Artikel 6
Begriffe
aus der Vererbung
Hans
- Jürgen H. Lenk DSV 749 (2000)
Bei Unterhaltungen mit Zuchtfreunden
stelle ich oft fest, dass einige Begriffe aus der Vererbung falsch
verstanden werden bzw. unbekannt sind. Das habe ich zum Anlass
genommen, Nachfolgendes zusammen zu stellen. Auch für erfahrene
Züchter ist es hilfreich, wenn sie sich bei unverhofften
Zuchtergebnissen ohne viel suchen zu müssen, schnell informieren
können.
Deshalb habe ich versucht,
mit einfachen Worten und bildlichen Darstellungen diese Dinge
zu erläutern. Nur wer sich auf diesem Gebiet richtig auskennt,
kann planvoll züchten. Nach dem Zusammenstellen der Unterlagen
habe ich gefunden, dass es gar nicht so viel ist, was man sich
als Grundwissen merken muss. Um eine Vorstellung von der Entstehung
der einzelnen Mutationen zu bekommen, habe ich, soweit ich es
erfahren konnte, die jeweilige Jahreszahlen und Länder mit
den Namen der Züchter angegeben.
1.0 Faktoren
1.01 Dunkelfaktor (1915
Frankreich)
6
Vererbungsmöglichkeiten sind möglich.
1. DD x DD. = 100% DD
2. DD x Dd = 50%
DD, 50% Dd
3. Dd x Dd.
= 25%
DD, 50% Dd 25% dd
4. dd x dd = 100%
dd
5. dd x Dd = 50% dd, 50%
Dd
6. DD x dd = 100% Dd |
Abkürzungen:
DD
.=
zwei Dunkelfaktoren = (olivgrün, Mauve)
Dd .= ein ..Dunkelfaktor. .= (Dunkelgrüne,.Dunkelblaue)
dd ..= kein Dunkelfaktor ... .=
(hellgrün, hellblau)
Wer besser mit einer bildlichen
Darstellung zu kommt, sollte sich Bild Nr. 1 ansehen.
1.02 Doppel-, Einzelfaktor
Der Doppel- oder Einzelfaktor kann bei
folgenden Mutationen vorhanden sein.
Violett
Grau
Hauben WS (nur abgewandelt anwendbar)
Dom. Schecken (Holländische und Australische)
Mottled
Gelbgesicht
Spangle
Hellflügel
Easley Clearbody
Anthrazit
Auch hier ergeben sich 6
Vererbungsmöglichkeiten.
1. DF x DF = 100% DF
2. DF x EF = 50% DF, 50% EF
3. EF x EF = 25% DF, 50% EF, 25% N
4. N ..x N.. = 100% N
5. N ..x EF = 50% EF, 50% N
6. DF x N ..= 100% EF |
|
Bild Nr. 1
|
Abkürzungen:
DF = Doppelfaktor
EF = Einzelfaktor
N ..= Normal, ohne Faktor
Hier kann auch Bild Nr. 1 benutzt werden, wenn man die Buchstaben,
z. B. DD gegen DF usw., austauscht.
1.03 Violettfaktor (1935 Australien, England, Dänemark)
Der Violettfaktor beeinflusst die Farbtiefe. Ein Hellblauer /
Hellgrüner kann, wenn kein vergleichbarer Vogel zur Verfügung
steht als Dunkelblauer / Dunkelgrüner angesehen werden.
Der Violettfaktor kann in jede Farbe gezüchtet werden. Nur
blaue Vögel mit einem Dunkelfaktor (Dd = dunkelblau) und
mit einem Einzel-/ Doppelviolettfaktor sind visuelle Violette.
1.04 Graufaktor (1934 Murrumbeena, Victoria Australien
Frau S. Harrison)
Der Graufaktor ist dominant, er überdeckt andere Farben.
Ein grüner Vogel mit Graufaktor sieht graugrün aus.
