Artikel 41
Falben-
Wellensittiche.
Hans - Jürgen H. Lenk DSV 749 (12.2007)
Die Falben-
Wellensittiche gehören zu den Mutationen, welche mir sehr gut gefallen.
Deswegen schaue ich mir auch auf jeder Ausstellung die Richtgruppen der
Falben an. Leider ist meine Zuchtanlage so klein, dass ich mir zusätzlich
zu den Mutationen, die ich züchte, eine praktische Beschäftigung mit ihnen
nicht erlauben kann. Da ich jedoch vor vielen Jahren die Gelegenheit hatte
praktische Verpaarungen maßgeblich zu beeinflussen, möchte ich allen Denen
die sich mit den Falben ernsthaft beschäftigen wollen, meine bis heute
gewonnenen Erkenntnisse mit dem folgenden Artikel zur Verfügung stellen.
Die ersten Falben
erschienen fast gleichzeitig als Mutation 1930 in Deutschland und Dänemark
und es gelang in beiden Fällen, sie zu vermehren.
Etwa parallel mit den kontinentalen Falben
entstand in England eine andere, ebenfalls rezessiv vererbende
Falbenmutation. Die Augen der Deutschen Falben sind rot mit einem weißen
Irisring.
Die Augen der Englischen Falben haben keinen Irisring und sind
pflaumenfarbig. (Bei manchen ist doch ganz schwach ein Irisring zu sehen)
Bekannt wurden auch die
Moffat- Falben. Es waren Englischen
Falben welche von J. H. Moffat+
(Jim Moffat+ Vater), etwa ab 1935 gezüchtet wurden. Sie zeichneten sich
durch eine für die damalige Zeit besonders gute Qualität aus.
Später wurden sie in
Schottische Falben umbenannt.
Alle erwähnten
Falbenmutationen werden noch bis heute gezüchtet und ausgestellt was man
zum Beispiel zurzeit aus der englischen Zeitschrift „Budgerigar World“
Oktober 2007
entnehmen kann.
Jim Moffat ist mir von
mehreren Begegnungen als sehr netter und erfahrener Wellensittichzüchter
bekannt. Obwohl er einer der reichsten Männer Schottlands war, verhielt er
sich wie man es von einem guten Wellensittichzüchter gewohnt war. Er war
auch sehr gastfreundlich, wo von ich mich überzeugen konnte. Falben habe
ich aber in seiner Zuchtanlage nicht mehr gesehen. Hier sah man fast nur
Hellgrüne (etwa 90 % seines Zuchtstammes waren Hellgrün) in einer Qualität
wie zu der Zeit nirgends anders wo. Dafür war er ja auch weltweit bekannt.
Am 15.09.1991
habe ich Jim Moffat zu Hause besucht und 7 Wellensittiche wie
nachfolgend aufgeführt von ihm gekauft.
1,0 Graugrün
0,1 Hellgrün
0,1 Z. Op. Hellgrün
1,0 Grau
0,1 Graugrün
0,1 Z Hellgrün
0,1 Op Hellgrün |
Ring Nr. M- 313-
070- 90
Ring Nr. M- 313- 006- 90
Ring Nr. M- 313- 267- 90
Ring Nr. M- 313- 174- 91
Ring Nr. M- 313- 219- 91
Ring Nr. M- 313- 108- 91
Ring Nr. M- 313- 318- 90 |
Alle haben sich gut
vermehrt und ihre guten Eigenschaften
(Haltung, Federstruktur und tiefe
Masken mit großen. Kehltupfen) in
meinem Stamm eingebracht, wie man noch
heute erkennen kann.
Ich habe es sehr bedauert als ich lesen musste, dass Jim Moffat
verstorben war.
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Falben haben zu keiner
Zeit eine größere Verbreitung oder Beliebtheit erzielt, weder auf dem
Kontinent, in England noch in der übrigen Welt. Sie werden meist nur von
einigen Spezialzüchtern gezüchtet. Es gab schon Falben in fast allen
Wellensittichfarben. Für Ausstellungszüchter sollten sie aber nur in der
Blau- und Grünreihe in Normal oder Opalin gezüchtet werden. Wie schon
erwähnt haben die deutschen Falben
rote Augen wie Lutinos und Albinos und eine mehr kaffeebraune Zeichnung.
Die Grundfarbe am Körper wird um gut 2/3 verdrängt. So sehen grüne Falben,
gleich welcher Schattierung, überwiegend gelb aus. Nur am Bürzel ist die
eigentliche Grundfarbe mit ihren Dunkelfaktoren gut zu erkennen. Früher
waren Falben in Deutschland beliebter, besonders mit zwei Dunkelfaktoren,
die man Goldfalben nannte. Unter ihnen wiederum wurden die Opalin- Falben
bevorzugt, bei denen die braune Farbe in der Zeichnung auf die Flügel und
den Kehltupfen beschränkt blieb, während sich die übrige Gefiederfärbung
in fast reinem Gelb zeigte.
