Artikel 37
Besuch von Wellensittichzuchtanlagen.

 
Unter der Rubrik "Besuch von Wellensittichzuchtanlagen" möchte ich Bauweisen von Zuchtanlagen, Zubehör, Erfahrungen und Arbeitsweisen von erfahrenen Züchtern bekannt machen um den Interessierten die Möglichkeit zu geben diese Informationen nutzen zu können.
Es werden so viele gute Ideen von den einzelnen Züchtern entwickelt, die uns die Handhabung in unserem Hobby erleichtern können, dass es sich lohnt bei Besuchen diese Ideen Wahr zu nehmen.

 

Bis jetzt habe ich folgende Zuchtanlagen beschrieben.


1. Besuch der Zuchtanlage von Werner Dürl.

2. Besuch der Zuchtanlage und der Futterhandlung von Peter Otten.
3. Besuch der Zuchtanlage von Günter Elfert.

4. Besuch der Zuchtanlage von der ZG Müller.


1. Besuch der Zuchtanlage von Werner Dürl.

Hans- Jürgen H. Lenk DSV Nr. 749 (10.2006)

 

Werner Dürl wohnt in 61203 Reichelsheim, In den Spitzengärten 5. Das ist ein überschaubarer kleiner Ort. Mit dem mir zur Verfügung stehenden Navigationssystem war er nicht schwierig auf zu finden.

Werner Dürl hatte mich gebeten am 30.September 2006 einen Vortrag für den Südhessischen "WS - Stammtisch" zu halten. Da ich an seinem Wohnort übernachtete, hatte ich am nächsten Tag Gelegenheit auch die Zuchtanlage von Werner zu besichtigen.
Werner ist ein bekannter, erfahrener und kompetenter Wellensittichspitzenzüchter und einer der dienstältesten Preisrichter der AZ. Wenn man sich mit Ihm unterhält, stellt man sehr schnell fest, das er weis wo von er spricht und das die Wellensittichzucht mit allem was dazugehört, ein Teil seines Lebensinhaltes ist. Leider wurde er vor kurzem durch ein persönliches Schicksal in seiner Familie sehr betroffen. Ich hoffe, dass er mit der Zeit darüber hinweg kommen kann.
Wie mir bekannt ist, hat er sehr selbstlos vielen Züchtern geholfen und dadurch sehr viel Gutes für unser schönes Hobby getan. Darüber hinaus hat er schon viele Posten in der AZ - Organisation bekleidet. Er ist auch DSV- Mitglied aber mehr der AZ verbunden. Genauso wie ich auch AZ- Mitglied aber mehr in der DSV aktiv bin. Zurzeit ist er Vorsitzender des Südhessischen "WS - Stammtisch".

Ich habe ihn vor Jahren auf einer AZ- Bundesschau persönlich kennen gelernt, wo wir gemeinsam zum Richten eingeladen waren.
Es ist bestimmt nicht übertrieben, wenn ich feststelle, dass sich eine Besichtigung der Zuchtanlage von Werner Dürl lohnt.


Außenaufnahmen von Werner Dürl's Vogelhaus.

 

 


 
Blick auf das Vogelhaus von Werner Dürl.

   
Werner Dürl vor dem Eingang seines Vogelhauses.


Bilder von der Zuchtanlage
Im Folgenden sind einige Innenaufnahmen von dem Vogelhaus mit Informationen zu sehen. Danach werde ich noch zusätzlich einige Erläuterungen dazu abgeben.

 

Blick vom Eingang auf die hintere Flugvoliere.


Die Flugvoliere wurde aus Aluminiumrahmeneinheiten mit Quer- und Längsstäben erstellt. Das hat den großen Vorteil, dass diese Bauart relativ Wartungsfrei ist und die Wellensittiche an den Rahmeneinheiten nicht klettern und sich die Schwänze und Schwungfedern zerstoßen können.
Durch die Person von Werner kann man die genutzte Höhe des Vogelhauses ermessen.
An der Seitenbegrenzung und der seitlichen Wand sind Möglichkeiten für die Platzierung von Schaukäfigen zur Beurteilung von WS vorhanden.

 

 

Blick vom Eingang auf die Zuchtboxen.
Es sind 45 Stück vorhanden, drei Reihen zu je
15 Stück, welche aus Aluminium und Kunststoff
gefertigt wurden.


Blick vom Ende des Vogelhauses endlang der Zuchtboxen zum Eingang hin.
Durch Stofftücher welche für ein gutes Hängen an dem unteren Ende durch Rohre beschwert werden, sind die bereiz für die neue Zuchtsaison vorbereitete Zuchtboxen gegen Verstaubung geschützt.


Die Zuchtboxen sind sehr vielseitig in ihrer Länge verwendbar, da sie durch Trennschieber abgetrennt werden können. Das Wasser in den Zuchtboxen wird in Trinkröhrchen angeboten. Unterschiedliche Mineralien stehen auch in einzelnen dafür vorgesehenen Trinkröhrchen zur Verfügung.

 

 


Blick in die vordere Flugvoliere.
Angeordnete Holzleitern machen es
auch den Wellensittichen möglich, die sich in
einer starken Mauser befinden, die
Sitzstangen zu erreichen.
 

Blick in die hintere Flugvoliere.
Es ist zu erkennen, dass das Futter auch auf dem Boden angeboten wird. Das ermutigt WS zu fliegen und stärkt dadurch ihre Brustmuskulatur.

 

 


Im Bildvordergrund ist eine Mehrfachnistkastenimitation
zu sehen, welche zum Feststellen von brutwilligen
Hennen genutzt wird. Im Hintergrund sieht man
eine Futterstelle mit Schlaubenauffangbehälter und
einen Behälter in welchem das Trinkwasser
angeboten wird.

Blick in die fahrbare zweistöckige Jungvogel - Voliere in der gleichen Bauart wie die Flugvolieren. 

