Artikel 37
Besuch
von Wellensittichzuchtanlagen.
Unter der
Rubrik "Besuch von Wellensittichzuchtanlagen" möchte
ich Bauweisen von Zuchtanlagen, Zubehör, Erfahrungen und
Arbeitsweisen von erfahrenen Züchtern bekannt machen um
den Interessierten die Möglichkeit zu geben diese Informationen
nutzen zu können.
Es werden so viele gute Ideen von den einzelnen Züchtern
entwickelt, die uns die Handhabung in unserem Hobby erleichtern
können, dass es sich lohnt bei Besuchen diese Ideen Wahr
zu nehmen.
Bis jetzt habe ich folgende
Zuchtanlagen beschrieben.
1. Besuch der Zuchtanlage
von Werner Dürl.
2. Besuch der Zuchtanlage und der Futterhandlung von Peter Otten.
3. Besuch der Zuchtanlage von Günter Elfert.
4.
Besuch der Zuchtanlage von der ZG Müller.
1. Besuch der Zuchtanlage
von Werner Dürl.
Hans- Jürgen H. Lenk DSV Nr. 749 (10.2006)
Werner
Dürl wohnt in 61203 Reichelsheim, In den Spitzengärten
5. Das ist ein überschaubarer kleiner Ort. Mit dem mir zur
Verfügung stehenden Navigationssystem war er nicht schwierig
auf zu finden.
Werner Dürl
hatte mich gebeten am 30.September 2006 einen Vortrag für
den Südhessischen
"WS - Stammtisch" zu halten. Da ich an seinem Wohnort
übernachtete, hatte ich am nächsten Tag Gelegenheit
auch die Zuchtanlage von Werner zu besichtigen.
Werner ist ein bekannter, erfahrener und kompetenter Wellensittichspitzenzüchter
und einer der dienstältesten Preisrichter der AZ. Wenn man
sich mit Ihm unterhält, stellt man sehr schnell fest, das
er weis wo von er spricht und das die Wellensittichzucht mit
allem was dazugehört, ein Teil seines Lebensinhaltes ist.
Leider wurde er vor kurzem durch ein persönliches Schicksal
in seiner Familie sehr betroffen. Ich hoffe, dass er mit der
Zeit darüber hinweg kommen kann.
Wie mir bekannt ist, hat er sehr selbstlos vielen Züchtern
geholfen und dadurch sehr viel Gutes für unser schönes
Hobby getan. Darüber hinaus hat er schon viele Posten in
der AZ - Organisation bekleidet. Er ist auch DSV- Mitglied aber
mehr der AZ verbunden. Genauso wie ich auch AZ- Mitglied aber
mehr in der DSV aktiv bin. Zurzeit ist er Vorsitzender des Südhessischen
"WS - Stammtisch".
Ich habe ihn
vor Jahren auf einer AZ- Bundesschau persönlich kennen gelernt,
wo wir gemeinsam zum Richten eingeladen waren.
Es ist bestimmt nicht übertrieben, wenn ich feststelle,
dass sich eine Besichtigung der Zuchtanlage von Werner Dürl
lohnt.
Außenaufnahmen
von Werner Dürl's Vogelhaus.
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Blick auf
das Vogelhaus von Werner Dürl. |
Werner Dürl
vor dem Eingang seines Vogelhauses. |
Bilder
von der Zuchtanlage
Im
Folgenden sind einige Innenaufnahmen von dem Vogelhaus mit Informationen
zu sehen. Danach werde ich noch zusätzlich einige Erläuterungen
dazu abgeben.
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Blick vom Eingang
auf die hintere Flugvoliere. |
Die Flugvoliere
wurde aus Aluminiumrahmeneinheiten mit Quer- und Längsstäben
erstellt. Das hat den großen Vorteil, dass diese Bauart
relativ Wartungsfrei ist und die Wellensittiche an den Rahmeneinheiten
nicht klettern und sich die Schwänze und Schwungfedern zerstoßen
können.
Durch die Person von Werner kann man die genutzte Höhe des
Vogelhauses ermessen.
An der Seitenbegrenzung und der seitlichen Wand sind Möglichkeiten
für die Platzierung von Schaukäfigen zur Beurteilung
von WS vorhanden.
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Blick vom Eingang
auf die Zuchtboxen.
Es sind 45 Stück vorhanden, drei Reihen zu je
15 Stück, welche aus Aluminium und Kunststoff
gefertigt wurden. |
Blick vom Ende
des Vogelhauses endlang der Zuchtboxen zum Eingang hin.
Durch Stofftücher welche für ein gutes Hängen
an dem unteren Ende durch Rohre beschwert werden, sind die bereiz
für die neue Zuchtsaison vorbereitete Zuchtboxen gegen Verstaubung
geschützt. |
Die Zuchtboxen sind
sehr vielseitig in ihrer Länge verwendbar, da sie durch
Trennschieber abgetrennt werden können. Das Wasser in den
Zuchtboxen wird in Trinkröhrchen angeboten. Unterschiedliche
Mineralien stehen auch in einzelnen dafür vorgesehenen Trinkröhrchen
zur Verfügung.
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Blick in die
vordere Flugvoliere.
Angeordnete
Holzleitern machen es
auch den Wellensittichen möglich, die sich in
einer starken
Mauser befinden, die
Sitzstangen zu erreichen.