Das Großgefieder aller
Falben ist etwas dunkler kaffeebraun und stellt daher einen hübschen
Kontrast zu der hellen Grundfarbe dar.
Falben vererben
rezessiv. Man kann sie in den bekannten Dunkelfaktoren züchten, aber nur
der Kenner wird die feinen Unterschiede wahrnehmen.
Es gibt heute nicht viele Spezialisten für Falben- Wellensittiche, denn
Falben sind außerordentlich schwer in Typ und Größe als Ausstellungsvögel
zu züchten. Sie neigen besonders immer wieder zum kleinen Urtyp.
Kontinentale Falben
haben einen weißen Irisring, die englischen Falben haben überwiegend rein
pflaumenfarbene Augen. Es sind offenbar verschiedene Erbfaktoren, die für
das Zustandekommen der kontinentalen und der Englischen Falben
verantwortlich sind.
Eine Kreuzung zwischen
beiden Falbenmutationen ergaben nur rein Normale Nachkommen, die aber in
beide Mutationen aufspalteten können.
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Gott sei Dank gibt
es in Deutschland einige Züchter, die Falben als Ausstellungsvögel
züchten. Einer von ihnen ist Günter Elfert. Er hat in den letzten
Jahren schon eine ganze Reihe von ansprechenden Falben gezüchtet und
ausgestellt. Wenn er es noch schafft, seinen Falben eine andere
Federstruktur, mit welcher größere Kehltupfen erreichbar sind
anzuzüchten, dann ist die Qualität der Normalen fast erreicht.
Ich würde sie auch
ohne den Graufaktor züchten, weil dann die Leuchtkraft ihres Gefieders
besser in Erscheinung tritt.
Einer seiner Falben wurde 2006 auf der Niederberg Schau Bester Falbe. (siehe
Foto)
Eine
Qualitätsverbesserung bei den Falben ist nur durch die Einkreuzung von
erstklassigen Normalen oder Opalinen zu erzielen, und wie bei allen
rezessiv vererbenden Mutationen kann man sie, so lange sie nicht in
einem Stamm gefestigt ist, in gleich bleibender Qualität rein
weiterzüchten. Das bedeutet regelmäßige Rückverpaarungen und
Verwendung der jeweils besten Spalterbigen zur Verpaarung mit den
besten Falben oder Spalterbigen unter einander. Dies ist ein
langwieriger Prozess, weil man immer wieder eine Generation verliert
und viele Vögel minderer Qualität in Kauf nehmen muss.
Falben- Hähne haben
wie Lutinos und Albinos eine blassrosa Nasenhaut und sind als
Jungvögel relativ spät zu erkennen. In der Farbe der Schnäbel und den
Beinen gleichen sie auch den Inos.
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Falbe
1,0 Hellgraugrün
R. NR. 05-100- 653
Züchter:
Günter Elfert DSV 653
Foto:
Hans - Jürgen H. Lenk
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Meine
erste Begegnung mit Falben.
Meine erste Begegnung
mit Falben war etwa Mitte 1970 in der Zuchtanlage bei dem
damals sehr bekannten und respektierten Züchter und Preisrichter
Alex Woestendik+ (Graue Eminenz der DSV wurde er auch genannt). Diese
Falben waren überwiegend Opaline,
Goldfalben wie man sie früher nannte. Sie hatten
eine sehr leuchtende goldgelbe Grundfarbe und vielen in der Flugvoliere,
in welcher eine große Menge von verschiedenen Mutationen untergebracht
war, besonders auf. Durch Alex Woestendik lernte ich kurze Zeit später den
Züchter Hermann Kern + DSV NR. 803 kennen. Hermann Kern erhielt
über einen großen Zeitraum für seine Farbenzucht
Einkreuzungswellensittiche von mir.
Schon zu der Zeit
beschäftigte ich mich mit vielen Mutationen und deren möglichen
theoretischen Vererbungen, auch wenn ich sie nicht selber züchten konnte.
Innerhalb eines zur der Zeit bestehenden Stammtisch konnte ich meine
Ausarbeitungen vorstellen und mit namhaften Züchtern diskutieren.
Teilweise wurden theoretisch besprochene Vorgänge von einigen
Stammtischteilnehmern praktisch nachvollzogen.
Bei Hermann Kern hatte
ich die Möglichkeit, für manche Mutationen die Theorie in der Praxis
auszuprobieren. Der Erfolg bei den Falben lies auch nicht lange auf sich
warten. Auf der Bundesschau 1979 in Wuppertal stellte Hermann Kern einen
Falben aus, der bester Falbe der Schau wurde. Wie gut dieser Falbe war
kann man davon ableiten, dass ein zu der Zeit sehr bekannter Züchter und
Aussteller (Paul Winkler AZ 6861) diesen
Wellensittich für eine Summe von 1000,- DM kaufen wollte. In den Jahren
ein sehr hoher Preis. Leider war es zu der Zeit noch nicht üblich von den
Siegervögeln Fotos zu machen. So das man ihn mit den heutigen Falben nicht
mehr vergleichen kann.