Bei den Inos verliert sich der unerwünschte Farbstich, blau
oder grün. Macht aber die Farbe stumpf. Es soll noch eine
graue Mutation geben, die rezessiv vererben soll. Diese scheint
jedoch ausgestorben zu sein.
1.05 Haubenfaktor
(1920
in
Sydney,
Australien,
1938 wurden von Frau R Braun von Morecomb, Lancashire / GB einige
Haubenwellensittiche aus Australien importiert, in Kanada etwa 1948.) Der Haubenfaktor vererbt teildominant.
Es gibt 4 unterschiedliche
Haubengruppen:
1. Haubenblütige, verdeckte Haube, als Nestlinge haben sie
einzelne Federn quer zur Wuchsrichtung, nach dem
Verlassen.des Nistkasten sind sie.jedoch
nicht mehr von Haubenlosen zu unterscheiden.
2. Spitzhaube
3. Halbrundhaube
4. Rundhaube
1.06 Scheckenfaktor
Diesen Faktor gibt es als dominante Mutation mit Einzel-
und Doppelfaktor.
Australische Schecken (1935 Sydney)
Doppelfaktorige australische Schecken sind nahezu Einfarbig.
Holländische Schecken (1940 Holland und Belgien)
und als rezessive Mutation
Dänische Schecken = Harlekine (1932 Dänemark)
Pinguin- Schecken (1951 Großbritannien)
Mottled (1967, Adelaide, South Australien, A.+ E. Dobbie, aus einem
Paar 0,1 Opalin Hellblau x Violett fiel der erste Mottled, ein 1,0
Violett. Der Vogel verlässt das Nest als in normaler Zeichnung. Die
Scheckung kommt nach der ersten Mauser. Er hellt nach jeder Mauser mehr
auf.
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Ich hatte ab Ende 1983 auch mehrere
dieser Mutation in meinem Bestand.
Der erste, eine 0,1 Opalin dunkelgrün (RNr. 021-84-749 siehe Bilder,
gemacht nach der ersten Mauser), fiel aus einem Opalin dunkel blau
(RNr. 039-81-749) x Opalin hellgrün (RNr. 029-83-749).Nach der 2. Mauser konnten einige, wenn man nicht genau hinschaute
mit rezessiven Schecken verwechselt werden. Sie sind da ich keinen
besonderen Wert darauf gelegt hatte leider ausgestorben. |
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0,1 Op Mottled Dklgrün
RNr. 021-84-749 |
on Links gleicher Wellensittich
0,1 Mottled,
Op Dklgrün,
0,1 Spangle Dklblau, 1,0 Dblau |
1.07 Gelbgesichtsfaktor (in verschiedenen Ländern etwa 1930
gleichzeitig erschien in 1935 Deutschland)
Gelbgesichter gehören zu den rezessiv vererbenden Mutationen.
Nur wenn Gelbgesichter in der Blaureihe untereinander verpaart
werden, vererben sie dominant.
Gelbgesicht vererbt an blau gebunden.
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Es gibt 3 Mutationen.
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Europäisches Gelbgesicht Mutation I und II
Australisches Gelbgesicht |
Der Gelbgesichtsfaktor kann in jede Farbe gezüchtet werden.
Bei den europäischen Mutationen gibt es die so genannten
Mutationen I und II.
Gelbgesichter der Mutationen I haben auch nach der Mauser nur
eine gelbe Maske und Gelbanteile in den Schwanzfedern. Verpaart
man zwei Wellensittiche dieser Mutation I untereinander, so erscheinen
hier einen gewissen Prozentsatz doppelfaktoriger Gelbgesichter.
Welche allerdings ein weißes Gesicht haben und von normalen
blauen Wellensittichen nicht zu unterscheiden sind.
Gelbgesichter der Mutation II gibt es auch sowohl als Einzelfaktorige,
als auch als Doppelfaktorige.