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Blick in die
hintere Flugvoliere.
Es ist zu erkennen, dass das Futter auch auf dem Boden angeboten
wird. Das ermutigt WS zu fliegen und stärkt dadurch ihre
Brustmuskulatur. |
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Im Bildvordergrund
ist eine Mehrfachnistkastenimitation
zu sehen, welche zum Feststellen von brutwilligen
Hennen genutzt wird. Im Hintergrund sieht man
eine Futterstelle
mit Schlaubenauffangbehälter und
einen Behälter in
welchem das Trinkwasser
angeboten wird. |
Blick in die
fahrbare zweistöckige Jungvogel - Voliere in der gleichen
Bauart wie die Flugvolieren.
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Beschreibung
der Zuchtanlage.
Werner
Dürl besitzt eines der schönsten und praktisch eingerichteten
Vogelhäuser die ich bis jetzt
gesehen habe. Wie auf dem ersten Bild zu sehen, handelt es sich
um ein massives Gebäude welches in seinem großen Garten
harmonisch eingepasst wurde. Der Grundriss entspricht dem der
meisten Zuchtanlagen. Auf der einen Seite sind die Zuchtboxen
angeordnet und denen gegenüber die Flugvolieren. Außenflüge
sind nicht vorhanden.
Da er nahezu die gesamte Höhe des Vögelhauses bis zum
Dachstuhl nutzt, das sind nach meiner Schätzung etwa 3,5
Meter, haben die WS Gelegenheit auch sehr hoch zu fliegen. Was
sicherlich zu einer guten Ausbildung der Brustmuskulatur beiträgt.
Ich hatte den Eindruck, dass sich diese Höhe auch günstig
auf die Geräuschentwicklung im Vogelhaus und auch nach Draußen
hin auswirkt.
Wie schon bei den Bildern aufgezeigt sind die Seitenbegrenzungen
der Flugvolieren durch Aluminiumrahmeneinheiten mit Quer- und
Längsstäben erreicht. Die Zuchtboxen wurden aus Aluminium
und Kunststoff gefertigt und in einer Höhe platziert die
eine bequeme Handhabung zulässt. Der Platz unter den Zuchtboxen
wurde freigelassen. Dadurch ist auch eine Säuberung einfach
durchzuführen. Der Fußboden und die Wände sind
gefliest.
In den Flugvolieren wurden sowohl Sitzstangenleitern als auch
Sitzstangen auf welchen nur ein Wellensittich Platz hat vorgesehen.
Normalerweise ist der Wellensittich ein Schwarmvogel und liebt
es speziell bei der täglichen Sozialstunde zu mehreren auf
einer Stange zu sitzen wo sie sich gegenseitig kraulen können.
Doch kann es manchmal auch von Vorteil sein, wenn er sich auf
einen Platz zurückziehen kann der nur für einen Wellensittich
ausreicht.
Große seitliche Fenster und Oberlichter sorgen für
ein gutes Licht und einen guten Luftaustausch. Zur Verbesserung
des Klimas sind mehrere Ionengeräte eingebaut.
Da Werner vor
kurzer Zeit durch einen Brand auf dem Nachbargrundstück
mit seinem Vogelhaus auch betroffen war und dadurch einen Großteil
seiner Wellensittiche verloren hat sind die Flugvolieren zurzeit
nur etwa mit 250 Wellensittichen besetzt. Sie könnten meiner
Meinung nach maximal mit der vierfachen Menge bestückt werden.
Der überwiegende
Teil seines Zuchtbestandes besteht aus Spangle und Aufgehellten.
Vorhanden sind auch einige Normale, Opaline, Zimter und Lacewings.
Der größte Teil in überdurchschnittlicher Qualität.
Werner ist seit vielen Jahren bekannt für seine außergewöhnlich
guten Aufgehellten. Diese versucht immer weiter zu verbessern.
Dafür hat er in der letzten Zeit auch Spangle eingesetzt.
Bilder
von einigen Wellensittichen.
Im
Folgenden sind einige Bilder von Werners Wellensittichen dargestellt.
Leider befanden sich die Meisten sehr guten WS in starker Mauser
und wurden deshalb nicht fotografiert.
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Eine sehr schöne
junge gelbe
Lacewing Henne. |
Ein sehr guter grauer Spangle Hahn
mit guter tiefer Maske und
typischen Kehltupfen und
einer guten
Länge im
Kopfgefieder. Leider hat dieser WS
eine zurzeit eine starke Kopfmauser.
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Ein sehr schöner
junger graugrüner Spangle Hahn. Die Kehltupfen kommen bei
den Spangle oft erst nach der zweiten Mauser.
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Einige super Spangle
Hähne, die für zukünftige Verpaarungen abgesetzt
wurden. |
Die Werner
Eierdurchleuchtungslampe.
Ich
habe mich davon überzeugt, dass diese Lampe sich ausgezeichnet
für die Kontrolle auf Befruchtung von Wellensitticheiern
eignet.
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Nebenstehende
Lampe von der Firma
LED LENSER OPTOELCTRONICS
hat mir Werner geschenkt.
Besten Dank an
dieser Stelle noch mal dafür.
Es ist die so
genannte
"Werner Eierdurchleuchtungslampe".
