Artikel 47
Als Gast auf
einer bemerkungswerten Jungvogelschau
Hans - Jürgen H. Lenk DSV 749 (07.10)
Der folgende Artikel soll als
Beispiel gelten, wie eine für die AUSSTELLER ansprechende Eintagesjungvogelschau
ausgerichtet
werden kann. |
Etwa eine Woche vor dem Termin der
Jungvogelschau erhielt ich einen Anruf von Dieter Müller. Er wollte von
mir wissen ob ich auf ihrer Schau Bilder machen könnte. Er schlug mir auch
vor als Gast auszustellen. Nach kurzer Prüfung mit meinem Terminkalender
sagte ich zu Bilder zu machen. Op ich auch ausstellen könnte, musste ich
erst noch prüfen.
Die 7. Rhein- Erft- Schau ist eine
Eintagesschau. Sie sollte am Samstag den 10. 07. 2010 in Grevenbroich-
Kapellen bei der Zuchtgemeinschaft H. Dieter & Frank Müller stattfinden,
welche diese Schau jetzt schon zum 3. Mal ausrichtet. Die
Ausstellungsvögel sollte zwischen 9.00 und 10.00 Uhr eingeliefert werden.
Kurz danach sollte das Richten beginnen. Veranstalter ist die
Ortsgruppe WS-
Stammtischfreunde Rhein- Erft.
Die Einlieferung mit Erfassung der
Ausstellerdaten und Auswertung erfolgte durch Ulrich Zimmermann nach einem
eigenen für diese Schau erstellten System. Auf der Ausstellung wurde ich
gefragt, ob ich einen Bericht darüber machen und diesen der Wellensittich
Welt zur Veröffentlichung schicken könnte. Dem habe ich zugestimmt.
In
dieser Ortsgruppe ist
ein sehr großes Potential an guten Wellensittichen und Fachwissen
vorhanden. Das haben die Mitglieder auf vielen offenen Schauen und DSV -
Bundesschauen bewiesen. Auf der DSV - Bundesschau 2009 erkämpfte sie sich
den Ortsgruppenpokal für die beste Gesamtleistung. Was mir diese
Ortsgruppe besonders sympathisch macht, ist ihre Art die Ortsgruppe zu
betreiben. Organisatorische Zwänge sind fast keine vorhanden. Es gibt
keine Satzung und keinen festgesetzten Beitrag. Fallen Unkosten an, werden
diese anteilmäßig auf die Mitglieder umgelegt.
Auf den Versammlungsabenden wird keine Zeit durch Regularien
vertan. Es kann alles was die Mitglieder bewegt besprochen werden. Da
heute im Berufsleben und manchmal auch privat fast alles reglementiert und
oft starken Zwängen unterworfen ist, sollte man sich in seinem Hobby davon
erholen können. Das ist aus meiner Sicht in dieser
Ortsgruppe möglich.
Ich hatte mich nach Sichtung meiner Jungvögel
entschlossen auszustellen. Da ich wegen des großen Autobahnanteils an der
Wegstrecke nicht sehr viel Zeit für die Fahrt zu dem Ausstellungsort
brauchte, machte ich mich um 9,00 Uhr mit 4 Wellensittichen auf den Weg.
Ich war sehr gespannt, wie sich dieser Tag gestalten würde.
Die Wetterkonditionen hätte man als optimal
bezeichnen können, wenn nicht die Temperatur im Laufe des Tages immer
weiter angestiegen währe. Gefroren hat an diesem Tag sicher keiner. Für
die Wellensittiche war es jedoch eine besonders hohe Belastung.
Die Raumverhältnisse
Die Schauaktivitäten fanden in zwei
hintereinander angeordneten relativ großen Zelten statt. Dieter Müller
hatte schon in weiser Voraussicht die Seitenwände abgenommen und so
platziert, dass sie bei starkem Wind oder Regen leicht wieder angebracht
werden konnten.
In dem ersten Zelt, Zelt Nr.1 waren Tische mit
Sitzgelegenheiten, der Tisch für die Pokale und Rosetten, der Tisch für
die angebotenen Speisen und der Richtplatz für den Preisrichter
untergebracht. Dieser Platz wurde nach Beendigung der Richtarbeit für die
Präsentation der Siegervögel genutzt. Der Grill war einige Meter von den
Zelten entfernt im hinteren Gartenteil aufgebaut.
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Blick in den Eingansbereich von Zelt Nr.1.
Hier sind auch die beiden zuständigen Personen für
die Ausrichtung dieser schönen Schau mit allem was dazu gehört zu
sehen. In der hinteren Reihe erster von links Frank Müller daneben
sein Vater Dieter. Wie man aus den Gesichtern und der
Körperhaltung der im linken Bild zu sehenden Personen erkennen kann,
fühlen sich alle recht wohl. |
Blick
in Zelt Nr.2
Das Richten ist noch nicht beendet, deswegen sind
die Käfige nicht richtig aufgestellt. Im Hintergrund ist das
Ortsgruppenmitglied Herbert Meester bei der Einordnung der
Ausstellungskäfige zu sehen. Er ist bekannt für seine guten Zimter. |
Die Ausstellungsteilnehmer
Auf dem folgenden Bild sind
Ortsgruppenmitglieder und Gäste mit dem diesjährigen Preisrichter Wilhelm
Trimborn, Erster von links in der zweiten Reihe, zu sehen. Nicht alle
hatten Wellensittiche für die Ausstellung mitgebracht.