 


Beschreibung der Zuchtanlage.
Werner Dürl besitzt eines der schönsten und praktisch eingerichteten Vogelhäuser die ich bis jetzt
gesehen habe. Wie auf dem ersten Bild zu sehen, handelt es sich um ein massives Gebäude welches in seinem großen Garten harmonisch eingepasst wurde. Der Grundriss entspricht dem der meisten Zuchtanlagen. Auf der einen Seite sind die Zuchtboxen angeordnet und denen gegenüber die Flugvolieren. Außenflüge sind nicht vorhanden.
Da er nahezu die gesamte Höhe des Vögelhauses bis zum Dachstuhl nutzt, das sind nach meiner Schätzung etwa 3,5 Meter, haben die WS Gelegenheit auch sehr hoch zu fliegen. Was sicherlich zu einer guten Ausbildung der Brustmuskulatur beiträgt. Ich hatte den Eindruck, dass sich diese Höhe auch günstig auf die Geräuschentwicklung im Vogelhaus und auch nach Draußen hin auswirkt.
Wie schon bei den Bildern aufgezeigt sind die Seitenbegrenzungen der Flugvolieren durch Aluminiumrahmeneinheiten mit Quer- und Längsstäben erreicht. Die Zuchtboxen wurden aus Aluminium und Kunststoff gefertigt und in einer Höhe platziert die eine bequeme Handhabung zulässt. Der Platz unter den Zuchtboxen wurde freigelassen. Dadurch ist auch eine Säuberung einfach durchzuführen. Der Fußboden und die Wände sind gefliest.
In den Flugvolieren wurden sowohl Sitzstangenleitern als auch Sitzstangen auf welchen nur ein Wellensittich Platz hat vorgesehen.
Normalerweise ist der Wellensittich ein Schwarmvogel und liebt es speziell bei der täglichen Sozialstunde zu mehreren auf einer Stange zu sitzen wo sie sich gegenseitig kraulen können. Doch kann es manchmal auch von Vorteil sein, wenn er sich auf einen Platz zurückziehen kann der nur für einen Wellensittich ausreicht.
Große seitliche Fenster und Oberlichter sorgen für ein gutes Licht und einen guten Luftaustausch. Zur Verbesserung des Klimas sind mehrere Ionengeräte eingebaut.

Da Werner vor kurzer Zeit durch einen Brand auf dem Nachbargrundstück mit seinem Vogelhaus auch betroffen war und dadurch einen Großteil seiner Wellensittiche verloren hat sind die Flugvolieren zurzeit nur etwa mit 250 Wellensittichen besetzt. Sie könnten meiner Meinung nach maximal mit der vierfachen Menge bestückt werden.

Der überwiegende Teil seines Zuchtbestandes besteht aus Spangle und Aufgehellten. Vorhanden sind auch einige Normale, Opaline, Zimter und Lacewings. Der größte Teil in überdurchschnittlicher Qualität. Werner ist seit vielen Jahren bekannt für seine außergewöhnlich guten Aufgehellten. Diese versucht immer weiter zu verbessern. Dafür hat er in der letzten Zeit auch Spangle eingesetzt.


Bilder von einigen Wellensittichen.
Im Folgenden sind einige Bilder von Werners Wellensittichen dargestellt. Leider befanden sich die Meisten sehr guten WS in starker Mauser und wurden deshalb nicht fotografiert.
 

 

 

 

Eine sehr schöne junge gelbe
Lacewing Henne.
 

 

 


Ein sehr guter grauer Spangle Hahn
mit guter tiefer Maske und
typischen Kehltupfen und
einer guten Länge im
Kopfgefieder. Leider hat dieser WS
eine zurzeit eine starke Kopfmauser.
 
 

Ein sehr schöner junger graugrüner Spangle Hahn. Die Kehltupfen kommen bei den Spangle oft erst nach der zweiten Mauser. 

 

 

Einige super Spangle Hähne, die für zukünftige Verpaarungen abgesetzt wurden.


Die Werner Eierdurchleuchtungslampe.
Ich habe mich davon überzeugt, dass diese Lampe sich ausgezeichnet für die Kontrolle auf Befruchtung von Wellensitticheiern eignet.

 

Nebenstehende Lampe von der Firma
LED LENSER OPTOELCTRONICS
hat mir Werner geschenkt.

Besten Dank an dieser Stelle noch mal dafür.

Es ist die so genannte
"Werner Eierdurchleuchtungslampe".

Technische Daten:
Brenndauer mit 4 Batterien über 100 Stunden
Lebensdauer bis zu 100 000 Betriebsstunden.


Leider muss jeder Besuch einmal zu Ende gehen. So auch der bei Werner Dürl, für dessen freundliche Aufnahme ich mich hier noch mal bedanke.

Wenn ich meine Zuchtmöglichkeit mit der von Werner vergleiche, dann kann ich mich nur dadurch trösten, dass es sicherlich auch Züchter gibt die noch weniger gute Voraussetzungen, Wellensittiche zu Züchten wie ich haben. Dennoch habe keine Neidgefühle im Gegenteil. Ich wünsche jedem die besten Voraussetzungen für unser schönes Hobby.
So machte ich mich nach einem schönen Samstagabend und Sonntagvormittag auf den Heimweg.
 

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2. Besuch der Zuchtanlage und der Futterhandlung von Peter Otten.

Hans- Jürgen H. Lenk DSV Nr. 749 (08.2007. ergänzt 09.2009)


Peter Otten DSV Nr. 150 / AZ- Nr.1763 ist wohl den meisten Züchter wegen seines zweifachen DSV - Bundessieges (1999 und 2000) mit einem Super Graugrünen Hahn bekannt. Dieser Wellensittich war zu der Zeit was die Größe und Qualität anbelangte eine Ausnahmeerscheinung. Auch heute hat Peter immer noch sehr gute Standardwellensittiche, was er auf einigen Ausstellungen in der Zwischenzeit beweisen konnte und wie Sie auf den später folgenden Bildern erkennen können.
In seinem Bestand befinden sich Normale, Zimter, Opaline, A- Schecken, Res.- Schecken, Aufgehellte, Lutinos, Albinos und Lacewings in unterschiedlichen Farben.
In der letzten Zeit ist er sicher auch durch den Verkauf von sehr gutem und preiswertem Futter und Futterergänzungsmitteln / Zusätzen bekannt geworden. Manche Züchter müssen schon einige Kilometer fahren um bei ihm Futter zu kaufen. Für mich beträgt die  Entfernung 35 Km.
Ich muss deshalb 70 Km fahren, wenn ich bei ihm Futter kaufen will.
 