Einzelfaktorige haben nach der Mauser zusätzlich zu dem
gelben Gesicht auch einen Überhauch von gelb im gesamten
Körpergefieder. Dadurch erhält ein blauer Wellensittich
ein grünliches Aussehen.
Bei den Doppelfaktorige Gelbgesichtern erscheint das gelb nur
in der Maske mit Gelbanteilen in den Schwanzfedern. Besonders
farbintensive Gelbgesichter dieser Mutation wurden in England
auch Goldgesichter genannt.
Bei der australischen Mutation, die uns mit der Einführung
der Spangle erreichte, gibt es auch Einzelfaktorige und Doppelfaktorige
Gelbgesichter. Allgemein ist festzustellen, dass das Gelb wesentlich
intensiver als bei den europäischen Mutationen ist.
Bei den einzelfaktorigen Gelbgesichtern verbreitet sich das gelb
über den gesamten Körper. Solche Gelbgesichter sind
nach mehreren erfolgten Mausern kaum noch von Wellensittichen
der Grünreihe zu unterscheiden. Nur bei Einigen bleibt die
Ursprungsfarbe unter den Flügel bestehen. Graue Gelbgesichter
sehen wie Graugrüne aus und blaue Gelbgesichter sehen wie
Grüne aus.
Bei den doppelfaktorigen Gelbgesichtern erscheint das gelb wie
bei den Wellensittichen der europäischen Mutation I und
den doppelfaktorigen Gelbgesichtern der Mutation II, nur in der
Maske mit Gelbanteilen in den Schwanzfedern. Sie entsprechen
in ihrem Aussehen auch den englischen Goldgesichtern
1.08 Hellflügel
Doppelfaktorige Hellflügel sind reinerbig und meisten
etwas dunkler im Flügel. Einzelfaktorige Hellflügel
sind spalterbig in Aufgehellte. Hellflügel mit dunklen Schwänzen
vererben dunkle Flügel.
1.09 Spangle (1973 Australien, Herr Merv Jones, Traralgon
hat 2 Opalin Grauflügel hellgrün von einem Züchter,
der in seiner Nähe wohnte, gekauft. Dieser hatte das Paar
in einem Zoohandel erstanden, damit jedoch noch nicht gezüchtet.
Das waren die Eltern des ersten Spangle. / Aussage: Rolf Christen,
Australien.) Doppelfaktorige Spangle sind nahezu Einfarbig. Spangle
gibt es als Normale und Opaline.
1.10
Anthrazit (1998 Hans-Jürgen H. Lenk, Erkrath.)
Diese Mutation entstand 1998 aus einem
1,0 Dklgrün / Op, Bl (Ring Nr.056-97-749) x 0,1 Grau EF (Ring
Nr.003-97-749) in meinem Bestand. In zwei Bruten wurden 12 Junge gezogen. Von diesen waren eine
Henne und zwei Hähne Anthrazitvögel.
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Siehe auch Veröffentlichungen "Deutsche
Budgerigar World, Heft Oktober 1998 Seite 5 - 6 und Englische Budgerigar World Heft November 1999 Seite 25.
Herr Inte Onsman,
MUTAVI Research & Advice Group, hat von einem dieser Vögel (1,0 Ring
Nr. 083-98-749, Federn von mehreren Bereichen mit einem Elektronenmikroskop
untersucht und diesen Vogel als neue Mutation bestätigt.)
Ich werde zu einem späteren Zeitpunkt ausführlicher
darüber berichten.
von Links 1,0 AGG Dblau,
1,0 Anthrazit,
0,1 Op Hellgrün,
0,1
Grau,
1,0 As Hellgrün
|

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Farbbeschreibung
der Anthrazitmutation
Körperfarbe: Rumpf,
Rücken, Brust, Flanken und Bauch gleichmäßig Anthrazit.
Wellenzeichnung: an Kopf,
Hals, Rücken und
Flügel
schwarz auf weißem Grund.
Sichtbare Schwungfedern: Schwarz
Schwanzfedern: Schwarz
Maske: Weiß
Wangenflecke: Anthrazit.
