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2010 ist mein
schlechtestes Zuchtjahr
Hans - Jürgen H.
Lenk DSV 749
(08.2010)
Ich züchte nun schon über
40 Jahre Wellensittiche. Im letzten Jahr war meine Zuchtsaison schon nicht
besonders gut, was sicherlich durch den Kauf von mehreren Hennen
beeinflusst war. Wegen Verluste mehrerer Zuchtvögel im letzten Jahr (2009)
musste ich auch für dieses Zuchtjahr (2010) einige Wellensittiche
dazukaufen. Möglicher Weise spielte der Zuchteinsatz von für meine
Verhältnisse relativ vielen fremden Wellensittichen in den beiden letzten
Jahren auch eine Rolle, das ich in diesem Jahr leider feststellen musste
das nahezu alle Unwegsamkeiten die in einer Wellensittichzucht vorkommen
könnten auch in einem Jahr auftreten können. Es ist für jeden engagierten
Wellensittichzüchter sehr hart so eine Zeit Emuziel zu verkraften.
Ich kann mir deshalb jetzt gut vorstellen, dass weniger erfahrene auch von
der Zucht faszinierte Züchter bei so einer Häufung von Problemen die Lust
an ihr verlieren und das schöne Hobby aufgeben. Ich habe meine Zucht nicht
aufgegeben, weil ich aus Erfahrung weis, dass man gegen Unwegsamkeiten etwas tun
kann und deshalb die Zuchtsaison in den folgenden Jahren
wieder viel besser verläuft.
Dass man auch in einem schlechten
Zuchtjahr einige gute Wellensittiche züchten kann, beweisen die
folgenden Aufnahmen
von dem Hellblauen Hahn mit der Ring Nr.008-10-DSV 749. Solche Ergebnisse
helfen einem Züchter über Vieles hinweg. |
Um mir bewusst zu machen und auch anderen Züchtern einen Überblick zu
geben, welche Unwegsamkeiten in einer Wellensittich - Zuchtsaison
auftreten können, habe ich diese in 4 Bereichen nachfolgend aufgelistet.
Unwegsamkeiten können sehr vielseitig sein. Sie treten dann
auf wenn die in den Einzelbereichen genannten Punkte zutreffen.
1. Unwegsamkeiten bezogen
auf das Einsetzen von Paaren.
|
Keine
oder unbefruchtete Eier
- zu glatte oder nicht richtig
befestigte Sitzstangen
- falscher Zyklus (keine
Spermaproduktion)
- nicht gesund (einer oder beide Partner)
- nicht in
Zuchtkondition (einer oder beide Partner)
- zu jung (einer oder
beide Partner)
-
zu alt (einer oder beide Partner)
- Aftergefieder nicht oder nicht richtig beschnitten
- nicht richtig für die Zucht vorbereitet
Sonstige Gründe
- schlechte Fütterung
der Jungen
- Fressen kein
Aufzuchtfutter, nicht daran gewöhnt, dadurch entwickeln sich die Jungen schlecht
- zu früher Start mit
der nächsten Brut (die vorhandenen Jungen sind noch nicht selbständig,
werden nicht mehr
gefüttert und im schlimmsten Fall attackiert)
- erzeugen rotleibige
Junge
- erzeugen Renner
- erzeugen Junge mit
Federproblemen (treten meistens nach der ersten Mauser auf)
- erzeugen
Federduster
- Federprobleme
der Jungen
mit Wachstumsschwierigkeiten
- falsche
Medikamentengabe (Medikament, Menge, Zeitpunkt, Dauer)
- gekaufte Wellensittiche noch
nicht eingewöhnt |
2. Unwegsamkeiten bezogen
auf das Einsetzen der Henne.
Hennen sind sehr
maßgebend dafür verantwortlich welche Qualität und Anzahl von guten Jungen
in einer Zuchtsaison erreicht
werden kann.
Sie sind wesendlich problematischer in der Zucht zu nutzen und das
besonders wenn sie schon älter sind. Das
kann man
auch aus der Wertung von den Unwegsamkeiten und an der größeren Anzahl gut
erkennen. Nach einem Kauf sind
sie auch
schlechter einzugewöhnen als Hähne.