 

Weil mein Futtervorrat zu Ende ging, fuhr ich am 16.08.2007 nach Köln, um Futter zu kaufen. Bei meinem letzten Besuch war Peter dabei seine Zuchtanlage umzubauen. Diesen Umbau musste er in der Zwischenzeit fertig gestellt haben. Da ich einen Bericht über Peter Otten schreiben wollte, hatte ich meinen Fotoaperrat mitgebracht und machte einige Aufnahmen, die ich für diesen Bericht verwenden wollte. Wie immer an Wochentagen trifft man hier einige Leute. Diesmal waren es aber leider nur Brieftaubenzüchter. Peter Otten weiß aus praktischer Erfahrung was wir Wellensittichzüchter an Futter benötigen. Er bemüht sich auch Sonderwünsche zu erfüllen. Im Folgenden will ich einiges über die Kombination Züchter und Futterhändler berichten und mit Bildern verdeutlichen. 

Bilder vom Wirkungsbereich von Peter Otten

 
Bild Nr. 1

Außenansicht: Köln / Höhenhaus, Wupper Platz 17:
Im gelben Bereich sind der Eingang und die Wirkungsstätte von
Peter Otten angeordnet.

 
  Bild Nr. 2

  Blick vom Eingang in den Vorraum: Peter Otten mit
  einigen Brieftaubenzüchtern / Züchterin, welche bei ihm 
  Futter kaufen.   

 

Wie auf Bild Nr. 2 zu sehen ist, wurde vor kurzem eine neue Futterlieferung ausgeladen durch welche der überdachte Vorraum etwas zustellt war. Normalerweise wird nur der vordere Bereich und der hintere linke Bereich für die Lagerung von Futter auf Paletten genutzt. Eine hygienische Lagerung des Futters bei Peter Otten ist auch ein Grund warum ich bei ihm kaufe. Auf der rechten Seite, anschließend an diesen Vorraum sind ein kleiner Taubenschlag in welchem Brieftauben gezüchtet werden und anschließend zwei hintereinander liegende Wellensittichflugvoliere angeordnet. Peter züchtet diese Tauben nur aus Freude daran. Er beteiligt sich mit seinen Brieftauben nicht an Wettflügen und Ausstellungen.
Auf der linken Seite gegenüber befinden sich 4 Räume. In den ersten zwei sind die Wellensittiche untergebracht. Wovon der zweite Raum der Zuchtraum ist.
Der dritte ist eine Kombination von Büro, Aufenthaltsraum und Lager für Futterzubehör. Hier finden sich fast an jedem Tag einige Züchter ein, die bei dieser Gelegenheit mit Peter sehr oft neue Erkenntnisse und Begebenheiten rund um den Wellensittich und im Vereinsgeschehen erörtern. Damit das auch gemütlich erfolgen kann, hat er in diesem Raum einen Tisch mit Stühlen angeordneten. Jedem wird in einem großen Topf ein Kaffee angeboten. Kaffee steht immer zur Verfügung. Er wird je nach Bedarf immer wieder frisch aufgebrüht.
 
 


Bild Nr. 3

Peter Otten bei einer für ihn sicher nicht unangenehmen Beschäftigung. Er kassiert das Geld für verkauftes Futter.
Seinen Futterhandel betreibt er Nebenberuflich.
 

Er ist zu folgenden Zeiten,
Mo – Fr. von 15:00 bis 18:30 zu erreichen. 

 

Seine Adresse lautet:
Wupper Platz 17
51061 Köln
 

Tel. Nr.

0221 / 60 84 76
Fax Nr.

0221 / 60 84 76
E-Mail

peter-otten@t-online.de


In dem Vierten Raum sind neben normalem Standardfutter für Wellensittiche und Brieftauben auch Kolbenhirse, Einzelsaaten und eine Mischmaschine platziert. Dort können Futtermischungen nach eigenem Wunsch hergestellt werden.
Für Wellensittiche hält Peter zwei Mischungen (Otten 1und Otten 2) in 25 Kg Säcken vorrätig. Der jeweilige Saatanteil ist aus den folgenden Tabellen ersichtlich.
 
 

Otten 1 besteht aus:      50 % Spitzsamen
                                    30 % Silberhirse
                                    10 % Plata Hirse

                                      5 % Senegalhirse
                                      5 % Japan Hirse

 

Otten 2 besteht aus:     30 % Spitzsamen
                                    50 % Silberhirse
                                    10 % Plata Hirse
                                      5 % Senegalhirse
                                      5 % Japan Hirse

25 Kg kosten zurzeit  18,-    Euro (2007)
                                23,-    Euro (2009)
20 Kg kosten zurzeit 18,50  Euro (2009)
     Demnächst werden die Saaten in
     20 Kg Säcken verkauft.
25 Kg kostet zurzeit 17,-    Euro (2007)
                               22,-    Euro (2009)
20 Kg kosten zurzeit 17,50 Euro (2009)


Otten 1 ist für die Zucht- Phase gedacht, wogegen Otten 2 für die Ruhe- Phase vorgesehen ist.
Peter sagte mir, dass wegen steigender Einkaufkosten, die Preise in Zukunft etwas angehoben werden müssen.

Nach meinen Erfahrungen fressen Junge Wellensittiche Spitzsamen deshalb sehr gerne, weil das Korn weicher als das der Hirsesorten ist. Das tun sie bei mir aber nur über einen relativ kurzen Zeitraum. Für diesen Zeitraum stelle ich Spitzsamen in separaten Behältern in den Jungvögelkäfigen zur Verfügung. Im Übrigen habe ich festgestellt, das der größte Teil meiner Wellensittiche die Spitzsaat auch in der Zucht nicht gerne fressen, deshalb habe ich meine Fütterung von Otten 1 auf Otten 2 umgestellt und damit auch den Geschmack meiner Wellensittiche getroffen.