Durch Zufall konnte ich
auch einen englischen Falben für Hermann Kern besorgen. Damit waren wir in
die Lage versetzt, auch das Brutverhalten dieser Mutation kennen zu
lernen.
Wie ist der heutige Qualitätszustand der Falben?
Wenn ich mir Heute die
Falben auf verschiedenen Ausstellungen anschaue, komme ich zu dem Schluss
dass bis auf wenige Ausnahmen sich der Fortschritt zu der Zeit, wo ich
meine praktischen Erfahrungen machen konnte, was die Qualität anbelangt
sehr in Grenzen hält. Ich vermisse auch die schönen Farben, die mich
früher so begeistert haben.
Als Beispiel für meine
Aussage habe ich die DSV- Bundesschauen- Gruppensieger von den Falben der
Jahre 2002 bis 2007 im Folgenden dargestellt.
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2002 1,0
Falbe blau
Aussteller:
ZG
Schwarz
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2003 1,0 Falbe
h. blau
Aussteller:
Joachim Ullrich
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2004
1,0 Falbe h. blau
Aussteller:
ZG
Schwarz
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2005 1,0 Falbe
Op. blau
Aussteller:
ZG Schwarz |
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Es scheint, dass
die heutigen Züchter was die Farbe anbelangt, hierauf weniger Wert
gelegen haben. Das finde ich sehr schade, zumal keine größeren
Schwierigkeiten bestehen farblich gute Falben zu züchten.
Obwohl es heute bei
einigen rezessiven Mutationen schon erhebliche Fortschritte gibt,
scheint bei den Falben der Knoten noch nicht geplatzt zu sein.
Möglicher weise liegt es auch daran, dass sich zu wenige Züchter
ernsthaft mit der Herauszüchtung von guten Falben befassen. |
2006
1,0 Falbe grün
Aussteller:
Michael Schulte
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2007
1,0 Falbe blau
Aussteller:
Joachim Ulrich |
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Was
kann man aus bereits gemachten Erfahrungen für eine Falbenzucht nutzen?
Früher wurden die Falben
hauptsächlich mit gelben und weißen Aufgehellten verpaart, mit dem Ziel
möglichst rein Gelbe und Weiße mit brauner Zeichnung zu erhalten, doch
wurde auch das nur in wenigen Exemplaren erreicht. Heute ziehen die
Falbenzüchter Dunkelfarben in Grün und Blau, einschließlich Violett vor
und verwenden auch Graugrüne und Graue.
Um ein Optimum an Größe und Typ zu erzielen müssen immer wieder
Wellensittiche von einer besonders guten Qualität eingepaart werden. Das
tut manchmal sehr weh, da man von Beginn schon weiß, dass durch solche
Verpaarungen nicht immer ein gutes Ergebnis erreicht werden kann.
Alle dunklen Falben- Farben sehen zu der kaffeebraunen Zeichnung gut aus.
Auch die Schwingen sind bräunlich mit kräftigen braunen Säumen, die
langen Schwanzfedern graublau mit braunem Schaft. Die Wangenflecke sind
bei Wellensittichen ohne Graufaktor violett, die Kehltupfen braun und
leider oft recht klein.
Allein wegen der Neigung zum unansehnlichen Typ bei geringer Größe hat es
heute noch keinen Zweck, Falben untereinander zu verpaaren. Ein
Letalfaktor soll dabei noch hinzukommen, wie manche Autoren behaupten. Es
sollen aus Verpaarungen von Falbe x Falbe viele Embryonen im Ei absterben
und auch die Sterblichkeit der Jungen im Nest groß sein.
(Das haben wir in der Zuchtanlage von Hermann Kern nicht bestätigt
gefunden.)
Bei der Zucht über andersfarbige soll diese Sterblichkeit jedoch nicht
auftreten. Aus Falbe x Normal oder umgekehrt fallen 100% Normale, die
alle, Hähne wie auch Hennen, spalterbig in Falbe sind.
Im Allgemeinen wird auch heute noch die Verpaarung Normal / Falbe x Falbe
oder umgekehrt angewandt, woraus 50% Falben und 50% Andersfarbige,
spalterbig in Falbe, zu erwarten sind.
Ein Problem mit dem wir sehr zu kämpfen hatten war dass etwa 30% Prozent
von unserer Falbennachzucht Augenprobleme (entzündete und vorstehende
Augen) bekamen. Das ging bei manchen so weit das sie mit fortschreitendem
Alter erblindeten.
