungsaustausch über unser Hobby statt
fand, war die Zeit so schnell vergangen, dass ich gar nicht mehr
dazu gekommen war Fotos von der Schau und den Wellensittichen
zu machen. Das war zwar ärgerlich für mich aber leider
nicht mehr zu ändern.
Innerhalb einer halben Stunde waren alle Wellensittiche kontrolliert
ausgeliefert. Nach einer weiteren dreiviertel Stunde waren auch
alle Holzregale abgebaut und in einem Container neben der Halle
verstaut. Die Ausstellungshalle war leer. Wie auch auf Schauen
bei uns wurden diese Arbeiten vom harten Kern des Veranstalters
durchgeführt. Da Janice, die Ehefrau von Ghalib, Show Manager
war, war es selbstverständlich, dass wir bis zum Schluss
blieben.
Eine schöne Art danke zu sagen.
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Bei Schauen in England ist es üblich,
dass die Preisrichter ein Gastgeschenk erhalten.
2006 erhielt ich eine Tasse mit einem Bild des Australischen
Schecken. Das war auch eine der Mutationen welche ich zu richten
hatte.
Anlässlich meiner Richteinladung 1998 von der London &
S.C.B.S. erhielt ich eine Uhr mit Bildern von Australischen Schecken.
Auch in dem Jahr hatte ich das Vergnügen die Australischen
Schecken zu richten |
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Neues Trinkröhrchen
für Ausstellungskäfige.
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Auf dieser Schau
hatte ich die Gelegenheit die in England neu entwickelten Trinkröhrchen
im Gebrauch zu sehen. Sie wurden zwischen der dritten und vierten
Käfigstange eingebracht. Ich finde sie wesentlich hygienischer
wie die zurzeit bei uns genutzten Naschnäpfe. Weil jetzt
kaum Wasser in das Futter gelangen kann und es unwahrscheinlicher
wird, dass das Wasser durch die darüber angeordneten Käfige
kontaminiert werden kann. Für die Schauorganisatoren wird
die Versorgung mit Wasser allerdings wesentlich aufwendiger.
Die tatsächliche
Größe entspricht in etwas der bildlichen Darstellung. |
Das Interview
Von Jim Wright, einem freien Journalisten erhielt ich kurz vor
meiner Abreise eine E- Mail. Er hatte gehört, dass ich an
dem besagten Wochenende nach England komme und wollte gerne mit
mir ein Interview über die bei mir aufgetretene Mutation,
den Anthrazit machen. Ich sagte zu und bat ihn sich mit Ghalib
in Verbindung zu setzen, da er am besten beurteilen konnte, wann
ich Zeit dafür hätte und wo das Interview stattfinden
könnte. Ausgemacht wurde: Es sollte am Sonntag um 3.00 Uhr
in einem Nebenraum der Ausstellungshalle abgehalten werden.
Das Interview dauerte etwa eine dreiviertel Stunde. Jim hatte
sich eine Reihe von Fragen aufgeschrieben, die er von mir beantwortet
haben wollte. Das Interview sollte in der Cage Birds, einer in
England wöchentlich erscheinenden Vogelzeitschrift, veröffentlich
werden. Ich bin gespannt wie das Ergebnis dieser Befragung ausgegangen
ist. Ob ich meine Antworten auch wieder erkennen werde. In Deutschland
habe ich nicht die besten Erfahrungen mit solchen Interviews
gemacht. Zum Schluss machte er noch einige Fotos von mir und
damit war unser Zusammentreffen beendet.
Besuch bei Janice und Ghalib Al- Nasser
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Janice und Ghalib
Al- Nasser sind zwei äußerst liebenwürdige Menschen.
Ich habe zuvor noch kein Ehepaar kennen gelernt, das sich so
stark in ihrem Hobby ergänzt. Sie müssen sich gesucht
und gefunden haben. Beide sind anerkannte Fachleute und internationale
Preisrichter. Sie haben in dem Englischen Wellensittichverband
und in vielen Distrikt- Verbänden schon alle möglichen
Ämter bekleidet. Ihr Lebensinhalt ist die Wellensittichzucht
und alles was damit zu tun hat. Ghalib ist auch Sekretär
des WBO. Dass sie auch wissen, wie man gute Wellensittiche züchtet,
kann man bei der Besichtigung ihres Wellensittichstammes erkennen.