|
- hat sich trotz
längerer Eingewöhnungszeit noch nicht an die neuen Haltungsbedingungen gewöhnt
- macht keine Anstalten in den Nistkasten zu gehen
- geht sofort in den
Nistkasten, kommt selten heraus und kann deshalb vom Hahn nicht
getreten werden
- nimmt
ihren Partner nicht an, weil sie auf eine bestimmte Farbe fixiert ist
- zu starke Aggression gegenüber dem
Hahn
- tötet ihren Partner
- legt keine oder nur
ganz wenige Eier
- legt unterschiedlich große Eier von
denen einige zu klein sind
- legt ihre Eier nur
außerhalb des Nistkastens
- legt dünnschalige
Eier oder welche ohne Schale
- verschmutzt ihre
Eier so stark, das ein Luftaustausch nicht mehr möglich ist
- zerstört ihre Eier
kurz nach dem Legen
- legt Eier, aber
brütet nicht
- legt fast nur
Doppeldottereier (in einem Fall in diesem Jahr bei mir, 4 Stück in
einem Gelege von 6 Stück. (aus
Doppeldottereier, selbst wenn beide Dotter befruchtet sind,
schlüpfen ganz selten Junge)
- rupft ihre Jungen
(nicht nur den Flaum, was nicht so problematisch wäre)
- tötet jedes frisch
geschlüpftes Junge
- füttert keines der frisch geschlüpften Jungen (auch dann nicht, wenn
ihr ein älteres Junge zur Fütterungs-
Animierung untergelegt wurde)
- beißt 4 bis 6 Tage
alte Junge, die ihr von einem anderen Paar zur Fütterungs- Animierung
untergelegt wurden, tot
(normaler Weise nehmen alle Hennen unbefiederte Jungen von einem
anderen Paar ohne Probleme an)
- attackiert fast
selbständige Junge (überwiegend junge Hennen) so stark, dass sie nicht
mehr lebensfähig sind
|
3. Unwegsamkeiten bezogen
auf das Einsetzen des Hahnes.
|
- tötet seine
Partnerin
- nimmt seine Partnerin nicht an, weil er auf eine
bestimmte Farbe fixiert ist
- befruchtet nicht ,
auch dann nicht wenn nach Prüfung Samen vorhanden ist
- sitzt fast
dauerhaft im Nistkasten und klaut sich immer neue Eier, die nach
seinem Verlassen des Nistkastens
auskühlen
- frist Eier
- rupft die Henne
- rupft die Jungen
- kümmert sich nicht
um seine Henne mit ihrem Gelege
-
füttert so stark, das
er vor Erschöpfung stirbt
- attackiert fast
selbständige Junge (überwiegend junge Hähne) so stark, dass sie nicht
mehr lebensfähig sind
- füttert die Henne
so, dass der gesamte Kopf verklebt ist und sie nicht mehr sehen kann. |
4. Unwegsamkeiten bezogen auf das Absetzen der Jungen.
|
- frisch abgesetzte
Junge werden absolut nicht selbständig (fressen und /oder saufen
nicht. Gegen
Wasserverweigerung
hilft, die Schnäbel zur Gewöhnung in die Wassernäpfe zu tauchen. Die Aufnahme von Wasser
ist in dieser Lebensphase besonders wichtig)
- frisch abgesetzte
Junge werden von ihren Altersgenossen in der Absetzbox getötet
|
Von
den genannten Unwegsamkeiten sind bei mir im Zuchtjahr 2010 etwa 80 %
vorgekommen. Leider bei einem Paar auch 2 Renner. Gott sei Dank in einer
Form, dass sie sicher alle Federn wiedererlangen. Renner waren seit vielen
Jahren bei mir nicht mehr erschienen. Bei einem weiteren Paar erschien auch
ein Junges das schon im Nistkasten eine Federanomalie, ähnliche der von
Rennern zeigte, aber sicher kein Renner war. Dieses Paar hatte in zwei
Bruten 16 befruchtete Eier, von denen bis auf den vorher genannten Vogel
alle im Ei kurz vor dem Schlupf starben.
|
 |
Bild Nr. 1
und 2
Zwei Ansichten von
einem meiner Beiden diesjährigen Renner (französische Mauser)
0,1 Lutino, 7 Wochen alt
Ring Nr.037 10 749
Es fehlen einige der
äußeren Schwungfedern und alle langen Schwanzfedern.
Ansonsten sieht
sie sehr gesund aus.
Die Federn fielen
etwa 2 Wochen
nach dem Einsatz in die Absetzbox aus. |
 |
Vergleich von erkrankten und gesunden Schwungfederschaften
|
Federschafte von einem an der
französischen Mauser
erkrankten Wellensittich |
Federschafte von einem
gesunden
Wellensittich
|
Ich
habe vor kurzem bei einem Züchter gesehen wie grausam und deprimierend es
sein kann, wenn fast die gesamte Nachzucht eines Zuchtjahres aus Renner in
allen Variationen besteht.
|
 |
Bild Nr. 3
und 4
Zwei Ansichten von
meinem WS mit einer Federanomalie ?
1,0 Zimt grau, 5
Wochen alt
Ring Nr.041 10 749
Es fehlen einige der
mittleren Schwungfedern und einige Federn
und Daunen unter den Flügeln so
wie die langen
|
 |
Schwanzfedern. Der zimtgraue Jungvogel hat ein sehr loses Kleingefieder. Ihm
ist besonders auf Bild Nr.4 an zusehen, dass er sich nicht richtig wohl fühlt.
Da er zu der Zeit wo das Bild gemacht wurde schon 5 Wochen alt war, ist er
wohl nicht mit einem Circovirus infiziert.