Die Spitzsaat hat zwar einen höheren Nährwert als die Hirsesorten
(Siehe Tabelle auf  meiner Homepage
Artikel 15 Fütterung und Futtersorten für Wellensittiche. )
ich denke, dass ich diesen Mangel durch die Fütterung von dem in der Zucht verabreichten Aufzuchtfutter und der zusätzlichen Vitamine ausgleichen kann.
Peter Otten vertreibt auch ein von Ihm zusammengestelltes Aufzuchtfutter. Das habe ich vor einigen Jahren ausprobiert. Meine Wellensittiche haben zu der Zeit dieses Aufzuchtfutter kaum angerührt. So das ich mich für ein anderes Aufzuchtfutter entschieden habe. Jetzt höre ich, dass eine ganze Menge von Züchtern dieses Futter verwendet und deren Wellensittiche es sehr gerne fressen. Selbst bei den Taubenzüchtern wird es verfüttert.
Peter Otten hat mir eine kostenlose Futterprobe zu Verfügung gestellt, mit welcher ich erneut feststellen kann, was meine Wellensittiche davon halten.
Ich verfüttere Aufzuchtfutter über Keimfutter gestreut. Zum Keimen benutze ich Nackthafer. Ist guter Nackthafer nicht zu bekommen, ersetze ich ihn durch Weizen. Ein Verkleben der Schnäbel, wie von manchen Autoren beschrieben, habe ich noch nie festgestellt. Wenn ich
Mungbohnen oder auch Katjangbohnen genannt, in guter Qualität erhalten kann, besteht mein Keimfutter zu je gleichen Teilen von Nackthafer oder Weizen und Mungbohnen.
Peter hat sich wie schon erwähnt und auf den Bilder Nr.4 und 5 zu sehen, neue Zuchtboxen aus Kunststoff gekauft und damit seinen Zuchtraum neu eingerichtet. Auf der linken Seite nutzt er Holznistkasten. Auf der rechten Seite will er Plastiknistkasten einsetzen, welche zurzeit über den Zuchtboxen abgestellt sind. (Siehe Bild Nr.5) Seine Wellensittiche will er in diesem Jahr wie es auch einige holländische Züchter praktizieren bei Vollmond ansetzen. Dafür hat er sich eine spezielle Uhr angeschafft, welche die Mondphasen anzeigt.
Ich glaube nicht so recht daran, dass man mit dieser Theorie das Zuchtergebnis verbessern kann. Aber schaden wird es sicher nicht.
Ich denke dass man dann schon eher seine Wellensittiche nach einer Regenzeit ansetzen sollte. Da diese Zeit in Australien, dem Ursprungsland unserer Wellensittiche, wegen dem dann zur Verfügung stehendem Futter immer als Start für die Brut von wilden Wellensittichen genutzt wird und möglicher Weise dieser Instinkt auch in unseren Wellensittichen noch vorhanden ist.   

Bilder von der Zuchtanlage

Mitte des Jahres 2009 hat Peter Otten seinen Zuchtraum umgebaut. Wie er jetzt aussieht, habe ich in den Bildern durch Bild Nummern mit Buchstaben kenntlich gemacht.

 

 
Bild Nr. 4

Boxenanordnung vom Eingang gesehen, auf der rechten Seite des Zuchtraumes. Änderung wie auf Bild Nr.4a

 
      Bild Nr. 4a
      Die Zuchtboxen wurden entfernt. An gleicher Stelle wurde ein 
      Flugraum erstellt.

 


Bild Nr. 4b
Auf der gleichen Seite nach dem Umbau. Blick in den Flugraum.

  Bild Nr. 4c
 
Auf der gleichen Seite nach dem Umbau. Blick in den 
  Flugraum.

 

 Bild Nr. 5
 Boxenanordnung vom Eingang gesehen, auf der linken Seite des
 Zuchtraumes.

 
     Bild Nr.
5a
     Andere Anordnung der 14 Zuchtboxen auf der gleichen Seite
     nach dem Umbau. Zur Zeit wird dieser Bereich für die
     Schauvorbereitung genutzt.

 

Für das Absetzen der Jungvögel, die Vorbereitung der Altvögel für die Brut oder der Vögel für Ausstellungen nutzt er aus Aluminium gebaute Flugkäfige, in der Bauweise wie sie auf den Bildern Nr. 6 und 7 zu sehen sind. Auf Bild Nr. 7 ist auch zu erkennen, dass er wie auch ich die so genannten Säugertränken verwendet. Diese sind nach meiner Meinung wegen der geringen Möglichkeit Sauerstoff in die Flasche eindringen zulassen, besonders gut geeignet Vitamine und andere Zusätze für einen längeren Zeitraum wirksam zu halten. Es ist aber unbedingt erforderlich die Wellensittiche an diese Trinkgefäße zu gewöhnen und das ist gar nicht so einfach. Bei Zuchtbeginn verwende ich in den Zuchtkäfigen zusätzlich auch noch ein normales Trinkröhrchen. Hiermit stelle ich sicher, dass meine Zuchtpaare den Wasserbedarf erhalten, den sie im Zuchtablauf brauchen. 

 

 
Bild Nr. 6

2
Flugkäfige (Absetzboxen) am Kopfende des Zuchtraumes. Oben liegen Plastigeinsätze (Nistmulden) für Nistkästen.

 

  Bild Nr. 6a
 
Auf der gleichen Seite nach dem Umbau. 4 zusätzliche Zuchtboxen

 


Bild Nr. 7

2 x 3 = 6 (2 übereinander) mit Trennschiebern unterteilte 
Flugkäfige im Raum neben dem Zuchtraum (wurde entfernt)

 
   Bild Nr.
7a
  
Auf der gleichen Seite nach dem Umbau. 6 Zuchtboxen als
   Ersatz für die entfernten Flugkäfige von Bild Nr. 7. In den
   Zuchtboxen werden normale Trinkröhrchen eingesetzt.

 


Bild Nr.
7b
12 neue Zuchtboxen gegenüber von Bild 7a angeordnet. Es werden nur noch Plastiknistkästen verwendet.

    Bild Nr.
7c
   
6 neue Träningskäfige, gegenüber von Bild 7a angeordnet.