Ghalib ist weltweit bekannt als Spezialist von den bei uns unter
dem Nahmen "Schwierige Farben" geführten Mutationen
und besonders für Rezessive Schecken. |
Wenn man heute sein Vogelhaus betritt wird man jedoch keinen
Rezessiven Schecken sehen. Er hat vor einiger Zeit aufgegeben
sie zu züchten. Natürlich beschäftigt er sich
immer noch mit den schwierigen Farben, das sind zurzeit Hauben,
Hellflügel, Schiefer, Clearbodys und Sattelbecks. Er ist
etwas traurig über seine einseitige Einstufung. Da er auch
bemüht ist, die so genannten Normalen in guter Qualität
zu züchten. Was man später in den gezeigten Bildern
auch feststellen kann. Es ist allerdings Tatsache, dass in einer
Zucht, in der man sich auch auf die Verbesserung der so genannten
"Schwierige Farben " konzentriert, eine Reihe von Spaltvögeln
vorhanden sein müssen die auf den ersten Blick das Algemeinbild
bezogen auf die Qualität der Normalen etwas verwässern.
Da muss man schon genauer hin schauen um die Qualität der
echten "Normalen" zu erkennen. Auf Ausstellungen gewinnt
er oft mit den Mutationen der "Schwierige Farben".
Leider ist ihm mit den Normalen noch kein Schausieger gelungen.
Ich bin aber überzeugt, dass dies in der nächsten Zeit
geschehen wird.
Ghalib hatte
mir schon bei der Einladung geschrieben, dass ich bis auf die
Nacht vor dem Richten, bei ihm wohnen sollte. Er hatte mir Angeboten,
meinen Besuch noch etwas ausgedehnter zu gestallten. Ich wollte
aber nur zwei Nächte von zu Hause weg sein.
Nach den Regeln in England, darf ein Preisrichter nicht in dem
Haus eines Ausstellers vor der Schau sein. Obwohl ein guter Preisrichter
sich von nichts beeinflussen lässt und immer nur das richtet
was auf einer Schau vor ihm steht, kann mit solch einer Regel
eine unnötige Spekulation vermieden werden. Jetzt kennen
sie auch den Grund warum ich in der ersten Nacht im Hotel übernachtet
habe.
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Janice und Ghalib
Al- Nasser leben in einem typischen englischen Doppelhaus mit
großem Garten in einem Vorort von London. In diesem Garten
haben sie ihr großes Vogelhaus gebaut. Es hat auch zwei
große mit durchsichtigem Kunststoff überdachte Außenvolieren,
die aber von den Wellensittichen nur sehr wenig genutzt werden. Davon
konnte ich mich selber am Montagmorgen nach einem vorzüglich
von Janice zubereiteten englischen Frühstück überzeugen.
(Ich war schon sehr oft in England, doch dies war das Beste,
das ich je gegessen habe.) Wir hatten vor dem Frühstück
noch etwas Zeit, so konnte ich in der Morgensonne das Treiben
an dem im hinteren Teil des Gartens angeordnete Vogelhaus beobachten.
Von den etwa 450 Wellensittichen wagten sich nur 8 nach Draußen.
Ghalib sagte, das er bei einem Neubau keine Außenvolieren mehr bauen
würde. Bei Sonnenschein werden sie nur wenig genutzt.
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Nur bei schlechtem Wetter wagen sich einige nach Draußen.
Auf meine Frage, ob er Schwierigkeiten wegen des zweifellos vorhandenen
Lärmst den die Wellensittiche machten mit den Nachbarn hätte
sagte Ghalib, das er in dieser Beziehung nichts zu befürchten
hätte.
Im Gegenteil, sie erfreuen sich an seinen Wellensittichen und
beschweren sich wenn ihnen die Sicht durch zu hoch gewachsene
Sträucher genommen wird.
Das Layout seines Vogelhauses ist in der Art ausgelegt, wie man
es in den meisten Zuchtanlagen anfindet. Auf der einen Seite
sind die Zuchtboxen (40 Stück) und auf der anderen Seite
die Innenflüge (2 Stück) angeordnet. Davor die Außenflüge.
Bilder von der Zuchtanlage.
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Blickrichtung von
Hinten zum Eingangsbereich.
Zu sehen sind neben Ghalib auch ein Träningskäfig
und
der fahrbare Babykäfig.
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Blickrichtung vom
Eingang nach Hinten. Vor dem
fahrbaren Babykäfig (Dreistöckig)
ist ein Futterwagen zu sehen. |
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Blick in einen der
Innenflüge. Dieser ist, wie zu
sehen, etwas überbelegt. |
Blick vom Eingangsbereich
entlang der Zuchtkäfige bis
zum hinteren Ende. |
Ghalib hat für
einen Zuchtkollegen einen seiner Innenflüge zur Verfügung
gestellt, da dieser umgezogen war und sein neues Vogelhaus noch
nicht fertig ist. Da mussten seine Wellensittiche schon etwas
zusammenrücken.