Wenn Federprobleme mit Wachstumsstörungen durch Bakterien / Viren
ausgelöst werden, sind sie nach meinem
Kenntnisstand in den meisten Fällen praktisch nicht so einfach
therapierbar. Weil in einem Wellensittichstamm die Veranlagung
dafür in solchen
Fällen latent
vorhanden ist, treten sie überwiegend nur dann auf, wenn das Immunsystem
durcheinander gerät. Das kann durch eine besondere Belastung z. B. zu
vieles Ausstellen oder durch den Zukauf von mehreren Wellensittichen
ausgelöst werden. In dem letzten Fall treffen dann zwei oder mehrere
Bakterien- /
Virenstämme auf einander, gegen die, die im eigenen Stamm vorhandenen
nicht Immun sind. Hier kann man in den meisten Fällen nur abwarten, bis
sich eine Resistents gegen diese neu eingebrachten Bakterien / Viren im
gesamten Stamm aufgebaut hat. Verluste bis zu diesem Zeitpunkt muss man
leider in Kauf nehmen.
Welche Bakterien- /
Virenstämme kommen dafür in Frage?
Wie Sie aus dem Folgenden
ersehen können, habe ich mich versucht kundig zu machen bei welchen
Infizierungen meine vorher gemachte Aussage zutreffen könnte.
Französische Mauser,
auch als
Renner / Rennerkrankheit bezeichnet
Ursachen für einen Ausbruch von der französischen Mauser.
Als normalen Zustand befinden sich Polyomavirus Infektionen zurzeit in
latentem Zustand in fast allen Wellensittich - Zuchtstämmen. Die Infektion
bricht aber nur dann aus, wenn unsere Wellensittiche einem längeren
Zeitraum mit Stress ausgesetzt werden und dadurch ihr Immunsystem
geschwächt wird. In manchen Zuchtsaisonen erscheinen zum Schluss bei einem
oder zwei Paaren Junge, welche von der französischen Mauser befallen
sind. Daran ist erkennbar, dass die Rennerkrankheit latent vorhanden ist.
Erst wenn die Ursache für das geschwächte Immunsystem gefunden wurde, kann
man etwas gegen das verstärkte Ausbrechen und die Verbreitung der
Französischen- Mauser in dem Zuchtstamm unternehmen.
Circovirus
(PBFD = Psittacine Beak and Feather
Disease)
In Deutschland wird sie auch als Schnabel- und Federkrankheit bezeichnet.
Leider sind auch schon bei dieser für Wellensittiche relativ
neu bekannten Krankheit einige Wellensittichstämme von dem Virus infiziert
und tragen ihn in latenter Form in sich. Sie ist eine der übelsten Krankheiten. Auch dieser Virus wirkt besonders dann, wenn eine Schwächung
des Immunsystems erfolgt ist. Ähnlich wie bei der Rennerkrankheit bewirkt
er Wachstumsstörungen bei den Federn. Diese zeigen sich so, das die Federn
verdreht oder schief nachwachsen und oft bei den folgenden Mausern
symmetrisch auf beiden Seiten ausfallen. (häufig ein Teil der Schwung- und
Schwanzfedern) In der schlimmeren Version hat der befallene Wellensittich
Federlücken am ganzen Körper. So stark befallene Wellensittiche sind
sofort aus zu sortieren. Bei befallenen Altvögeln nimmt die Krankheit nach
Ausbruch von Beginn an einen chronischen Verlauf und führt je nach
beschaffendem Immunsystem nach zwei bis fünf Jahren zum Tot. Bei
Jungvögeln (Nestlinge) beträgt die Inkubationszeit etwa zwei Wochen. Der
Tot tritt dann relativ schnell ein, da diese Krankheit sehr aggressiv ist.
Zurzeit ist eine komplette Heilung noch nicht möglich, weil
in Deutschland der dazu erforderlich Impfstoff nicht zur Verfügung steht.
Es ist auch nicht einfach latente Virusträger zu ermitteln.
Megabakterien
(Megabakterien
Infektion.)
In den meisten Fällen haben Megabakterien keine schädliche
Wirkung auf gesunde und vitale Wellensittiche. Auch hier können
Wellensittiche nur mit einem geschwächten Immunsystem daran erkranken und
auch sterben. Infizierte Vögel sind latente Träger. Der Infektionsausbruch
beginnt in Zeiten von Stress, oft feststellbar bei beginnender Mauser und
nach dem Einsatz in die Zucht. Eine offensichtliche Erkrankung durch
Megabakterien wird mit der Nutzung von genetisch behafteten
Wellensittichen als Zuchtvögel stark eingeschränkt.
Streptokokken
Ursachen für eine Streptokokken Infektion.
Eine Streptokokken Infektion erscheint als eine plötzlich auftretende
Krankheit so wohl in der Zuchtbox, als auch in der Voliere. Oft nach der
Rückkehr von einer Schau, durch eine latent vorhandene Infektion oder
durch den Kauf von mehren Wellensittichen.
Der plötzliche Ausbruch einer Streptokokken Infektion ist auch meistens
auf einen Stressfaktor (Kälte, Ausstellungsstress, Eingewöhnungsstress,
Energie Verarmung,
Verzehrung von kontaminierter Nahrung) zurück zu führen und kann auch bei
zuvor gesunden, robusten Wellensittichen auftreten. Die chronische Form
tritt auch bei schwachen Vögeln die von einer anderen Belästigung /
Krankheit befallen sind, wie zum Beispiel bei Milbenbefall,
Polyomavirusbefall, Megabakterienbefall und bei einer Papageienkrankheit
auf.