Bilder von einigen Wellensittichen
Ich habe nur einen geringen Teil der Wellensittiche von Peter fotografieren können. Auch waren nicht alle im besten Gefiederzustand. Trotzdem ist aus den Bildern Nr. 8 bis 21zu erkennen, dass sie einen guten Qualitätsstandard haben.
Besonders gut gefällt mir der junge graue Hahn auf Bild Nr. 8. Dieser Wellensittich hat wenn er sich weiter so entwickelt, die Qualität auf Ausstellungen vorne mit zu mischen. Er ist auch einer der wenigen guten Normalen Wellensittiche die gut gezeichnet sind. Er hat im Nacken weder Pigmentausfall, noch opalisiert er. Er war mir schon bei einem Besuch vor Monaten als ganz junger Wellensittich aufgefallen. 

 


Bild Nr. 8
1, 0 Grau
 / jung 2007
 

 
Bild Nr. 9
1, 0 Graugrün
/ jung 2007

 
Bild Nr. 10
0,1 Sp Op Graugrün
/ jung 2007

 
Bild Nr. 11
1, 0 Graugrün
/ jung 2007

 
Bild Nr. 12
0,1 Dkl. Blau
/ jung 2007 


Bild Nr. 13
1, 0 AS Grau
/ alt

 
Bild Nr. 14
1, 0 Graugrün
/ alt

 
Bild Nr. 15
1, 0 Op Graugrün
/ alt

 
Bild Nr. 16
0,1 Lutino
/  alt

 
Bild Nr. 17
0,1 Hellblau
/  alt

 

 
Bild Nr. 1
8
1, 0 Graugrün
/ jung 2009

 Bild Nr. 19
 
0,1 Lacewing weiß


 Bild Nr.
20
 1, 0 Graugrün
 / Nestjung 2009

 
 Bild Nr.
21
 
1 / 1 Lacewing weiß

 

 

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3. Besuch der Zuchtanlage von Günter Elfert

Hans- Jürgen H. Lenk DSV Nr. 749 (06.2008)

 

Am Sonntag dem 15.06.2008 besuchten Bernt Schunck, Klaus Töller und ich unseren langjährigen Zuchtfreund Günter Elfert. Günter war schon vor längerer Zeit von Wuppertal Barmen nach Radevormwald umgezogen. Radevormwald liegt in einer sehr abwechselungsreichen, hügeligen  Landschaft und ist sicher für erholsame Spaziergänge bestens geeignet. Hier ist die Natur noch pur. Da ich ihn in seinem neuen Wohnort noch nicht besucht hatte, war ich sehr gespannt wie er seine Zuchtanlage eingerichtet hatte.  
Ich lernte Günter Elfert über Alex Woestendik
ein zu der Zeit sehr bekanntes DSV- Mitglied, kennen. Günter war auch Mitglied eines von mir ab 1975 betreuten Stammtisches, wo wir uns 1x monatlich trafen und uns mit den besten Zuchtmöglichkeiten und Haltungsbedingungen einzelner Wellensittichmutationen befassten. Diesen Stammtisch gibt es Heute leider nicht mehr. Von den damaligen 10 Mitgliedern sind nur noch 4 Mitglieder am leben.

Günter Elfert ist einer der wenigen Züchter die ich ihn kenne, der sich von Beginn an fast ausschließlich mit der Zucht- und Qualitätsverbesserung der so genannten „Schwierigen Farben“ befasst hat. Es bleibt nicht aus, das er dadurch ein enormes Fachwissen erlangt hat.
 

 

An seinem neuen Wohnort hat er die besten Voraussetzungen unser schönes Hobby zu betreiben. Einen Nachteil muss er allerdings in Kauf nehmen, er wohnt relativ weit vom Wellensittichgeschehen entfernt, was ihn besonders im Winter wegen der möglichen schlechten Wetterverhältnisse / Straßenverhältnisse etwas isoliert.
Speziell ich war sehr gespannt, was Günter in der letzten Zeit für Zuchterfahrungen gemacht hatte und wie sich seine Zuchtvögel verbessert haben. Hatte ich doch schon über einen längeren Zeitraum nichts mehr von Ihm gesehen. Dass Günter in der Lage war, gute Wellensittiche der so genannten “Schwierigen Farben“ zu Züchten, hat er durch seine Erfolge auf vielen Ausstellungen schon bewiesen.
 

 Bild links

 Das Vogelhaus von Günter Elfert  zu sehen in
 der Mitte zwischen Klaus Töller
links, und
 Bernd  Schunck
rechts
 

 Adresse:
 Günter Elfert
 Pastoratshof 4
 42477 Radevormwald
 Tel. (0 21 95) 92 88 92
 Fax:(0 21 95) 92 88 93
 E- Mail:
g.elfert@t-online.de

 
 Preisrichter der  DSV

 Mitgliedsnummern:

 DSV 653,  AZ 6355
 Homepage:
http://www.schauwellensittichzucht-elfert.de

 

Im Folgenden werde ich einige Themen und Praktiken die mir bei unserem Besuch aufgefallen waren behandeln, die möglicher Weise von anderen Züchtern übernommen werden können. 

Die Zuchtanlage

Heute ist es nicht unüblich Zuchtanlageneinrichtungen aus Edelstahl oder Aluminium ein zu setzen. Obwohl diese sehr gut aussehen und sicher auch sehr praktisch sein können, haben sie kaum einen Einfluss auf die Qualität der zu züchteten Wellensittiche. Wegen des hohen Anschaffungspreises sind sie für viele Züchter leider nicht realisierbar. 


In dem auf dem Bild zu sehenden Gebäude mit einer von Grundfläche von etwa 3,5 x 7,5 Metern ist die heutige konfessionell eingerichtete Zuchtanlage von Günter Elfert untergebracht. Das Gebäude ist
Zweigeschossig. Im unteren Bereich versehen mit zwei Fenstern sind die Zuchtboxen und Flüge untergebracht, Die obere Etage wird als Speicher für Ausstellungskäfige, Futter, Futterbehälter u. s, w. genutzt. Die Anlage hat eine Größe, die man noch mit akzeptablem Aufwand gut betreiben kann. So muss es auch sein, wenn man Freude am Hobby haben will. Da dieses Gebäude etwas abseits von dem Wohntrakt liegt und auch keine Außenflüge vorhanden sind, ist so gut wie keine Lärmbelästigung vorhanden. Das ist in der heutigen Zeit wo viele unserer Mitbürgen überempfindlich sind, ein sehr wichtiger Punkt.