Zusätzlich zu der Zuchtwand wurden noch 6 Zuchtboxen auf
der Seite der Innenflüge platziert. Wie auf einem der Bilder
zu erkennen ist. Am Eingang auf der linken Seite ist eine Spüle
mit Wasseranschluss angeordnet. Hier sind auch noch Schränke
mit Stauraum vorhanden.
Auf den vorstehenden Fotos ist auch zu erkennen, dass sich für
das Wohlbefinden der Wellensittiche eine andere Farbe der Leuchtstoffröhren
anbieten würde. Der hier vorhandene Gelbton ist für
ein Wachstum von Pflanzen gut geeignet. Doch Wellensittiche fühlen
sich wohler bei Leuchtstoffröhren mit Tageslicht. Wegen
der bei Ghalibs Zuchtanlage vorhandenen großen Fenster,
kommt das allerdings nur an den dunklen Wintertagen zur Geltung.
Ich bin überzeugt, dass bei einer Beleuchtung, die dem Tageslicht
entspricht eine bessere Befruchtung erreicht werden kann.
Eine interessante Gegebenheit.
Ghalib hatte versucht von dem in dieser Zuchtbox untergebrachten
Paar Junge zu erhalten.
In zwei Bruten waren alle gelegten Eier unbefruchtet. Durch Unterlegen
von befruchteten Eiern eines anderen Paares und aufziehen einiger
weniger Jungen wollte er das Paar beeinflussen ihre Eier auch
zu befruchten. Nach dem das letzte Junge von den untergelegten
Eiern fast selbständig war, entfernte er den Nistkasten
mit dem Hahn und lies die Henne mit dem Jungen allein.
Kurz darauf legte die Henne ohne Hahn nochmals 5 Eier in den
am Boden der Zuchtbox aufgestellten Schutzkasten. Wie auf einem
der Bilder zu erkennen ist waren zwei der fünf Eier befruchtet
wo von eins davon schon geschlüpft ist.
Vor Jahren habe ich eine Versuchsreihe gemacht, um festzustellen
wie viele Eier nach dem entfernen eines Hahnes noch befruchtet
waren. In allen Fällen waren es nicht mehr als zwei Stück.
Der vom Hahn abgegebene Samen reichte nur für Befruchtungszeitraum
für Zwei Eier. Was hier auch bestätigt wird. Deswegen
ist es mir unverständlich, wie manche Autoren in ihren Berichten
angeben, dass nach Entfernung des Hahnes von einem Zuchtpaar
noch ein ganzes Gelege befruchtet war.
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Schutzkasten für
zu früh aus dem Nistkasten
gefallene Junge. Im Fordergrund
liegt die Eischale
von dem geschlüpften Jungen |
Die Henne bebrütet im Schutzkasten das
von ihr dort abgelegte Gelege.
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Die Henne
verlässt das Gelege. |
Das ein Tag alte Junge mit den restlichen vier
Eiern von denen nur noch ein Ei befruchtet ist. Was man an der
Farbe erkennen kann. |
Es ist sehr befriedigend,
dass man in unserem schönen Hobby, der Beschäftigung
mit Wellensittichen, immer wieder überrascht werden kann.
Und besonders dann, wenn so eine Überraschung positiv ist.
Aber auch negative Überraschungen versetzen uns in die Lage,
Vorgänge in unserem Hobby besser zu verstehen.
Bilder von einigen Wellensittichen.
Nachfolgend einige Bilder von Wellensittichen aus
dem Wellensittichzuchtstamm der Zuchtgemeinschaft Janice und
Ghalib Al- Nasser. Wobei ich überwiegend Aufnahmen von Normalvögeln
gemacht habe.
Die 1,0 Spitzhaube
hellblau und der 1,0 Hellflügel dunkelgrün und ein
1,0 Hellflügel hellblau, wurden auf der vorher beschriebenen
Schau Farbgruppensieger. Diese Siege sind für die Zuchtgemeinschaft
Janice und Ghalib Al- Nasser nichts Besonderes. Das kann man
immer wieder feststellen, wenn man die Schauergebnisse von in
England durchgeführten Schauen vergleicht.
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Spitzhaube
hellblau |
1,0 Hellflügel
dunkelgrün |
1,0 Violett |
1,0 Graugrün
von 2006 |
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1,0 Opalin
hellgrün |
1,0 Spangle
dunkelblau |
1,0 Opalin
dunkelblau |
1,0 Opalin
dunkelblau |
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1,0 Hellgrün |
0,1 Dunkelblau |
1,0 Grau |
0,1 Opalin graugrün
von 2006 |
Die Dunkelblaue
Henne hat ein enorm grobes und langes Gefieder. Sie stammt von
den später bei Fred Wright beschriebenen Wellensittichen
von der Zuchtgemeinschaft De Beer ab.
Die Opalin graugrüne Henne ist eine Tochter des abgebildeten
Opalin hellgrün Hahnes.