Technische Daten:
Brenndauer mit 4 Batterien über 100 Stunden
Lebensdauer bis zu 100 000 Betriebsstunden. |
Leider muss jeder
Besuch einmal zu Ende gehen. So auch der bei Werner Dürl,
für dessen freundliche Aufnahme ich mich hier noch mal bedanke.
Wenn ich meine
Zuchtmöglichkeit mit der von Werner vergleiche, dann kann
ich mich nur dadurch trösten, dass es sicherlich auch Züchter
gibt die noch weniger gute Voraussetzungen, Wellensittiche zu
Züchten wie ich haben. Dennoch habe keine Neidgefühle
im Gegenteil. Ich wünsche jedem die besten Voraussetzungen
für unser schönes Hobby.
So machte ich mich nach einem schönen Samstagabend und Sonntagvormittag
auf den Heimweg.
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Seite
2. Besuch der Zuchtanlage und
der Futterhandlung von Peter Otten.
Hans- Jürgen H. Lenk DSV Nr. 749 (08.2007.
ergänzt 09.2009)
Peter Otten
DSV Nr. 150 /
AZ- Nr.1763 ist wohl den meisten Züchter wegen seines zweifachen DSV -
Bundessieges (1999 und 2000) mit einem Super Graugrünen Hahn bekannt.
Dieser Wellensittich war zu der Zeit was die Größe und Qualität anbelangte
eine Ausnahmeerscheinung. Auch heute hat Peter immer noch sehr gute
Standardwellensittiche, was er auf einigen Ausstellungen in der
Zwischenzeit beweisen konnte und wie Sie auf den später folgenden Bildern
erkennen können.
In seinem Bestand befinden sich Normale, Zimter, Opaline, A- Schecken,
Res.- Schecken, Aufgehellte, Lutinos, Albinos und Lacewings in
unterschiedlichen Farben.
In der letzten Zeit ist er sicher auch durch den Verkauf von sehr gutem
und preiswertem Futter und Futterergänzungsmitteln / Zusätzen bekannt
geworden. Manche Züchter müssen schon einige Kilometer fahren um bei ihm
Futter zu kaufen. Für mich beträgt die Entfernung 35 Km.
Ich muss deshalb 70 Km fahren, wenn ich bei ihm Futter kaufen will.
Weil mein Futtervorrat zu Ende ging, fuhr ich
am 16.08.2007 nach Köln, um Futter zu kaufen. Bei meinem letzten Besuch
war Peter dabei seine Zuchtanlage umzubauen. Diesen Umbau musste er in der
Zwischenzeit fertig gestellt haben. Da ich einen Bericht über Peter Otten
schreiben wollte, hatte ich meinen Fotoaperrat mitgebracht und machte
einige Aufnahmen, die ich für diesen Bericht verwenden wollte. Wie immer
an Wochentagen trifft man hier einige Leute. Diesmal waren es aber leider
nur Brieftaubenzüchter. Peter Otten weiß aus praktischer Erfahrung was wir
Wellensittichzüchter an Futter benötigen. Er bemüht sich auch
Sonderwünsche zu erfüllen. Im Folgenden will ich einiges über die
Kombination Züchter und Futterhändler berichten und mit Bildern
verdeutlichen.
Bilder vom Wirkungsbereich von Peter Otten
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Bild Nr. 1
Außenansicht: Köln / Höhenhaus, Wupper Platz 17:
Im gelben Bereich sind der Eingang und die Wirkungsstätte von
Peter Otten angeordnet. |
Bild Nr. 2
Blick vom Eingang in den Vorraum: Peter Otten mit
einigen
Brieftaubenzüchtern / Züchterin, welche bei ihm
Futter kaufen. |
Bild Nr. 2a
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Zu Peter Otten
fährt man nicht nur zum Kauf von Futter. Es besteht oft die Gelegenheit interessante Gesprächspartner zu
treffen, wie auf dem nebenstehenden Bild Nr. 2a zu sehen ist.
Diesmal (01.2011) sind einige Wellensittichzüchter da. Unter anderen
mein Nachfolger als Preisrichterobmann der DSV, Siegfried Richter mit
seinem Zuchtkollegen Franz
Koschewitz
aus der ZG Koschewitz - Richter und ein weiterer
Züchter aus der DSV -
Ortsgruppe
Gladbeck, Michael Lohkämper.
Ich war mit Klaus Töller zum Futterkauf da, der zur Zeit der Aufnahme
Peter
Otten bei der Nutzung seines Zuchtprogramms behilflich war.
Klaus Töller und ich wechseln uns bei diesen
Kauffahrten nach Köln ab. Bei den heutigen Benzinpreisen lohnt sich
das.
Bei einer Tasse Kaffe oder einem
anderen Getränk, welche von Peter immer angeboten werden, kann man je nach
Jahreszeit Ereignisse innerhalb der Vereine oder
über den Verlauf der Zucht bei den einzelnen Züchtern diskutieren.
Aber auch Ausstellungsergebnisse sind manchmal interessant zu
besprechen. |
Wie auf Bild Nr. 2 zu sehen ist,
wurde vor kurzem eine neue Futterlieferung ausgeladen durch welche der
überdachte Vorraum etwas zustellt war. Normalerweise wird nur der vordere
Bereich und der hintere linke Bereich für die Lagerung von Futter auf
Paletten genutzt. Eine hygienische Lagerung des Futters bei Peter Otten
ist auch ein Grund warum ich bei ihm kaufe.