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Die Hauptgewinner sind:
Bester der Schau,
Aussteller:
Hans - Jürgen H. Lenk
Erster in der ersten Reihe von rechts
daneben,
Aussteller:
Frank Nietgen.
Bestes Gegengeschlecht,
Beide waren als Gäste eingeladen.
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Die Aussteller mit
Käfigstückzahl und Richtergebnis
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Lfd. |
Name |
Code Nr. |
Anzahl |
Prädikate |
|
Nr. |
|
|
Käfige |
v |
sg |
g |
b |
- |
|
1 |
ZG. H. Dieter & Frank Müller |
DSV 447 |
13 |
|
13 |
|
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2 |
Herbert Meester |
DSV 935 |
8 |
|
7 |
1 |
|
|
|
3 |
Frank Nietgen |
DSV 812 |
8 |
1 |
7 |
|
|
|
|
4 |
Peter Otten |
DSV 150 |
4 |
|
4 |
|
|
|
|
5 |
Ulrich Zimmermann |
DSV 1752 |
8 |
|
8 |
|
|
|
|
6 |
ZG Koschewitz - Richter |
DSV 1205 |
4 |
|
4 |
|
|
|
|
7 |
Karl - Heinz Schmitz |
DSV 870 |
12 |
|
9 |
3 |
|
|
|
8 |
Stefan Strerath |
DSV 23 74 |
5 |
|
2 |
3 |
|
|
|
9 |
Hans - Jürgen H. Lenk |
DSV 749 |
4 |
1 |
3 |
|
|
|
|
10 |
Heinz Wolfinger |
DSV 978 |
8 |
|
7 |
1 |
|
|
|
11 |
Michael Lohkämper |
DSV 20 12 |
7 |
|
6 |
|
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1 |
Die Bewertung
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Die Bewertung erfolgte nach dem DSV - Platz - Prädikatsystem. Die
Siegervögel wurden nach einem von der Ortsgruppe festgelegtem System
ermittelt.
Der Preisrichter war Wilhelm
Trimborn.
Er ist der amtierende Preisrichterobmann der DSV.
Das Bild wurde zum Anfang des
Richtablaufes gemacht. Die Richt- und Lichtverhältnisse waren optimal.
Es ist Wilhelm Trimborn anzusehen, dass ihm seine Arbeit Freude
bereitet.
Die Aussteller waren mit seiner Tätigkeit sehr zufrieden. |
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Die Gäste und Aussteller saßen sehr nahe vor dem Richtplatz und
konnten dadurch die Platzzierungen und Festlegungen der Gewinner
hautnah verfolgen.
Es war ein offenes Richten.
Vom Preisrichter wurde erläutert warum er einen
bestimmten Wellensittich zum Beispiel auf den ersten Platz setzte und
welche Gründe dafür sprachen, dass ein bestimmter Wellensittich bei
der Endausscheidung gewinnen musste.
Fragen durften gestellt werden und wurden
beantwortet. |
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Die Siegerehrung
Die Siegerehrung erfolgte in dem
Eingangsbereich des Zeltes Nr.1. Ulrich Zimmermann (Ulli) der „Präsident“
der Ortsgruppe ist hier im Hintergrund bei der Siegerehrung, die er
durchführte zu sehen. Es wurden Pokale, Rosetten und für die beiden
Hauptsieger die Goldkarten der DSV vergeben.
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Ulli ist bekannt dafür, dass
er sich immer voll einbringt und in jeder Hinsicht keine Mühen scheut.
Diesmal hat er sich eine Verstärkung für die Bekanntgabe der Sieger
mitgebracht, wie auf dem neben stehendem Bild zu sehen ist. Damit
diese „Dame“ voll zur Geltung kommen konnte musste er sie zuvor mühsam
aufblasen.
Diese Art der Bekanntgabe der Sieger hat alle sehr erheitert. Ganz
besonderen Spaß hatte Peter Otten aus Köln auf dem Bild links, bei dem
viele von uns das Futter für ihre Wellensittiche kaufen.
Auf einem der an der „Dame“ angebrachten Schilder war zu lesen, dass
der Schausieger mit Ihr tanzen durfte. Ich habe das dankend abgelehnt.
Was für einen Mann von 70 Jahren wohl verzeihbar ist. |
Die Ortsgruppe bedankt sich bei den Spendern,
besonders bei Peter Otten.
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Bild oben links zeigt die Präsentation der ermittelten
Siegervögel.