Wie man aus vorstehend
abgebildeten Fotos ersehen kann, hat die Zuchtgemeinschaft Janice
und Ghalib Al- Nasser die erforderliche Voraussetzung auch Schausieger
in Normal zu produzieren.
Besuch bei
Fred Wright
Der Besuch bei Fred Wright war am Montag vor meiner Rückreise
vorgesehen. Fred wohnt etwa eine Stunde Fahrzeit mit dem Auto
von Ghalib entfernt. Wie in England üblich beginnt jeder
Besuch mit einer Tasse Tee oder Kaffee mit dem dazugehörigen
Gebäck und natürlich mit einem Gespräch über
Wellensittiche und im Hobby interessante Begebenheiten. Fred
und ich kennen uns schon seit etwa 25 Jahren. Zuletzt hatte ich ihn vor 8
Jahren gesehen. Ich war gespannt wie er sich in dieser Zeit gehalten
hatte. Ich hatte den Eindruck, dass er etwas an Gewicht verloren hatte.
Ansonsten konnte ich äußerlich keinen Unterschied zu damals feststellen.
Etwas befremdet war ich jedoch darüber, dass er auf meine Frage ob ich
fotografieren dürfte, mir antwortete, dass ich alles bis auf seine
Wellensittiche fotografieren könnte. Diese Antwort hatte ich nicht
erwartet.
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So machte ich nur das
eine, nebenstehende Foto auf welchem er in seiner Zuchtanlage zu sehen
ist. Fred hatte ursprünglich eine Zuchtanlage in welcher an der
Rückwand die Zuchtboxen und daneben an den beiden Seitenwänden die
Innenflüge postiert waren, woran anschließend je ein großer Außenflug
angeordnet war. Schon vor 8 Jahren hatte er aus einem der beiden
Außenflüge zwei Innenflüge gemacht. Er war auch zu der
Erkenntnis gekommen, dass seine WS die Außenflüge
nicht richtig nutzen würden. Den zweiten Außenflug
wollte er später auch noch als Innenflug umbauen.
Auf dem Foto ist jetzt zum Teil zu sehen, was er in der Zwischenzeit
in seinem Vogelhaus umgebaut hat. Beide Innenflüge im Zuchtraum wurden
entfernt. An dessen Stelle wurden zusätzliche Zuchtboxen eingesetzt. |

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Den zweiten Außenflug hat er nicht wie ursprünglich geplant auch als
Innenflug umgebaut. Er wurde in zwei Teile
geteilt. In einem hält er Kanarien. In dem Anderen hatte eine Eule sein
Zuhause gefunden.
Auf den beiden folgenden Bildern ist zu
sehen, wie die Zuchtanlage bei meinem Besuch am 18.06.1990 vor dem
Umbau ausgesehen hat.
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Fred war einer der Leitragenden des vor etwa vor drei Jahren
in England aufgetretenen Virus. Eingeschleppt wurde dieser Virus
von einem Importier, welcher große Mengen Wellensittiche
auch aus Asien einführt und auch im Innland alles was ihm
angeboten wird Preiswert aufkauft.
Nahezu Freds ganzer Zuchtstamm, damals stark von Mannes abstammend,
wurde innerhalb kurzer Zeit vernichtet. Er hat jetzt schon wieder
eine größere Menge von Wellensittichen von ansprechender
Qualität. Einige konnte ich im Schaukäfig bewundern.
Hervorstechend war ein graugrüner Opalin Hahn, welcher nicht
nur ein guter Wellensittich war. Er entsprach auch nahe zu der
Musterbeschreibung für die Opaline. Dieser Wellensittich
stammt aus der Zucht des bekannten englischen Züchter und
WS- Standard- Modelbauers Rodney Harris.
Ungewohnt für mich waren auch einige besonders große
und buffige Normale, mit besonders langem Schwanz. Dieser ist
so lang, dass er bei normalen Sitz auf der Stange des Schaukastens
noch einige Zentimeter auf der Bodenfläche umknickt. Die
Ausgangswellensittiche von diesen WS hat Fred von Süd Afrika
importiert. Sie stammen von der dort bekannten und erfolgreichen
Zuchtgemeinschaft De Beer. Fred hält sich in den letzten
Jahren sehr häufig in Süd Afrika auf. Für seine
nächste Reise hat er schon die Flugkarten bestellt. Er findet
dieses Land besonders reizvoll und würde dort gerne leben.
Da ich frühzeitig zum Flughafen fahren musste um meinen
Flug sicher zu ereichen, was bei den englischen Straßenverhältnissen
nicht immer einfach ist, mussten wir uns von Fred verabschieden.
Auch dieser Besuch war interessant für mich und hat mein
Verständnis für unser schönes Hobby bereichert.
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