Krankheiten sind oft nur durch eine Blut- und /oder Kotuntersuchung
gesichert einschätzbar. Deshalb sollte für eine
medikamentöse Behandlung ein Tierarzt der sich auf Vögel spezialisiert
hat, konsultiert werden. Leider gibt es
davon nur sehr wenige. |
Zur Einstimmung.
Von großen Problemen in der Zucht wird zwar intern
gesprochen, aber sehr wenig im Detail veröffentlicht. Die Züchter scheinen
sich davor zu fürchten. Dabei haben sie in vielen Fällen keinen direkten
Einfluss auf die Vorkommnisse. Es wäre sicherlich hilfreich, wenn mehr
über auftretende Probleme in der Zucht bekannt würde, dann ist es
möglicherweise einfacher sie zu erkennen, richtig einzuschätzen und sich
dagegen zu wehren.
Manche Unwegsamkeiten kann man beheben weil Erfahrungen
bekannt sind wie man sich darauf einstellen soll. Oft treten einige
Unwegsamkeiten ohne offensichtlich erkennbare Gründe auf. Auch dann, wenn man in seiner
Fütterungs- und der Zuchtraum- Routine gegenüber den Vorjahren nichts
geändert hat. Positive Erscheinungen sollte man auch versuchen zu
ergründen. Da besteht aber normalerweise kein
unmittelbarer
Handlungsbedarf. Wenn sie negativ sind, ist man sehr ratlos
weil einem nichts einfällt, wie die Unwegsamkeiten zu beheben sind. Es
gibt sicher für alles eine Erklärung. Es ist aber nicht einfach sie auf
Anhieb zu finden. Wenn man herausfindet wodurch eine Unwegsamkeit
aufgetreten ist,
kann man sich
darauf einstellen und möglicher Weise dagegen wehren.
Das habe ich zum Teil auch in diesem Jahr machen können.
Einige der Möglichkeiten wie man sich gegen Unwegsamkeit
wehren, b.z.w sie von vornherein ausschließen kann, können Sie in der Rubrik Fachartikel
auf meiner Homepage herausfinden.
Statistik über mein
Zuchtjahr 2010
(November 2009 bis Juni
2010)
|
Vorgänge |
Anzahl
Stück |
Anzahl
% |
Bemerkung |
|
Eingesetzte Vögel insgesamt |
42 |
100,00 |
Je 1 Hahn und 1 Henne mit 2 verschiedenen Partnern |
|
Eingesetzte Fremdvögel |
12 |
28,57 |
3 Hähne,
9 Hennen von 5 Züchtern
(dazugekauft in
zwei aufeinander folgenden Jahren) |
|
Zuchtpaare |
22 |
100,00 |
Zum
Teil nur eine Brut. |
|
Erfolgreiche Verpaarungen |
15 |
68,18 |
|
|
Jungtiere pro Zuchteinsatz |
2,77 |
12,59 |
Zum Vergleich, in der Zuchtsaison 1981 waren das bei mir 3,375
Stück |
|
Eier gelegt |
265 |
100,00 |
11
Doppeleier (8 befruchtet, bei 5 beide Dotter, alle abgestorben) |
|
Eier unbefruchtet |
114 |
43,02 |
Der hohe Anteil an
unbefruchteten Eiern ergibt sich sicher aus der Tatsache das viele der
zur Zucht verwendeten Vögel erstmalig eingesetzt wurden. |
|
Abgestorben im Ei |
68 |
25,66 |
Bei einigen Eiern habe ich
Folgendes festgestellt: Schlechter
Brutzyklus, zu dicke Haut, zu dicke Schale,
poröse Schale, zu großer
Flüssigkeitsinhalt, doppelter Dotter, stark verkotet |
|
Tod vor dem Beringen |
22 |
8,30 |
Ei
nur an einer Stelle angepickt stecken geblieben, nicht gefüttert, zu
großer Altersunterschied zu den Nestgeschwistern |
|
Jungvögel insgesamt beringt |
61 |
100,00 |
|
|
1,0 Jungvögel beringt |
40 |
65,57 |
|
|
0,1 Jungvögel beringt |
21 |
34,43 |
|
|
Sonstige
Vorkommnisse |
|
|
|
|
Befall von Französischer - Mauser |
2 |
3,28 |
Die
Krankheit wurde kenntlich durch den Verlust von einigen Schwung-, und
Schwanzfedern nach 2 Wochen
in der Absetzbox. |
|
Andere Gefiederkrankheit |
1 |
1,64 |
Im
Nistkasten abnormales Gefiederwachstum.