Auf der rechten
Seite, anschließend an diesen Vorraum sind ein kleiner Taubenschlag in
welchem Brieftauben gezüchtet werden und anschließend zwei hintereinander
liegende Wellensittichflugvoliere angeordnet. Peter züchtet diese Tauben
nur aus Freude daran. Er beteiligt sich mit seinen Brieftauben nicht an
Wettflügen und Ausstellungen.
Auf der linken Seite gegenüber befinden sich 4 Räume. In den ersten zwei
sind die Wellensittiche untergebracht. Wovon der zweite Raum der Zuchtraum
ist.
Der dritte ist eine Kombination von Büro, Aufenthaltsraum und Lager für
Futterzubehör. Hier finden sich fast an jedem Tag einige Züchter ein, die
bei dieser Gelegenheit mit Peter sehr oft neue Erkenntnisse und
Begebenheiten rund um den Wellensittich und im Vereinsgeschehen erörtern.
Damit das auch gemütlich erfolgen kann, hat er in diesem Raum einen Tisch
mit Stühlen angeordneten. Jedem wird in einem großen Topf ein Kaffee
angeboten. Kaffee steht immer zur Verfügung. Er wird je nach Bedarf immer
wieder frisch aufgebrüht.
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Bild Nr. 3
Peter Otten bei einer für ihn sicher nicht unangenehmen Beschäftigung.
Er kassiert das Geld für verkauftes Futter.
Seinen Futterhandel betreibt er Nebenberuflich.
Er
ist zu folgenden Zeiten,
Mo – Fr. von 15:00 bis 18:30 zu erreichen.
Seine Adresse lautet:
Wupper Platz 17
51061 Köln
Tel. Nr.
0221 / 60 84 76
Fax Nr.
0221 / 60 84 76
E-Mail
peter-otten@t-online.de |
In dem Vierten Raum sind neben normalem
Standardfutter für Wellensittiche und Brieftauben auch Kolbenhirse,
Einzelsaaten und eine Mischmaschine platziert. Dort können
Futtermischungen nach eigenem Wunsch hergestellt werden.
Für Wellensittiche hält Peter zwei Mischungen (Otten 1und Otten 2) in 25
Kg Säcken vorrätig. Der jeweilige Saatanteil ist aus den folgenden
Tabellen ersichtlich.
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Otten 1
besteht aus:
50 % Spitzsamen
30 % Silberhirse
10 % Plata Hirse
5 % Senegalhirse
5 % Japan Hirse |
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Otten 2
besteht aus:
30 % Spitzsamen
50 % Silberhirse
10 % Plata Hirse
5 % Senegalhirse
5 % Japan Hirse |
25 Kg kosten zurzeit 18,- Euro (2007)
23,- Euro (2009)
20 Kg kosten zurzeit 18,50 Euro (2009) |
Demnächst
werden die Saaten in
20 Kg Säcken verkauft. |
25 Kg kostet zurzeit 17,- Euro (2007)
22,- Euro (2009)
20 Kg kosten zurzeit 17,50 Euro (2009) |
Otten 1 ist für die Zucht- Phase gedacht,
wogegen Otten 2 für die Ruhe- Phase vorgesehen ist.
Peter sagte
mir, dass wegen steigender Einkaufkosten, die Preise in Zukunft etwas
angehoben werden müssen.
Nach
meinen Erfahrungen fressen Junge Wellensittiche
Spitzsamen deshalb sehr gerne, weil das Korn weicher als das der
Hirsesorten ist. Das tun sie bei mir aber nur über einen relativ kurzen
Zeitraum. Für diesen Zeitraum stelle ich Spitzsamen in separaten Behältern
in den Jungvögelkäfigen zur Verfügung. Im Übrigen
habe
ich festgestellt, das der größte Teil meiner Wellensittiche die
Spitzsaat auch in der Zucht nicht gerne fressen, deshalb habe ich meine
Fütterung von Otten 1 auf Otten 2 umgestellt und damit auch den Geschmack
meiner Wellensittiche getroffen.
Die
Spitzsaat hat zwar einen höheren Nährwert als die Hirsesorten
(Siehe
Tabelle auf meiner Homepage
Artikel
15 Fütterung
und Futtersorten für Wellensittiche.
)
ich denke, dass ich diesen Mangel durch die
Fütterung von dem in der Zucht verabreichten Aufzuchtfutter und der
zusätzlichen Vitamine ausgleichen kann.
Peter Otten vertreibt auch ein von Ihm zusammengestelltes Aufzuchtfutter.
Das habe ich vor einigen Jahren ausprobiert. Meine Wellensittiche haben zu
der Zeit dieses Aufzuchtfutter kaum angerührt. So das ich mich für ein
anderes Aufzuchtfutter entschieden habe. Jetzt höre ich, dass eine ganze
Menge von Züchtern dieses Futter verwendet und deren Wellensittiche es
sehr gerne fressen. Selbst bei den Taubenzüchtern wird es verfüttert.
Peter Otten hat mir eine kostenlose Futterprobe zu Verfügung gestellt, mit
welcher ich erneut feststellen kann, was meine Wellensittiche davon
halten.