Kehltupfen: Schwarz
Beine und Füße: Gau/blau
bis silbergrau
Augenfarbe: Schwarz
mit Iris |

1,0 Anthrazit Ring Nr.078-00-749 |
Gerd Bleicher hat bei seinen Verpaarungen mit
den Anthrazits in der Folgezeit seine
Theorie (Vererbung über Faktoren)
bestätigt gefunden. Die Ergebnisse seiner
durchgeführten Verpaarungen hat er in 4 Thesen wie folgt zusammengefasst:
These Nr. 1
Der Anthrazitfaktor ist ein eigenständiger Faktor. Als Einzelfaktor wirkt
er ähnlich wie ein Dunkelfaktor und verändert die Körperfarbe von Hellblau
nach Dunkelblau.
In der Grünreihe von Hellgrün in Dunkelgrün.
These Nr. 2
Der Doppelfaktoranthrazit wird zum
sichtbar anthrazitfarbigen Wellensittich.
These Nr. 3
Ein doppelfaktoriger Anthrazit ist dominant über Grau.
These Nr. 4
Der Anthrazitfaktor ist unabhängig vom Graufaktor.
|
Ursprünglich habe ich angenommen,
dass die Anthrazits rezessiv
vererben. Gerd Bleicher war anderer Meinung. Durch
Überarbeitung meiner durchgeführten Zuchtergebnisse und Auslegung meiner
neuen, zusätzlichen Zuchtergebnisse, ergibt sich
auch für mich ein anderes Bild. Ich kann
jetzt der Meinung von Gerd Bleicher zustimmen. |
Vererbungsmöglichkeiten:
1.
2 F x 2 F = 100% 2 F
2. 2 F x 1 F = 50% 2 F, 50% 1F
3. 1 F x 1 F = 25% 2 F, 50% 1F, 25% N
4. N x N
= 100% N
5. N x 1 F = 50% 1
F, 50% N
6. 2 F x N.= 100% 1 F |
|
Blaureihe
2 F =
Anthrazit
1 F =
Dunkelblau oder Grau
N = Normale =
Blaue, Graue,
|
|
Grünreihe
2 F = Anthrazit (sehen aus wie besonders
dunkle Olive) siehe Artikel
24 Bild Nr. 8
1 F = Anthrazit
= Dunkelgrün oder
graugrün
N = Normale
= Grüne,
Graugrüne |
Alles Vorstehende trifft sowohl für Normale als auch für
Opaline zu.
2.0 Dominanz
Bedeutet: vorherrschend,
hervortretend, offen vererbend. Die Nachkommen haben das gleiche
Erscheinungsbild. Es kann kein Vogel eine dominante Eigenschaft
in spalterbiger Form haben. Es ist gleichgültig ob die Vererbungsanlage
bei einem 1,0 oder einer 0,1 angesiedelt ist.
2.01 Grüne WS
sind die Wildform der Wellensittiche.
Sie kommen aus Australien und wurden von Herrn John Gould 1840
erstmalig nach Großbritannien eingeführt. Aus dieser
Wildform sind alle Mutationen entstanden.
2.02 Easley Clearbody (1950 USA, Herr Tom Easley, Rialto,
California)
2.03 Terraneo Clearbody (1955 USA Herr Gay Terraneo)
Doppelfaktorige und Zimter sind weiß oder gelb in der Körperfarbe,
die Schwungfedern sind schwarz.
3.0 Rezessiv
Verdeckt, zurückweisend, nicht direkt sichtbar vererbend.
Es gibt sowohl spalterbige 1,0 als auch spalterbige 0,1. Folgende
Mutationen vererben rezessiv:
3.01 Grauflügel(1927 Österreich, Frau Weiß)
3.02 Hellflügel (zu erst in Australien Herr Hans
und Jack Katz, von da 1934 nach Europa)
3.01 und 3.02 sind dominant über Aufgehellte.