Fehlen einiger mittleren Schwungfedern, Federlücken unter den Flügeln
und Fehlen der langen Schwanzfedern |
|
Abgänge durch Tod nach dem Beringen |
15 |
24,59 |
2 Stück
von Jungvögel in Absetzbox getötet
1 Stück von Henne
tödlich attackiert
1 Stück
vom Hahn tödlich attackiert
3 Stück ohne
ersichtlichen Grund
2 Stück
nicht selbständig (fraßen nicht)
5 Stück wegen
schlechter Fütterung
1 Hitzschlag auf einer
Jungvogelschau in einem Zelt |
Für die schlechte Fütterung der Jungen von meinen Zuchtpaaren
in diesem Jahr, habe ich zu Beginn keine Erklärung gefunden. Ich habe aber
wie sie aus den folgenden Ausführungen erkennen können, versucht eine
Verbesserung zu erreichen.
Schlechte Fütterung
der Jungen von meinen Zuchtpaaren.
Ich habe in diesem Jahr neben anderen Problemen, welche ich
zum überwiegenden Teil abstellen konnte, auch das Problem, das meine
Zuchtpaare ihre Jungen sehr schlecht füttern. Dadurch hatten einige Jungen
fast einen Stillstand in ihrem Wachstum erreicht. Wenige sind auch
gestorben b.z.w mussten weil sie nicht lebensfähig waren von mir getötet
werden.
Günter Elfert, ein bekannter Züchter und Aussteller von den
so genannten schwierigen Farben, schreibt auf seiner Homepage, dass er vor
Jahren ähnliche Probleme (sehr schlechtes Füttern seiner
Zuchtpaare) hatte. Durch einen Taubenzüchter wurde er auf das Mittel PK
Strath- Kräuterhefe aufmerksam gemacht. Dieses Mittel soll bewirken, dass
sich die Füttergebaren von Zuchtvögeln positiv verbessern (ihre Jungen
besser füttern). Bei seinen Wellensittichen hat sich das bestätig. Die
Jungen hatten nachdem er dieses Mittel einsetzte immer volle Kröpfe. Das
hat er mir auch noch mal telefonisch bestätigt. Er mischt die PK Strath-
Kräuterhefe unter das Aufzuchtfutter.
Lieferanten Info der
Firma Strath-
Labor GmbH
(Ausschnitt von mir auf Wellensittiche bezogen)
PK STRATH- KRÄUTERHEFE ist für Tiere mit erhöhtem Nährstoffbedarf.
PK für Tiere enthält eine
biologisch aufgeschlossene Kräuterhefe. Zur Gewinnung von Strath-
Kräuterhefe wächst eine spezielle Hefe von Anfang an in einem natürlichen
Nährsubstrat mit ausgewählten Kräuterauszügen. Während dieses
Vermehrungsprozesses gehen die Hefezellen eine enge Wechselbeziehung mit
den Pflanzenauszügen ein. Nach Abschluss der Wachstumsphase wird der
wertvolle Hefezellinhalt durch ein schonendes, biologisches Aufbrechen der
Zellwände freigesetzt. Dadurch entsteht der stoffwechselaktive
Hefezellsaft in welchem Folgendes enthalten ist:
v
Kräuterhefe, Vergorene Gemüse-, Frucht-, Fruchtauszüge
v
Vitamine (v. a. B- Komplex) Enzymen, Aminosäuren, Mineralstoffe u.
Spurenelemente, Pflanzeninhaltsstoffen für den
tierischen Organismus in gut
verwertbarer Form
v
Hefezellwandbestandteile (Glucane, Mannane) mit bioregulativer Wirkung im
Darm
v
Organ- und Stoffwechselunterstützende, Zellschützende Kräuterinhaltsstoffe
PK für Tiere ist ein natürliches Produkt ohne synthetische Zusatzstoffe.
Durch den völligen Verzicht auf Konservierungsmittel, künstliche Farb- und
Geschmackszusätze hat PK für Tiere ein äußerst geringes
Allergisierungspotential.
PK für Tiere ist gut verträglich. Die
enthaltene aufgeschlossene Strath- Kräuterhefe ist nicht mehr
vermehrungsfähig, ein Infektionsrisiko durch Hefepilze ist deshalb
ausgeschlossen. Eine kurmäßige Anwendung über einen längeren Zeitraum ist
bedenkenlos möglich.
PK für Tiere mit erhöhtem Nährstoffbedarf ist
sinnvoll während.
v
BRUTZEIT
v
AUFZUCHT UND WACHSTUM
v
MAUSER
Welche Schlüsse kann man
aus der Lieferanten Info ziehen?
Aus der vorstehenden Lieferanten Info der Firma Strath- Labor
GmbH ist für mich zu erkennen, dass
die Verfütterung von PK Strath- Kräuterhefe für die Lebensbedingungen von
Wellensittichen sicher vorteilhaft sein kann. Dort ist aber nicht
angegeben, dass durch die Gabe von PK Strath- Kräuterhefe sich das
Fütterverhalten an die Nachzucht ändern wird.
Ich kann mir
das auch nicht so recht vorstellen.
Deshalb bin sehr
gespannt, ob sich die Erfahrung von Günter Elfer auch bei mir bestätigt.
Es gibt sicher viele
Gründe, warum die Zuchtvögel ihre Jungen schlecht füttern. Einige davon
sind zum
Beispiel:
- Geänderte
Futtertechnik, Darreichung, Futter / Futtersorte.