Ich verfüttere Aufzuchtfutter über Keimfutter gestreut. Zum Keimen benutze
ich Nackthafer. Ist guter Nackthafer nicht zu bekommen, ersetze ich ihn
durch Weizen. Ein Verkleben der Schnäbel, wie von manchen Autoren
beschrieben, habe ich noch nie festgestellt. Wenn ich
Mungbohnen oder auch
Katjangbohnen genannt, in guter Qualität erhalten kann,
besteht
mein Keimfutter zu je gleichen Teilen von Nackthafer oder Weizen und
Mungbohnen.
Peter hat sich wie schon erwähnt und auf den Bilder Nr.4 und 5 zu sehen,
neue Zuchtboxen aus Kunststoff gekauft und damit seinen Zuchtraum neu
eingerichtet. Auf der linken Seite nutzt er Holznistkasten. Auf der
rechten Seite will er Plastiknistkasten einsetzen, welche zurzeit über den
Zuchtboxen abgestellt sind. (Siehe Bild Nr.5) Seine Wellensittiche will er
in diesem Jahr wie es auch einige holländische Züchter praktizieren bei
Vollmond ansetzen. Dafür hat er sich eine spezielle Uhr angeschafft,
welche die Mondphasen anzeigt.
Ich glaube nicht so recht daran,
dass man mit dieser Theorie das Zuchtergebnis verbessern kann. Aber
schaden wird es sicher nicht.
Ich denke dass man dann schon eher seine Wellensittiche nach einer
Regenzeit ansetzen sollte. Da diese Zeit in Australien, dem Ursprungsland
unserer Wellensittiche, wegen dem dann zur Verfügung stehendem Futter
immer als Start für die Brut von wilden Wellensittichen genutzt wird und
möglicher Weise dieser Instinkt auch in unseren Wellensittichen noch
vorhanden ist.
Bilder von der Zuchtanlage
Mitte des Jahres 2009 hat Peter Otten seinen
Zuchtraum umgebaut. Wie er jetzt aussieht, habe ich in den Bildern durch
Bild Nummern mit Buchstaben kenntlich gemacht.
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Bild Nr. 4
Boxenanordnung vom Eingang gesehen, auf der rechten Seite des
Zuchtraumes. Änderung wie auf Bild Nr.4a |
Bild Nr. 4a
Die Zuchtboxen wurden entfernt. An gleicher Stelle wurde ein
Flugraum erstellt. |
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Bild Nr. 4b
Auf der gleichen Seite nach dem Umbau. Blick in den
Flugraum. |
Bild Nr. 4c
Auf der gleichen Seite nach dem Umbau. Blick in den
Flugraum. |
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Bild Nr. 5
Boxenanordnung vom Eingang gesehen, auf der linken Seite des
Zuchtraumes. |
Bild Nr.
5a
Andere
Anordnung der 14 Zuchtboxen auf der gleichen Seite
nach dem Umbau. Zur Zeit wird dieser Bereich für die
Schauvorbereitung genutzt. |
Für das
Absetzen der Jungvögel, die Vorbereitung der Altvögel für die Brut oder
der Vögel für Ausstellungen nutzt er aus Aluminium gebaute Flugkäfige, in
der Bauweise wie sie auf den Bildern Nr. 6 und 7 zu sehen sind. Auf Bild
Nr. 7 ist auch zu erkennen, dass er wie auch ich die so genannten
Säugertränken verwendet. Diese sind nach meiner Meinung wegen der geringen
Möglichkeit Sauerstoff in die Flasche eindringen zulassen, besonders gut
geeignet Vitamine und andere Zusätze für einen längeren Zeitraum wirksam
zu halten. Es ist aber unbedingt erforderlich die Wellensittiche an diese
Trinkgefäße zu gewöhnen und das ist gar nicht so einfach. Bei Zuchtbeginn
verwende ich in den Zuchtkäfigen zusätzlich auch noch ein normales
Trinkröhrchen. Hiermit stelle ich sicher, dass meine Zuchtpaare den
Wasserbedarf erhalten, den sie im Zuchtablauf brauchen.
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Bild Nr. 6
2 Flugkäfige (Absetzboxen) am
Kopfende des Zuchtraumes. Oben liegen Plastigeinsätze
(Nistmulden) für Nistkästen. |
Bild Nr. 6a
Auf der gleichen Seite nach dem
Umbau. 4 zusätzliche Zuchtboxen |
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Bild Nr. 7
2 x 3 = 6 (2 übereinander) mit Trennschiebern unterteilte
Flugkäfige
im Raum neben dem Zuchtraum (wurde entfernt) |
Bild Nr.7a
Auf der gleichen Seite nach dem Umbau. 6
Zuchtboxen als
Ersatz für die entfernten Flugkäfige von Bild Nr. 7.
In den
Zuchtboxen werden normale Trinkröhrchen eingesetzt. |
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Bild Nr. 7b
12 neue Zuchtboxen gegenüber von Bild 7a angeordnet.
Es werden nur noch Plastiknistkästen verwendet. |
Bild Nr. 7c
6 neue
Träningskäfige, gegenüber von Bild 7a angeordnet. |
Bilder von einigen Wellensittichen
Ich habe
nur einen geringen Teil der Wellensittiche von Peter fotografieren können.