Die Wände und der Fußboden sind gefliest. Die Beleuchtung (Leuchtstoffröhren, Tag- und Nachtlicht)  wird über Schaltuhren ein und ausgeschaltet. Ionengeräte sorgen für ein gutes Raumklima. Die Luftfeuchtigkeit wird durch
Luftentfeuchter mit Einsatz von einem Granulat, welches Calcium Chlorid enthält, in Grenzen gehalten.

Die Aufteilung des Zuchtraumes ist wie folgt:
Auf einer Längsseite sind 21 Zuchtboxen (Eigenbau, aus Kunststoff beschichteten Platten und gekauften Vorsatzgittern) angeordnet. Bei etwa der Hälfte sind die Holznistkästen außen angebracht. Bei den restlichen Zuchtboxen sind sie innerhalb angeordnet. Auf einer Querseite sind 3 Doppelboxen (Eigenbau, aus Kunststoff beschichteten Platten und gekauften Vorsatzgittern) positioniert, welche für abgesetzte Jungvögel genutzt werden. Gegenüber den Zuchtboxen befinden sich 2 Freiflüge. Die Sitzstangenanordnung ist als Leiter ausgebildet. Die Eingrenzungswände bestehen aus Holzlatten mit Vierkantverdrahtung. Die Holzlatten sind mit weißer Farbe gestrichen.
 


Die Wasserversorgung

Die Wasserversorgung, sowohl für die Boxen als auch für die Freiflüge, erfolgt über das nachfolgend beschriebenes System:
Ausgehend von einem Behälter (Wasservorrat), welcher in einer bestimmten Mindesthöhe über dem ersten Verbraucher angeordnet sein muss. (Die Höhendifferenz zwischen dem Ablauf am Behälter und der Abnahmestelle bestimmt den an der jeweiligen Abnahmestelle herrschenden Druck.) Von diesem Behälter wurden über Hauptverbindungsschläuche und daran angeschlossen zu den einzelnen Abnahmestellen die Verbindungsschläuche verlegt, an deren Enden so genannte Tränken platziert sind.
Diese Tränken sind kleine Ventile, bei denen ein vor dem Ausgang angeordneter in Buchsen gelagerter Stift mit einer Halbkugel  verbunden, beaufschlagt mit dem vorhandenen Wasserdruck verhindert, das Wasser austreten kann. Wird jedoch diese Platte von einem Wellensittichschnabel etwas zurückgeschoben, kann Wasser fließen und von dem Wellensittich aufgenommen werden. Die Wellensittiche gewöhnen sich sehr schnell an diese Tränken.
Nach Aussage von Günter hat er dieses System auch schon in seinen früheren Anlagen über mehrere Jahre in Betrieb und es funktionierte einwandfrei.
 

Zuchtboxen, Eigenbau, aus Kunststoff beschichteten Platten und gekauften Vorsatzgittern mit außen angehängten Nistkästen an welchen die Verpaarungskarten angebracht sind.

Zuchtboxen, Eigenbau, aus Kunststoff beschichteten Platten und gekauften Vorsatzgittern mit Innen angeordneten Nistkasten.
 

 

Auf allen 4 Bildern von dem Zuchtraum sind die Wasserzuführungsschläuche mit den am Ende angeordneten Tränken gut zu erkennen. Die Hauptverbindungsschläuche sind in Plastikführungsleisten verlegt.
 

Links sind 3 x 2 Absetzboxen für Jungvögel zu sehen. Die Doppelboxen sind durch Schieber trennbar. Gefüttert wird hier in Vorratsbehälter und Näpfen.
 

Im vorderen Bildbereich sind Zuchtboxen mit innen angeordneten Nistkästen zu sehen. Im hinteren Bildbereich sind die Außen angehängten Nistkasten zu sehen. Auf der rechten Seite sind die Flüge angeordnet.


Die Fütterung
Was die Normalversorgung (Normalfutter, Keimfutter, Aufzuchtfutter, Grit u. s. w.) anbelangt, so hält sich Günter bis auf eine Ausnahme an die übliche Praxis.
Ausnahme:
Er hatte vor etwa 20 Jahren große Probleme damit, dass seine Jungvögel sehr schlecht gefüttert wurden. Beim Futterkauf in einer Großhandlung machte ihn ein Brieftaubenzüchter auf P K 7 (ein flüssiges Hefepräparat) aufmerksam. Nachdem er das Präparat unter sein Keimfutter mischte, änderte sich das Fütterungsverhalten der Alttiere völlig. Alle Jungvögel wurden ausgezeichnet gefüttert. Von diesem Präparat (heute heißt es P K und ist in Apotheken zu bekommen) werden von ihm 2 Esslöffel auf ca. 1 Liter Keimfutter verteilt. Seit der Zeit wird von Günter dieses Präparat verfüttert.


Der Vogelbestand
In seinem Bestand befinden sich zurzeit etwa 250 Wellensittiche. Wie schon erwähnt beschäftigt sich Günter Elfert überwiegend mit der Zuchtverbesserung von „Schwierigen Farben“. Zurzeit sind das die folgenden Mutationen:
Deutsche Falben, RS Schecken, Dominante Schecken, Schwarzaugen und Hellflügel. Natürlich hat er auch einige Normale, Opaline und Spalterbige, mit welchen er die vorgenannten Mutationen verbessern kann. Zu sehen sind auch einige AS Schecken in guter Qualität.
 

Blick in die Flugkäfige, da genügend Sitzstangenraum zur Verfügung ist, kann man davon ausgehen, dass die Flüge nicht übervölkert sind.   

Hier sind eine Große Anzahl der schwierigen Farben zu sehen.
 