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Bild oben rechts
Hier sind die Pokale und Rosetten, die zu gewinnen waren aufgebaut. Es
gab keine Wanderpokale. Die Gewinner durften die Pokale nach Erhalt
behalten. |
Das die
Ortsgruppenmitglieder alles nicht so ernst und verbissen sehen, ist auch
aus dem Vorgang zu ersehen, in welchem in jedem Jahr ein Pokal mit dem
Symbol einer Ente vergeben wird. Diesen Pokal erhält der Aussteller, der
am schlechtesten abgeschnitten hat. Man kann davon ausgehen, dass nicht
jeder Gewinner über diese Auszeichnung sehr erfreut ist.
Die Ausstellungsvögel
Es wurden 79 Einzelkäfige und 2 Paarkäfige
ausgestellt. Die Ausstellungskäfige entsprachen alle der ab diesem Jahr
gültigen Form der DSV. Die Wellensittiche mussten frisiert und wie für
eine normale Schau vorbereitet sein. Die meisten Jungvögel waren schon
voll entwickelt. Der überwiegende Teil der ausgestellten Wellensittiche
hatte eine sehr gute Qualität. Leider waren auch einige darunter die wegen
ihres Gefiederzustandes nicht gewinnen konnten. Alle waren schaumäßig gut
vorbereitet. Trotzdem machten manche dem Preisrichter viel Mühe, weil sie
nicht auf der Stange sitzen bleiben wollten, was dem erfahrenen
Preisrichter jedoch nicht davon abhielt ein gerechtes Urteil zu ermitteln.
Die Siegervögel
Die Ortsgruppe hatte ein System festgelegt,
wer zu den Siegervögeln gehören sollte. Aus neun Gruppensiegern wurden die
beiden Hauptsieger ermittelt. Zusätzlich wurde noch der beste Hellgrüne
für eine Ortsgruppeninterne Abmachung ausgesucht. Gegen Mittag waren alle
ermittelt und konnten Fotografiert werden.
Trotz vieler Mühe war es besonders schwierig
gute Bilder von den einzelnen Siegervögeln zu machen. Die sehr hohen
Temperaturen setzten ihnen sehr zu. Deshalb sind alle Wellensittiche in
einer sehr angespannten Haltung zu sehen. Sie stellten ihr Kopfgefieder
nicht auf und spreizten fast alle ihre Flügel vom Körper ab.
Weil die Umgebungstemperatur ständig zunahm,
hatte es auch keinen Zweck länger mit dem Fotografieren zu warten.
Unabhängig davon ist jedoch festzustellen, dass auf den folgenden Bildern
trotz allem die guten Qualitätsmerkmale an den Siegervögeln zu erkennen
sind.
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Bester der Schau,
Bester Normaler
1,0 Hellblau
Aussteller:
Hans - Jürgen H. Lenk
|
|
Bestes
Gegengeschlecht
der Schau,
Bester Ino
0,1 Lutino
Aussteller:
Frank Nietgen
|
 |
 |
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Bester Aufgehellter
1,0 Gelb
Aussteller:
ZG Dieter & Frank Müller |
Bester Zimter
0,1 Zimt Dklgrün
Aussteller:
ZG Koschewitz - Richter |
Bester Op Zimter
0,1 Op Zimtviolett
Aussteller:
Hans - Jürgen H. Lenk |
Bester Opalin
0,1 Opalin Hellgrün
Aussteller:
Frank Nietgen |
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Bester A - Schecke
0,1 A - Schecke Hellblau
Aussteller:
ZG Dieter & Frank Müller |
Bester Spangle
0,1 Spangle Zimt Graugrün
Aussteller:
ZG Dieter & Frank Müller |
Bester schw. Farben
1,0 Hellflügel Op Hellgrün
Aussteller:
ZG. Dieter & Frank Müller |
Bester Hellgrüner
1,0 Hellgrün
Aussteller:
Ulrich Zimmermann |
Die zusätzliche Auswertung bei den Hellgrünen
war eine Ortsgruppeninterne Ausspielung. Der Gewinner erhielt einen
Geldpreis.
Bestes Paar
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1,1 Zimt graugrün
Aussteller:
Karl - Heinz Schmitz |
Von dem besten Paar der Schau habe ich
leider keine Aufnahme gemacht.
Die Wellensittiche von diesem Paar
hatten eine gute Qualität. Sie machten
einen ausgeglichen und
harmonischen Eindruck.
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Die Verpflegung
Zur einer guten Eintagesschau gehört auch eine
Bewirtung / Verpflegung. Auch auf diesem Gebiet hat die Ortsgruppe keine
Mühen gescheut. Die Verpflegung war optimal ausgerichtet. Sie bestand aus
verschiedenen Fleischsorten und Wurst vom Grill, mit verschiedenen
Salaten, Brotsorten und auch die große Auswahl von Getränken trugen zum
Wohlbefinden der Anwesenden bei. Nach der Art wie man miteinander umging,
kann man diese Schau auch als Familienfest von Gleichgesinnten bezeichnen.
Zum Schluss möchte ich mich für die Einladung
bedanken und der
Ortsgruppe WS-
Stammtischfreunde Rhein- Erft zu ihrer sehr gelungenen Ausstellung
gratulieren. Weiter möchte ich
feststellen, das diese Jungvogelschau eine der
schönsten und vom Verlauf, der Optik und der Durchführung angenehmsten
war, die ich besucht habe.
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