Auch waren nicht alle im besten Gefiederzustand. Trotzdem ist aus den
Bildern Nr. 8 bis 21zu erkennen, dass sie einen guten Qualitätsstandard
haben.
Besonders gut gefällt mir der junge graue Hahn auf Bild Nr. 8. Dieser
Wellensittich hat wenn er sich weiter so entwickelt, die Qualität auf
Ausstellungen vorne mit zu mischen. Er ist auch einer der wenigen guten
Normalen Wellensittiche die gut gezeichnet sind. Er hat im Nacken weder
Pigmentausfall, noch opalisiert er. Er war mir schon bei einem Besuch vor
Monaten als ganz junger Wellensittich aufgefallen.
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Bild Nr. 8
1, 0 Grau
/ jung 2007
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Bild Nr. 9
1, 0 Graugrün
/ jung 2007 |
Bild Nr. 10
0,1 Sp Op Graugrün
/ jung 2007 |
Bild Nr. 11
1, 0 Graugrün
/ jung 2007 |
Bild Nr. 12
0,1 Dkl. Blau
/ jung 2007 |
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Bild Nr. 13
1, 0 AS Grau
/ alt |
Bild Nr. 14
1, 0 Graugrün
/ alt |
Bild Nr. 15
1, 0 Op Graugrün
/ alt |
Bild Nr. 16
0,1 Lutino
/ alt |
Bild Nr. 17
0,1 Hellblau
/ alt |
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Bild Nr. 18
1, 0 Graugrün
/ jung 2009 |
Bild
Nr. 19
0,1 Lacewing weiß |
Bild Nr.
20
1, 0 Graugrün
/ Nestjung 2009 |
Bild Nr.
21
1 / 1 Lacewing weiß
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Seite
3. Besuch der Zuchtanlage von Günter Elfert
Hans- Jürgen H. Lenk DSV Nr. 749
(06.2008)
Am Sonntag dem 15.06.2008 besuchten Bernt Schunck, Klaus Töller und ich
unseren langjährigen Zuchtfreund
Günter Elfert.
Günter war schon vor längerer Zeit von Wuppertal Barmen nach Radevormwald
umgezogen. Radevormwald liegt in einer sehr abwechselungsreichen,
hügeligen Landschaft und ist sicher für erholsame Spaziergänge bestens
geeignet. Hier ist die Natur noch pur. Da ich ihn in seinem neuen Wohnort
noch nicht besucht hatte, war ich sehr gespannt wie er seine Zuchtanlage
eingerichtet hatte.
Ich lernte Günter Elfert über Alex Woestendik
† ein zu der Zeit sehr
bekanntes DSV- Mitglied, kennen. Günter war auch Mitglied eines von mir ab
1975 betreuten Stammtisches, wo wir uns 1x monatlich trafen und uns mit
den besten Zuchtmöglichkeiten und Haltungsbedingungen einzelner
Wellensittichmutationen befassten. Diesen Stammtisch gibt es Heute leider
nicht mehr. Von den damaligen 10 Mitgliedern sind nur noch 4 Mitglieder am
leben.
Günter Elfert ist einer der wenigen Züchter die ich ihn kenne, der sich
von Beginn an fast ausschließlich mit der Zucht- und Qualitätsverbesserung
der so genannten „Schwierigen Farben“ befasst hat. Es bleibt nicht aus,
das er dadurch ein enormes Fachwissen erlangt hat.
An seinem
neuen Wohnort hat er die besten Voraussetzungen unser schönes Hobby zu
betreiben. Einen Nachteil muss er allerdings in Kauf nehmen, er wohnt
relativ weit vom Wellensittichgeschehen entfernt, was ihn besonders im
Winter wegen der möglichen schlechten Wetterverhältnisse /
Straßenverhältnisse etwas isoliert.
Speziell ich war sehr gespannt, was Günter in der letzten Zeit für
Zuchterfahrungen gemacht hatte und wie sich seine Zuchtvögel verbessert
haben. Hatte ich doch schon über einen längeren Zeitraum nichts mehr von Ihm
gesehen. Dass Günter in der Lage war, gute Wellensittiche der so genannten
“Schwierigen Farben“ zu Züchten, hat er durch seine Erfolge auf vielen
Ausstellungen schon bewiesen.
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Bild
links
Das Vogelhaus von Günter Elfert
zu sehen in
der Mitte zwischen Klaus Töller
links, und
Bernd Schunck
rechts
Adresse:
Günter
Elfert
Pastoratshof 4
42477 Radevormwald
Tel. (0 21 95) 92 88 92
Fax:(0 21 95) 92 88 93
E- Mail:
g.elfert@t-online.de
Preisrichter der DSV
Mitgliedsnummern:
DSV 653, AZ 6355
Homepage:
http://www.schauwellensittichzucht-elfert.de |
Im Folgenden
werde ich einige Themen und Praktiken die mir bei unserem Besuch
aufgefallen waren behandeln, die möglicher Weise von anderen Züchtern
übernommen werden können.
Die Zuchtanlage
Heute ist es nicht unüblich Zuchtanlageneinrichtungen aus Edelstahl oder
Aluminium ein zu setzen. Obwohl diese sehr gut aussehen und sicher auch
sehr praktisch sein können, haben sie kaum einen Einfluss auf die Qualität
der zu züchteten Wellensittiche. Wegen des hohen Anschaffungspreises sind
sie für viele Züchter leider nicht realisierbar.