- Überaltertes Futter (kann beim Kauf nicht so einfach
festgestellt werden).
-
Schlechter Gesundheitszustand von einem oder beiden Zuchtpartnern
Tipps der Firma Strath-
Labor GmbH
zur Anwendung für PK für Tiere
|
KLEINSTTIERE (Wellensittiche, Kanarienvögel etc.):
Täglich 1/4 - 1/2 Teelöffel in das frische Trinkwasser (0,5l)
oder 1 Esslöffel auf 2 kg Körnerfutter geben
1 Teelöffel entspricht 3,5 ml, 1 Esslöffel entspricht 12 ml
In den meisten Fällen
wird PK für Tiere vorzugsweise dem Futter oder dem Trinkwasser
zugesetzt. Manche Tiere mögen es jedoch auch unverdünnt. Trinkwasser
mit PK für Tiere spätestens nach 24 Stunden erneuern, Trinknäpfe gut
reinigen.
Individuelle
Dosierung ist möglich, bei besonderen Belastungen (z.B. Training /
Wettbewerb, überstandenen Krankheiten, Mauser) kann die Einnahmemenge
bis zum Doppelten gesteigert werden.
PK für Tiere gibt es in folgenden Handelsformen:
Flasche mit 250 ml,
Doppelpackung 2 x
250ml,
Dose mit 140
Tabletten für
den gewerblichen Einsatz in der Tierhaltung, Tierzucht, Tierpensionen
etc. auch in größeren Gebinden erhältlich.
1 Flasche mit 250 ml
Inhalt kostet zurzeit 10,95 Euro. Bestellen kann man dieses Mittel in
einer Apotheke oder über die Bestellmöglichkeit, angegeben in der
folgenden Homepage
http://www.strath-labor.de/text/tiere.htm
|

|
Erfolgsaussichten testen
|
Nachfolgendes soll auch aufzeigen wie man
die Wirksamkeit
bei Veränderungen in seiner Fütterungs- und Zuchtraum- Routine auf
Erfolgsaussichten testen kann. |
Meine Vorgehensweise bei Einführung von
Neuerungen.
Oft hört man von
Wellensittichzüchtern, dass sie irgendwelche Wundermittel oder neue
Erkenntnisse in der Futterversorgung entdeckt haben und damit äußerst
Erfolgreich seien. Einer verkündet die „frohe Botschaft“ und Viele folgen
ihr, oft ohne eine ersichtliche Notwendigkeit. Leider kann man sich nur in
ganz wenigen Fällen auf solche Aussagen verlassen. Schon deshalb nicht,
weil keine aussagefähigen Tests für die Wirksamkeit gemacht wurden.
Manchmal stellt sich eine Verbesserung durch zufällige Gegebenheiten ein,
die gar nichts mit dem eingesetzten Mittel oder der Veränderung (Fütterungs- und der Zuchtraum- Routine) zu tun haben. Die
vermeintliche Verbesserung könnte sich auch ohne die Veränderung wegen
gleichzeitiger, geänderter Umweltbedingungen und / oder
Haltungsbedingungen ergeben haben. Es werden auch wiederholt aus
Unkenntnis Futtermittel eingesetzt, die von unseren Wellensittichen gar
nicht verwertet werden können.
Wenn ich Neuerungen in
meiner Zucht einführe, mache ich das nur dann, wenn durch schlechte
Ergebnisse eine Notwendigkeit besteht. Auch informiere ich mich so gut wie
möglich über die mögliche Wirkungsweise der Neuerung.
Besteht bei mir die
Notwendigkeit eine Neuerung einzuführen, dann gehe ich normalerweise immer
nach dem gleichen Prinzip vor.
Einführung und
Testen von Neuerungen
|
Für Tests teile ich meine Wellensittiche in zwei Gruppen auf. Mit
einer Gruppe führe ich den Test für die Neuerung durch. Die andere
Gruppe lasse ich zum Vergleich unberührt. Nur so kann ich feststellen,
ob sich wirklich eine Änderung (Verbesserung / Verschlechterung) durch die Neuerung
ergeben hat.
|
Zum Versuch eine Fütterungsverbesserung zu erreichen.
Am Anfang dieses
Artikels habe ich schon zu erkennen gegeben, das ich mir schlecht
vorstellen kann das sich bei meinen Wellensittichzuchtpaaren durch die
Gabe von PK
Strath- Kräuterhefe ihre Fütterungsgebaren verändern. Da ich aber keine
andere Möglichkeit wusste wie ich das Fütterungsgebaren meiner Zuchtpaare
ändern konnte, wollte ich es testen.
Bei dem
Spezialfuttermittel ENTRODEX
sagt die Firma Masuhr, das dieses Mittel wirksam zur
Behandlung von Verdauungsproblemen, Stress, Austrocknung, schlechte
Fresslust ist und es das Aufnehmen von Nährstoffen fördert.
v
ENTRODEX nutze ich schon seit vielen Jahren. Es hat unter Anderem bewirkt,
dass ich kaum noch Wellensittiche habe, die ihren Hintern so stark
verkoten, dass ihnen nach einer Austrocknung ein Absetzen von Kot nicht
mehr möglich ist und wenn man es nicht bemärkt, sie deshalb verenden.