 

 

Aus beiden Bildern ist gut zu erkennen, das wenn man für die Auslegung der Besatzungsmenge an Wellensittichen mit einem Abstandsmaß von 150 mm zwischen zwei Wellensittichen zu Grunde legt, auf der sicheren Seite ist.

In beiden Flugkäfigen sind für das Körnerfutter fahrbare Futterbehälter vorhanden. Leitern hälfen den Wellensittichen die zum Beispiel wegen einer Mauser nicht fliegen können, auch das Futter zu erreichen. Das Keimfutter wird in Schalen auf dem Boden gereicht.
 


Bilder von einigen Wellensittichmutationen

Wie Sie aus folgenden Bildern erkennen können, hat
Günter Elfert besonders bei den Deutschen Falben eine Qualität erreicht, die weltweit einmalig ist. Ich habe ihm schon länger darauf aufmerksam gemacht, dass er jetzt noch auf die Verbesserung der Maske mit größeren Kehltupfen achten muss um ein wirkliches gutes Gesamtbild zu erreichen. Das betrifft auch auf seine anderen Mutationen zu.
 

1,0 Deutscher Falbe Hellgrün 0,1 Deutscher Falbe Hellgrün 0,1 Deutscher Falbe Hellgrün 1,0 Deutscher Falbe Dunkelblau 0,1 Deutscher Falbe Hellgrün

 

1,0 R- Schecken Grau
 
1,0 R- Schecken Graugrün 0,1 R- Schecke
Zimt Hellblau
1,0 R- Schecken Graugrün 1,0 Graugrün / RS
 

 

0,1 D- Schecke 
GG Grau
1,0 D- Schecke
GG Dunkelblau / RS
0,1 D- Schecke
GG
Hellblau
1,0 Opalin Dunkelblau
 
0.1 Opalin Zimt Hellblau
 

 

 
0,1 Opalin Graugrün / Falbe 1,0 Opalin Hellgrün
 
0,1 Graugrün
 
0,1 Opalin Zimt Gau
 
 

Auch die RS Schecken und die Dominanten Schecken haben eine Qualität bei ihm erreicht, welche ihn in die Lage versetzt hat auf Ausstellungen schon öfter den besten RS Schecken und Dominanten Schecken der Schau stellen zu können.
Leider habe ich keine Fotos von seinen Hellflügeln und Schwarzaugen gemacht. Auch diese Mutationen haben bei ihm schon eine sehr gute Qualitätsstufe erreicht.
Es waren auch noch eine ganze Reihe von sehr guten Wellensittichen vorhanden die sich entweder in der Zucht oder in einer starken Mauser befanden und sich deswegen nicht zum fotografieren eigneten.

Wie immer wenn Wellensittichzüchter zusammen kommen vergeht die Zeit wie im Flug, Unser Aufenthalt bei Günter Elfert dauerte nur etwa zwei Stunden. Es war eine schöne und interessante Zeit. Zumal wir auch noch einen besonders schönen Wettertag erwischt hatten.         

              

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4. Besuch der Zuchtanlage von der ZG Müller.
Hans- Jürgen H. Lenk DSV Nr. 749 (03.2010).  

 

Die Zuchtgemeinschaft besteht aus: H. Dieter Müller DSV Nr.   447 / AZ Nr. 30599
                               und seinem Sohn Frank Müller DSV Nr. 1729 / AZ Nr. 30720 


Dieter und Frank Müller kenne ich schon viele Jahre. Aber erst Ende 2009 hat es sich ergeben das ich sie besuchte. Bei dieser Gelegenheit habe ich 3 junge Hennen gekauft.
In meiner Zucht ist es leider so, dass der Hennenanteil in einer Zuchtsaison sehr gering ist. In diesem Jahr sind von bis jetzt 40 gezogenen Jungvögeln nur 6 Hennen gefallen.

Mein letzter Besuch bei der ZG Müller war am 20.03.2010 an welchem ich eine Vereinbarung erfüllt habe. Zu diesem Zeitpunkt habe ich die folgenden Bilder gemacht.

Die ZG Müller ist überwiegend durch Ihre besonders guten Hellflügel und Aufgehellten bekannt geworden. So war ich bei meinem ersten Besuch sehr überrascht, dass sie auch überdurchschnittliche gute andere Mutationen züchtet.

 

Durch viele Erfolge auch auf großen Schauen, wie Bundesschauen und die Europaschau, hat die ZG Müller ihre Kompetenz in der Wellensittichzucht bewiesen. Es befinden sich momentan (geschätzt) etwa 400 Wellensittiche in der Zuchtanlage. Sie ist so groß, das darin  bequem noch weit mehr als das die doppelte Anzahl untergebracht werden könnten.

Zurzeit sind in der Zuchtanlage folgende Mutationen zu sehen:

Hellflügel, Gelbe, Weiße, Normale, Opaline, Zimter, Zimt- Opaline, Albinos, A-Schecken, Schiefer, Lacewings und Spangle.

Davon sind viele in sehr guter Qualität. Neben den Hellflügeln und Aufgehellten, haben mir die Spangle, einige Normale auch Zimten und A- Schecken besonders gefallen.

 

 Die Zuchtanlage

 

 

Anschrift:

H. Dieter & Frank Müller  
Talstraße. 97

41516 Grevenbroich 

 

Telefon:
021 82 - 10 781

 

Email:
zgmueller.dsv447@t-online.de

 

Homepage:

http://www.zgmueller.de/

 

 

 

 

 

 

Bild Nr.1
Außenansicht der Zuchtanlage

 


Die Zuchtanlage wurde mit massiven Steinen Anfang des Jahres 2004 gebaut. Die bebaute Grundfläche beträgt etwa 70 m². In ihr sind zwei Räume untergebracht, ein Zuchtraum und ein weiterer Raum in welchem drei Freiflügen angeordnet sind. Aufgestellt ist die Zuchtanlage im hinteren Bereich des Gartens, an einer Stelle wo der Lärm den die Wellensittiche mit ihrem Gezwitscher erzeugen, für die Nachbarschaft kaum zu bemerken ist.