In
dem auf dem Bild zu sehenden Gebäude mit einer von Grundfläche von etwa 3,5 x 7,5
Metern ist die heutige konfessionell eingerichtete Zuchtanlage von Günter
Elfert untergebracht. Das Gebäude ist
Zweigeschossig. Im unteren Bereich versehen mit
zwei Fenstern sind die Zuchtboxen und Flüge untergebracht, Die obere Etage
wird als Speicher für Ausstellungskäfige, Futter, Futterbehälter u. s, w.
genutzt. Die Anlage hat eine Größe, die man noch mit akzeptablem Aufwand
gut betreiben kann. So muss es auch sein, wenn man Freude am Hobby haben
will. Da dieses Gebäude etwas abseits von dem Wohntrakt liegt und auch
keine Außenflüge vorhanden sind, ist so gut wie keine Lärmbelästigung
vorhanden. Das ist in der heutigen Zeit wo viele unserer Mitbürgen
überempfindlich sind, ein sehr wichtiger Punkt.
Die Wände und
der Fußboden sind gefliest. Die Beleuchtung (Leuchtstoffröhren, Tag- und
Nachtlicht) wird über Schaltuhren ein und ausgeschaltet. Ionengeräte
sorgen für ein gutes Raumklima. Die Luftfeuchtigkeit wird durch
Luftentfeuchter mit
Einsatz von einem
Granulat, welches Calcium Chlorid enthält, in Grenzen gehalten.
Die Aufteilung des Zuchtraumes ist wie folgt:
Auf einer Längsseite sind 21 Zuchtboxen (Eigenbau, aus Kunststoff
beschichteten Platten und gekauften Vorsatzgittern) angeordnet. Bei etwa
der Hälfte sind die Holznistkästen außen angebracht. Bei den restlichen
Zuchtboxen sind sie innerhalb angeordnet. Auf einer Querseite sind 3
Doppelboxen (Eigenbau, aus Kunststoff beschichteten Platten und gekauften
Vorsatzgittern) positioniert, welche für abgesetzte Jungvögel genutzt
werden. Gegenüber den Zuchtboxen befinden sich 2 Freiflüge. Die
Sitzstangenanordnung ist als Leiter ausgebildet. Die Eingrenzungswände
bestehen aus Holzlatten mit Vierkantverdrahtung. Die Holzlatten sind mit weißer
Farbe gestrichen.
Die
Wasserversorgung
Die Wasserversorgung, sowohl für die Boxen als auch für die Freiflüge,
erfolgt über das nachfolgend beschriebenes System:
Ausgehend von einem Behälter (Wasservorrat), welcher in einer bestimmten
Mindesthöhe über dem ersten Verbraucher angeordnet sein muss. (Die
Höhendifferenz zwischen dem Ablauf am Behälter und der Abnahmestelle
bestimmt den an der jeweiligen Abnahmestelle herrschenden Druck.) Von
diesem Behälter wurden über Hauptverbindungsschläuche und daran
angeschlossen zu den einzelnen
Abnahmestellen die Verbindungsschläuche verlegt, an deren Enden so genannte
Tränken platziert sind.
Diese
Tränken sind kleine Ventile, bei denen ein vor dem Ausgang angeordneter in
Buchsen gelagerter Stift mit einer Halbkugel verbunden, beaufschlagt mit dem
vorhandenen Wasserdruck verhindert, das Wasser austreten kann. Wird jedoch
diese Platte von einem Wellensittichschnabel etwas zurückgeschoben, kann
Wasser fließen und von dem Wellensittich aufgenommen werden. Die Wellensittiche gewöhnen
sich sehr schnell an diese Tränken.
Nach Aussage von Günter hat er dieses System auch schon in seinen früheren
Anlagen über mehrere Jahre in Betrieb und es funktionierte einwandfrei.
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Zuchtboxen, Eigenbau, aus Kunststoff beschichteten Platten und
gekauften Vorsatzgittern mit außen angehängten Nistkästen an welchen
die Verpaarungskarten angebracht sind. |
Zuchtboxen, Eigenbau, aus Kunststoff beschichteten Platten und
gekauften Vorsatzgittern mit Innen angeordneten Nistkasten.
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Auf allen 4
Bildern von dem Zuchtraum sind die Wasserzuführungsschläuche mit den am
Ende angeordneten Tränken gut zu erkennen. Die Hauptverbindungsschläuche
sind in Plastikführungsleisten verlegt.
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Links sind 3 x 2 Absetzboxen für Jungvögel zu sehen. Die Doppelboxen
sind durch Schieber trennbar. Gefüttert wird hier in Vorratsbehälter
und Näpfen.
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Im
vorderen Bildbereich sind Zuchtboxen mit innen angeordneten Nistkästen
zu sehen. Im hinteren Bildbereich sind die Außen angehängten
Nistkasten zu sehen. Auf der rechten Seite sind die Flüge angeordnet. |
Die Fütterung
Was die
Normalversorgung (Normalfutter, Keimfutter, Aufzuchtfutter, Grit u. s. w.)
anbelangt, so hält sich Günter bis auf eine Ausnahme an die übliche
Praxis.