Eine weitere Kuriosität war, das aus unseren Verpaarungen Wellensittiche
fielen, die äußerlich von Lutinos nicht zu unterscheiden waren. Weil
manche keinerlei Zeichnung hatten. (Sie hätten ohne als Falben erkannt zu
werden, als Lutinos und die mit wenig Zeichnung als Lacewings ausgestellt
werden können.) Verpaart unter einander, erzeugten sie Wellensittiche die
im Erscheinungsbild auch wie ihre Eltern aussahen. Es waren aufgehellte
Zimtfalben. Wenn ich heute darüber nachdenke, kommt mir die Idee, dass die
damaligen rezessiven Lutinos vielleicht gar keine Lutinos sondern auch
aufgehellte Zimtfalben waren.
Es scheint eine Abhängigkeit zwischen der
Größe und der Falben- Mutation zu existieren, die das Größerwerden über
bestimmte Grenzen erschwert. Man sieht das recht deutlich, wenn man z. B.
Falbe x Normal / Falbe paart. Die Spalterbigen, also Normal / Falben sind
gewöhnlich kräftiger und größer als ihre Falben- Geschwister.
Ein großer Teil der Englischen Falben
scheint übrigens besser in Größe und Typ zu sein, als die meisten
Kontinentalen Falben. Das könnte durch eine sachverständigere und
sorgfältigere Züchtauswahl zustande gekommen sein.
Die Falben vererben
rezessiv gegenüber allen anderen Mutationen.
Vererbungsregeln für Falben
Die Vererbungsregeln können wie folgt in 5 Verpaarungen dargestellt
werden:
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Verpaarung 1
Falbe x
Falbe |
Ergebnis:
=
100% Falbe |
|
Verpaarung 2
Falbe x Normal
|
Ergebnis:
=
100% Normal / Falbe |
|
Verpaarung 3
Falbe x Normal /
Falbe |
Ergebnis:
= 50%
Falbe
= 50% Normal / Falbe |
|
Verpaarung 4
Normal / Falbe x
Normal / Falbe |
Ergebnis:
= 25% Falbe
= 50% Normal / Falbe
=
25% Normale |
|
Verpaarung 5
Normal / Falbe x
Normal |
Ergebnis:
= 50% Normal / Falbe
=
50% Normale
|
Aufbau einer
Falbenzucht
Auf Grund meiner früheren praktischen Erkenntnisse und meinem heutigen
Wissen, würde ich eine Falbenzucht nach folgenden Kriterien betreiben:
Wie Falben im Detail aussehen sollten, kann in den Standards der Verbände
nachgelesen werden. Darüber hinaus sollte folgendes beachtet werden:
-
Aus
den vorstehenden Verpaarungsbeispielen kann man erkennen, dass die
Verpaarung 5 weniger wünschenswert ist. Man kann hier die Normal / Falben
von den Normalen nur durch Kontrollpaarung mit Falben herausfinden, da sie
im äußeren Erscheinungsbild den Normalen völlig gleichen.
-
Wogegen Verpaarung 4
unter gewissen Umständen notwendig sein kann.
-
Wenn man
eine Qualitätsverbesserung erreichen will, ist auch die Verpaarung 1 nicht
geeignet.
-
Man
sollte sich also überwiegend auf die Verpaarungen 2 und 3 konzentrieren.
-
Falben
die zur Zucht eingesetzt werden, sollten richtig definierte braune
Markierungen (Zeichnung) haben. Falben mit undeutlichen Markierungen oder
schmutziger Opalinzeichnung sollten nicht in einer Qualitätszucht
verwendet werden.
-
Falben
mit einem oder mehreren Dunkelfaktoren sind besonders attraktiv. Deswegen
sollten Dunkelfaktorige Wellensittiche in der Zucht eingesetzt werden.
-
Mir
gefallen Opalinfalben mit einem oder zwei Dunkelfaktoren der Grünreihe am
besten.
-
Zur
Verbesserung der Qualität sollten nur Normale oder Opaline der Grün- oder
Blaureihe eingesetzt werden.
Falben mit Graufaktoren sehen weniger gut aus. Sie wirken farblich
abgestumpft. Besonders Graugrüne sollten deshalb nur in ein Zuchtprogramm
aufgenommen werden, wenn keine anderen Wellensittiche für eine
Typverbesserung zur Verfügung stehen.
-
Darüber
hinaus würde ich zunächst versuchen eine bessere Federstruktur in meine
Falben einzukreuzen und großen Wert auf die Verbesserung von Maskentiefe
und Kehltupfengröße legen.
-
Deutsche
Falben sollten
nicht mit Englischen Falben verpaart werden. Da aus solchen Verpaarungen
nur spalterbige Normale fallen und eine Qualitätsverbesserung nicht zu
erwarten ist.
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