3.03 Falben (1931 USA kurz danach in Dänemark und
Deutschland)
Es gibt heute zwei Mutationen, die Deutsche und die Englische
(Plumeyes). Bei der englischen Mutation fehlt der helle Irisring.
Englische mit deutschen Falben verpaart ergibt schwarzäugige
normale Nachzucht, die spalterbig in beide Mutationen ist. Einige
Zimtfalben sind in ihrem Erscheinungsbild wie Lacewings und könnten
damit verwechselt werden.
3.04 Schwarzaugen
3.05 Rezessive Schecken (siehe auch Scheckenfaktor)
3.06 Blaue (1881 Belgien, Herr M. Limbosch)
3.07 Gelbe (1864 Herr Dr. Rey)
3.06, 3.07 rezessiv gegenüber Grüne, Hellflügel,
Grauflügel)
|
3.08 Weiße (1920 Großbritannien Herr. H.D.
Astley)
Rezessiv gegenüber Blaue, Hellflügel, Grauflügel)
3.09 Saddleback (1975 Les und Barry Ryan, Blackton, New
South Wales, Australian)
Erster Saddleback war ein 1,0 hellblau. Eltern 1,0 und 0,1 hellblau.
3.10 Schwarzgesichter (Blackface) (1992, Mr. Van Dijk,
Holland entdeckte bei einem Händler und kaufte 2 blaue Hähne,
die schwarze Köpfe, Masken und Markierungen auf ihrer Brust
hatten. Er verpaarte diese mit seinen Hennen. Im folgenden zog
Jahr mit den Hähnen und seinen Töchtern, Hennen und
Hähne, die wie die Ausgangstiere aussahen. Er hat diese
Mutation in der Zwischenzeit in hell, - dunkelblau, grau und
zimtgraugrün gezüchtet. Von der Größe und
Form sehen sie aus wie aus Australien als Wildfänge importiert.)
Cyril Roger berichtet 1992, dass er und auch andere Züchter
Vögel mit schwarzer Maske und schwarzem Kopf, gezüchtet
haben. Es waren überwiegend Opaline. Hier gibt es wieder 5
Vererbungsmöglichkeiten:
1. R x R = 100% R
2. R x N/R = .50%
R, 50% N/R
3. N/R x N = .50%
R, 50% N
4. N/R x N/R
.= .25% R, 50%
N/R 25% N
5. N x R = 100% N/R |
Abkürzungen:
R ...=
rezessive Mutation
N....= Normal
N/R = Spalt in R
Diejenigen, die sich diese Zusammenhänge
besser bildlich vorstellen können, sollten sich Bild Nr.2 ansehen,
auf welchem die Vererbungsmöglichkeiten von Hellflügeln
dargestellt sind.
|
Bild
Nr. 2 |
4.0 Geschlechtsgebunden
|
Die Vererbungseinheit ist an das Geschlecht gebunden, wobei der 1,0
zwei Faktoren und die 0,1 einen Faktor trägt.
Es gibt keine spalterbige 0,1.
Durch Geschlechtskupplung gesteuerte Merkmale sind bis jetzt
bei
10 Mutationen bekannt.
Bei diesen Mutationen sind wiederum 5
Vererbungsmöglichkeiten
vorhanden.
|
1. 1,0 X ... x 0,1 X ....= 50%
0,1 X, 50% 1,0 X
2. 1,0 X ....x 0,1 N... = 50% 0,1
X, 50% 1,0 N/X
3. 1,0 N ...x 0,1 X ....=
50% 0,1 N, 50% 1,0 N/X
4. 1,0 N/X x 0,1 N.. ..= 25%
0,1 X, 25% 1,0 N/X,
25% 0,1 N, 25% 1,0 N
5. 1,0 N/X x 0,1 X... = 25%
0,1 X, 25% 1,0 X,
25% 0,1 N, 25% 1,0 N/X |
Abkürzungen :
X.... = geschlechtsgebundenes Merkmal
N ...= Normal
1,0 .= Hahn
0,1 .= Henne
N/X. = Spalt in X
Für die Darstellung in Bild 3 wurden
Opaline als geschlechtsgebundene Mutation gewählt. Ausnahme bei Verpaarungen mit Texas
Clearbodys.