Einen Einfluss auf das
Fütterungsgebaren meiner
Zuchtvögel ist zu mindestens in diesem Jahr nicht festzustellen.
Vielleicht könnte
Ähnliches auch bei
PK Strath- Kräuterhefe
ausschlaggebend sein.
v
(wirksam gegen
schlechte Fresslust und das Aufnehmen von Nährstoffen fördern) Eine
Aussage in diese Richtung habe ich in der Lieferanten Info der Firma
Strath- Labor GmbH
nicht gefunden.
Nachdem ich auch noch
von anderen Züchtern gehört hatte, das durch die Gabe von
PK Strath- Kräuterhefe
sich auch schon nach nur
kurzem Einsatz eine Verbesserung des Fütterungsverhalten eingestellt hat,
habe ich mir das Ergänzungsmittel PK Strath- Kräuterhefe von unserer
Apotheke besorgen lassen und am 27.02.2010 mit der Fütterung von PK
Strath- Kräuterhefe begonnen. Das Mittel habe ich morgens bestellt
und schon am Nachmittag abholen können. Der Preis entsprach nahezu dem,
der von der Firma angegeben wird.
Meine Nutzung von
PK Strath- Kräuterhefe in den Testphasen.
Da in diesem Fall (vor
der Fütterung von
PK Strath- Kräuterhefe) fast alle meine Zuchtpaare schlecht gefüttert
haben, dachte ich, dass ich auf eine Bildung von Testgruppen verzichten
könnte.
Ich verwende von den
drei Möglichkeiten (Verabreichung über das Trinkwasser, das Futter oder
unverdünnt) die der Lieferant anbietet, die Verabreichung über das
Trinkwasser.
PK Strath- Kräuterhefe löst sich sehr gut im Wasser auf. Der Geruch ist
nicht besonders intensiv aber für menschliches Empfinden etwas unangenehm.
Verabreichung von Futter-
Ergänzungsmitteln oder Vitamine
|
Nach meiner Erfahrung, ist die Gabe von Futter- Ergänzungsmitteln oder
Vitaminen in Trinkröhrchen über das Trinkwasser die beste Möglichkeit.
Hiermit
kann
man richtig dosieren und gut erkennen wie viel konsumiert
wurde. Ich
verwende
deshalb grundsätzlich keines der Mittel, die nicht über das
Trinkwasser gereicht werden können.
|
Mit dem Trinkwasser
kann man genauer / besser dosieren, besonders in der Zuchtfase wo die
Wellensittiche viel trinken. Man muss das Trinkwasser, wenn es in
Trinkröhrchen gereicht wird nicht unbedingt täglich erneuern. Da das
Getränk nur über eine kleine Oberfläche mit dem Luftsauerstoff in
Berührung kommt, ist das Ergänzungsfuttermittelmittel oder Vitamin auch
noch am zweiten Tag fast gleichwertig wirksam. Ein weiterer Vorteil ist,
dass der bei manchen Ergänzungsfuttermittelmitteln weniger angenehmer
Geruch zurückgehalten wird. Was für den Züchter angenehm ist und die
Wellensittiche besser ermuntert die Wasserlösung zu trinken. Natürlich müssen
die Trinkröhrchen bei jedem Wasserwechsel immer gut gereinigt und
desinfiziert werden, was ich strickt einhalte.
Im Laufe des Einsatzes
von PK Strath-
Kräuterhefe bin ich auf die Idee gekommen zwei Testphasen durch zu führen.
Erste Testphase
Zeitraum (27.02.2010
bis 15.04.2010) zur Verfügunkstellung
von PK
Strath- Kräuterhefe
nach jedem zweiten Wasserwechsel
Zweite Testphase
Zeitraum (16.04.2010
bis 13.05.2010) zur Verfügunkstellung von PK
Strath- Kräuterhefe
als kurmäßige Anwendung über einen
längeren Zeitraum
Das Ende ergab sich
durch die Tatsache, dass die
Flasche mit 250 ml Inhalt
verbraucht war und ich in diesem Zuchtjahr keine Neue mehr kaufen wollte.
Ich habe auch nicht
festgestellt, dass meine Wellensittiche in der Testphase mehr als sonst
gesoffen haben.
Testergebnis.
Ich reichte in der
ersten Testphase
PK Strath- Kräuterhefe
nach jedem zweiten Wasserwechsel. In den Wasserwechseln dazwischen bekamen
meine Wellensittiche ein Vitaminpräparat (Multi
-Vitaminsaft der Firma Tollisa / Carat) zusammen mit
ENTRODEX angeboten.
Bei einigen Paaren
(etwa 55 %) war am Ende der Testphase ein Fortschritt zum
Prüfungszeitpunkt Täglich um 19.00 Uhr zu erkennen. Insgesamt war ich mit
dem Ergebnis nicht zu frieden. Deswegen habe ich noch eine zweite
Testphase gestartet.