Im Zuchtraum stehen 43 Zuchtboxen mit den Abmaßen 60x40x40 cm, vier Absetzboxen mit den Abmaßen 120x40x40 cm, ein Jungvogel- Absetzflugwagen mit den Abmaßen 200x100x100 cm, eine Küchenzelle mit Spüle, eine Spülmaschine und eine Heiztherme zur Verfügung.

Alle stützenden Teile, auch die der Freiflüge, sind aus Aluminium hergestellt. Die Zuchtboxen haben übliche Vorsatzgitter. Die Trennschieber in den Zuchtboxen sind aus matt durchsichtigem Kunststoff. Als Begrenzungswand der Freiflüge und des Jungvogel- Absetzflugwagen ist Vierkantdraht eingesetzt. Die Zuchtanlage mit ihrer Inneneinrichtung ist so konzipiert, das sie gut zu reinigen ist.


Es muss sicher sehr viel Spaß machen, mit so einer Zuchtanlage unser schönes Hobby zu betreiben. 

 

Die Fütterung

Als Körnerfutter wird die Mischung Otten 1 bestehend aus: 50 % Spitzsamen
                                                                                      30 % Silberhirse
                                                                                      10 % Plata Hirse

                                                                                       5 % Senegalhirse
                                                                                       5 % Japan Hirse 
gefüttert.


In der Brutsaison erhalten Zuchtwellensittiche
Keimfutter. Das Keimfutter besteht aus reinem Nackthafer. Es wird in kleinen Näpfen in den Zuchtboxen gefüttert. Mineralien werden in Extra
schalen gereicht. Vitamine werden über das Futter gegeben. Wasser wird über handelsübliche Trinkröhrchen verabreicht.


Bilder von der Zuchtanlage

 

 

Bild Nr. 2

Dieter und Frank in ihrem geräumigen Zuchtraum.

 

Auf der rechten Seitenwand und der hinteren Wand sind die Zuchtboxen mit außen angeordneten Nistkästen angeordnet. In den Zuchtboxen wird feiner Sand als  Einstreu genutzt.

Auf der linken Seite ist der fahrbare Jungvogel- Absetzflugwagen zu sehen.

 

Ich habe bei Besuchen in englischen Zuchten schon sehr viele fahrbare Jungvogel- Absetzflugwagen gesehen. Es war aber keiner darunter, der die Abmaße von diesem ereichte.

 

Die Wände und der Fußboden in der Zuchtanlage sind gefliest.

 

Bild Nr. 3

Blick in den Zuchtraum. Der Lichteinfall ist durch eine im Dach angeordnete Lichtkuppel und in der Seitenwand angeordnete Fenster gut gelöst. Für den Nachtbereich sind Neonlampen zur Beleuchtung eingesetzt.

Bild Nr. 4

Die Nistkästen sind aus Holz, mit auswechselbarer Nistmulde, auswechselbarem Aufsprungklotz und einer aufklappbaren Tür auf der Vorderseite, hergestellt. Hier sind auch die Zuchteinsatzkarten angeordnet.

 

Die Zuchtgemeinschaft verwendet genau so wie ich für ihre Zuchtaufzeichnungen das Computerzuchtprogramm von der Firma Meier & Weist.

 

Bild Nr. 5

Blick in die Voliere Nr. 3. Sie hat eine Grundfläche von

etwa 6 .


 

Bild Nr. 6

Frank in der Voliere Nr. 2 beim Fang eines Wellensittichs.

Diese Voliere hat eine Grundfläche von etwa 10 . Rechts daneben ist die Voliere Nr. 1 angeordnet. Sie ist zurzeit nicht benutzt. Diese hat eine Grundfläche von etwa 12 .


In allen Volieren sind sowohl
bearbeitete Holzsitzstangen als auch Naturholzsitzstangen eingesetzt. Es wird ein spezielles Holzeinstreu genutzt. Gefüttert wird in allen Volieren wie im Bild Nr. 5 zu sehen über große Futtervorratsbehälter.

 

Bild Nr. 7

Junge Wellensittiche (Zuchtjahr 2010) im fahrbaren Jungvogel- Absetzflugwagen. Im Hintergrund ist die Küchenzelle und eines der Klappfenster zu sehen.

Bild Nr. 8

Junge Wellensittiche (Zuchtjahr 2010) im fahrbaren Jungvogel- Absetzflugwagen. Zu sehen ist auch eine Schale mit schwarzen Mineralien.

 

 

Bild Nr. 9

Junge Wellensittiche (Zuchtjahr 2010) im  fahrbaren Jungvogel- Absetzflugwagen.

 

Zu sehen sind hier die Mutationen Zimt Hellgrün, Lacewing, Spangle in grün und blau, Normal Graugrün, A- Schecke und Hellflügel- Opalin.

 

 

Auch hier sind bearbeitete  Holzsitzstangen und Naturholzsitzstangen eingesetzt

 

 

Bilder von einzelnen Wellensittichen

Leider waren die meisten Wellensittiche entweder in der Zucht, in der Mauser oder bei den Jungvögeln in einem Zustand wo ein Foto die echte Qualität nicht wiedergibt. Des wegen habe ich nur die wenigen Bilder von Einzelvögeln gemacht. Ich werde bei einem späteren Besuch im Sommer weitere Bilder machen und diese in diesem Artikel einfügen.  


An den wenigen Bildern die ich gemacht habe, ist die sehr gute Qualität der von der Zuchtgemeinschaft gezüchteten Wellensittiche zu erkennen. Bemerkenswert ist die Qualität der 0,1 Spangle Schiefer auf Bild Nr. 10. Diese Qualität ist für Schiefer selten. Die 0,1 AS Hellblau auf Bild Nr. 11 ist einer der besten Jungvögel aus dem Zuchtjahr 2010. Sie ist noch nicht voll durchgemausert, was man am Kopfgefieder und an der Maske erkennen kann.


 

Bild Nr. 10

Altvogel

0,1 Spangle Schiefer

Bild Nr. 11 

Jungvogel (2010)

0,1 AS Hellblau

Bild Nr. 12

Altvogel

1,0 Grau

Bild Nr. 13

Altvogel

1,0 AS GG Hellblau

 

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