Der Texas Clearbodys ist dominant über Inos und Lacewings.
4.01 Opaline (1932 Wildfang Australien)
|
Bild Nr.3  |
4.02 Schiefer (1934 Großbritannien)
Diese Mutation ist jetzt wieder aufgetaucht. Schiefer werden
in England, Holland und
Deutschland gezüchtet. Ich habe
dem Standard schon sehr nahe kommende, 1999 auf der Europaschau,
ausgestellt von
den Peters Brüdern aus Holland, gesehen.
4.03 Lutino (1876 erneut 1932)
4.04 Albino (1932)
4.05 Lacewing, Grünreihe (1940 Großbritannien)
4.06 Lacewing, Blau reihe
4.07 Texas Clearbody (1954 USA) dominant über 4.03
bis 4.05
4.08 Zimter (1931 bis 1934 Australien, Deutschland und
Großbritannien)
4.09 Opalin Zimter
4.10 Texas Clearbody
Benutzung Bild 3 nur für Texas Clearbodys wenn sie mit Normalen
verpaart werden.
Verpaarungen Inos und Lacewings mit Texas
Clearbodys siehe Tabelle:
Abkürzungen:
Cb = Texas Clearbodys
C/X = Spalt in X
In vorstehender Darstellung,
X = Inos und Lacewings.
Verpaarungsbeispiele welche in der Praxis
mit Texas
Clearbodys schon durchgeführt
wurden.
| Nr. |
1,0
Hahn |
x |
0,1
Henne |
= |
Nachzucht |
|
01 |
Cb |
|
Cb |
|
1,0
Cb, 0,1 Cb |
|
02 |
Cb / X |
|
Cb |
|
1,0 Cb,
1,0 Cb / X, 0,1 Cb, 0,1 X |
|
03 |
N / Cb |
|
Cb
|
|
1,0 N / Cb, 1,0 Cb, 0,1 Cb |
|
04 |
N |
|
Cb
|
|
1,0
N / Cb, 0,1N |
|
05 |
Cb / X |
|
X |
|
1,0
Cb / X, 0,1 Cb |
|
06 |
X |
|
Cb
|
|
1,0
Cb / X, 0,1 X |
|
07 |
N / Cb |
|
X |
|
1,0
Cb / X, 0,1 Cb |
|
08 |
X / Cb |
|
Cb |
|
1,0
Cb / X, 0,1 X |
|
09 |
Cb / X |
|
N
|
|
1,0 Cb,
1,0 Cb / X, 0,1X, 0,1 Cb |
|
10 |
N / Cb |
|
N
|
|
1,0
N / Cb,1,0 N, 0,1 Cb, 0,1 N |
Durch Verpaarungen von Texas Clearbodys
an Normale oder Opaline wird die Schwingenfarbe dunkel. Die Behauptung,
man kann die Schwingenfarbe der Texas Clearbodys durch Einkreuzen
von Inos aufhellen, hat sich nach meiner Erfahrung nicht bestätigt.
Sie ist meines Erachtens auch nicht logisch. Der Vorteil bei
dieser Verpaarung ist jedoch, dass wenn eine Texas Clearbody
Henne mit einem Ino Hahn oder Lacewing Hahn verpaart wird, Texas
Clearbody Hähne fallen. Nach meinen bis jetzt gemachten
Erfahrungen hellt sich die Schwingenfarbe der Texas Clearbodys
auf, wenn man sie untereinander verpaart. Durch Lacewings kann
man sich wegen des Zimtanteiles die Flügelzeichnungsfarbe
verschlechtern. Sie wird braun, anstatt wie vom Standard gefordert,
schwarz.
zurück
|