In der zweiten
Testphase habe ich nur
PK Strath- Kräuterhefe
auch mit dem Trinkwasser als kurmäßige Anwendung über
einen längeren Zeitraum eingesetzt. Hier konnte ich eine Verbesserung am
Ende der Testphase zum Prüfungszeitpunkt Täglich um 19.00 Uhr auf etwa 75
% feststellen. Auch das zweite Ergebnis ist für mich nicht ausreichend.
Erst wenn nach der von
mir vorgesehenen Konsumierungszeit von
PK Strath- Kräuterhefe, der überwiegende Teil meiner
Zuchtpaare (mindestens 90 %) gut füttert, so das nahezu alle Jungen prall
gefüllten Kröpfe haben, kann davon ausgegangen werden, dass dieses Mittel
tatsächlich dazu beigetragen hat.
Beispiele
wie junge Wellensittiche mit vollen Kröpfen aussehen sollten.
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Bild Nr. 5
links
bis zu 2 Wochen alte
WS- Küken.
Bild Nr. 6
rechts
5 Tage altes WS-
Küken mit 3 befruchteten Eiern.
Alle WS- Küken haben
prall gefütterte Kröpfe.
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Bei den Tests habe ich
natürlich den Konsum des gesamten Futters überprüft. Bei den Paaren,
wo die Jungen keine
prall gefüllten Kröpfe hatten, war das bei mir
benutzte Keimfutter das ich mit Aufzuchtfutter
bestreut habe
(Siehe auch Artikel 15 Fütterung
und Futtersorten für Wellensittiche)
auch nur zu einem geringen Teil aufgefressen. Durch
die Nutzung von Vorrats- Behältern mit Schlaubenauffangbehältern für das
Körnerfutter in den Zuchtboxen habe ich auch die Möglichkeit den Konsum
von diesem Futter zu überprüfen. Auch hier waren Mengenunterschiede
feststellbar.
Alle meine Wellensittiche, auch die in den Flügen
untergebracht waren, erhielten das Trinkwasser welches mit PK Strath-
Kräuterhefe angereichert war. In den Flügen konnte ich keine Veränderung der
Fresslust feststellen.
Erkenntnisse aus den
Tests und der Statistik über mein Zuchtjahr 2010
Wenn ich mir die Ergebnisse aus beiden Testphasen und die
Statistik über mein Zuchtjahr 2010
anschaue, muss ich
feststellen, dass für mich die Tests, was die Aussage über die Fütterungsgebaren
meiner Zuchtpaare anbelangt, nicht zufrieden stellend ausgefallen
sind. Bei mir hat sich die
Erfahrung von Günter Elfer (Verbesserung des Fütterungsgebarens der
Zuchtpaare durch die Gabe von PK Strath- Kräuterhefe) nicht
bestätigt.
Durch den Kauf und Einsatz in die Zucht von Wellensittichen aus 5 verschiedenen Zuchten in den letzten zwei
Jahren, sind sehr wahrscheinlich unterschiedliche fremde Virenstämme
aufeinander getroffen die sich nicht vertragen haben. Dadurch waren
meine Zuchtpaare gesundheitlich eingeschränkt und deshalb nicht in bester
Zuchtkondition. (Eine offensichtliche Erkrankung ist mir jedoch nicht
aufgefallen) Die sich zum Ende der Tests ergebenen Verbesserungen des
Fütterungsgebarens, könnten sich durch eine fortschreitende Verbesserung
ihres Genesungszustandes (Immunsystems)
ergeben haben. Möglicher Weise hat die Gabe von
PK Strath- Kräuterhefe zur Genesung beigetragen.
Nach
Auswertung der Testergebnisse und der Statistik über mein Zuchtjahr
2010, komme ich zu dem Schluss, dass
die schlechten Fütterungsgebaren meiner Zuchtpaare durch eine
Verschlechterung ihres Immunsystems ausgelöst
wurden. |
Um sicher zu sein, das meine Vermutung in die richtige
Richtung geht, werde ich in der nächsten Zuchtsaison (2011) mit dem von
mir sonst üblichen Verfahren (zwei Testgruppen) die zweite Testphase
als kurmäßige Anwendung über einen längeren Zeitraum
wiederholen, um mir dann ein endgültiges Urteil bilden zu können. Ich bin sehr gespannt, welches Ergebnis ich dann erhalten
werde. Natürlich werde ich das Ergebnis als Ergänzung zu diesem Artikel
bekannt geben.
PS.
Es scheint so, dass ich mit meiner
Auslegung der Testergebnisse und der
Statistik über mein
Zuchtjahr 2010
Recht
habe. 14 Tage nach Beendigung der zweiten
Testfase konnte ich feststellen, dass alle meine Paare (9 Stück), die noch
in
der Zucht waren ihre Jungen wieder normal füttern. Alle Jungen hatten prall
gefüllte
Kröpfe. Hierfür
kann die 14
Tagen davor beendete Gabe von
PK Strath- Kräuterhefe, was das
Fütterungsgebaren
anbelangt, mit Sicherheit nicht
mehr verantwortlich sein. |