Ausnahme:
Er hatte vor etwa
20 Jahren große Probleme damit, dass seine Jungvögel sehr schlecht
gefüttert wurden. Beim Futterkauf in einer Großhandlung machte ihn ein
Brieftaubenzüchter auf P K 7 (ein flüssiges Hefepräparat) aufmerksam.
Nachdem er das Präparat unter sein Keimfutter mischte, änderte sich das
Fütterungsverhalten der Alttiere völlig. Alle Jungvögel wurden
ausgezeichnet gefüttert.
Von diesem Präparat
(heute heißt es P K und ist in Apotheken zu bekommen) werden von ihm 2
Esslöffel auf ca. 1 Liter Keimfutter verteilt.
Seit der Zeit wird von Günter dieses Präparat verfüttert.
Der Vogelbestand
In seinem
Bestand befinden sich zurzeit etwa 250 Wellensittiche. Wie schon erwähnt
beschäftigt sich Günter Elfert überwiegend mit der Zuchtverbesserung von
„Schwierigen Farben“. Zurzeit sind das die folgenden Mutationen:
Deutsche Falben, RS Schecken, Dominante
Schecken, Schwarzaugen und Hellflügel. Natürlich hat er auch einige
Normale, Opaline und Spalterbige, mit welchen er die vorgenannten
Mutationen verbessern kann. Zu sehen sind auch einige AS Schecken in guter
Qualität.
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Blick in die Flugkäfige, da genügend Sitzstangenraum zur Verfügung
ist, kann man davon ausgehen, dass die Flüge nicht übervölkert sind.
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Hier
sind eine Große Anzahl der schwierigen Farben zu sehen.
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Aus
beiden Bildern ist gut zu erkennen, das wenn man für die Auslegung der
Besatzungsmenge an Wellensittichen mit einem Abstandsmaß von 150 mm
zwischen zwei Wellensittichen zu Grunde legt, auf der sicheren Seite ist.
In beiden Flugkäfigen sind für das Körnerfutter fahrbare Futterbehälter
vorhanden. Leitern hälfen den Wellensittichen die zum Beispiel wegen einer Mauser nicht
fliegen können, auch das Futter zu erreichen. Das Keimfutter wird in
Schalen auf dem Boden gereicht.
Bilder von
einigen Wellensittichmutationen
Wie Sie aus folgenden Bildern erkennen können, hat
Günter Elfert besonders bei
den Deutschen Falben eine Qualität erreicht, die weltweit einmalig ist.
Ich habe ihm schon länger darauf aufmerksam gemacht, dass er jetzt noch
auf die Verbesserung der Maske mit größeren Kehltupfen achten muss um ein
wirkliches gutes Gesamtbild zu erreichen. Das betrifft auch auf seine
anderen Mutationen zu.
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1,0 Deutscher Falbe Hellgrün |
0,1
Deutscher Falbe Hellgrün |
0,1
Deutscher Falbe Hellgrün |
1,0
Deutscher Falbe Dunkelblau |
0,1
Deutscher Falbe Hellgrün |
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1,0
R- Schecken Grau
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1,0
R- Schecken Graugrün |
0,1
R- Schecke
Zimt Hellblau |
1,0
R- Schecken Graugrün |
1,0
Graugrün / RS
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0,1
D-
Schecke
GG Grau |
1,0
D-
Schecke
GG
Dunkelblau / RS |
0,1
D-
Schecke
GG Hellblau |
1,0
Opalin Dunkelblau
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0.1
Opalin Zimt Hellblau
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0,1
Opalin Graugrün / Falbe |
1,0
Opalin Hellgrün
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0,1
Graugrün
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0,1
Opalin Zimt Gau
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Auch
die
RS Schecken und die Dominanten Schecken
haben eine Qualität bei ihm erreicht, welche ihn in die Lage versetzt hat
auf Ausstellungen schon öfter den besten RS Schecken und Dominanten
Schecken der Schau stellen zu können.
Leider habe ich keine Fotos von seinen Hellflügeln und Schwarzaugen
gemacht. Auch diese Mutationen haben bei ihm schon eine sehr gute
Qualitätsstufe erreicht.
Es waren auch noch eine ganze Reihe von sehr guten Wellensittichen
vorhanden die sich entweder in der Zucht oder in einer starken Mauser
befanden und sich deswegen nicht zum fotografieren eigneten.
Wie immer
wenn Wellensittichzüchter zusammen kommen vergeht die Zeit wie im Flug,
Unser Aufenthalt bei Günter Elfert dauerte nur etwa zwei Stunden. Es war
eine schöne und interessante Zeit. Zumal wir auch noch einen besonders
schönen Wettertag erwischt hatten.
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4. Besuch der Zuchtanlage
von
der ZG Müller.
Hans- Jürgen H. Lenk DSV Nr. 749 (03.2010).
Die Zuchtgemeinschaft
besteht aus: H. Dieter Müller DSV Nr. 447 / AZ Nr. 30599
und seinem Sohn Frank Müller DSV Nr. 1729 / AZ Nr. 30720
Dieter und Frank Müller kenne ich schon viele Jahre. Aber erst Ende 2009
hat es sich ergeben das ich sie besuchte. Bei dieser Gelegenheit habe
ich 3 junge Hennen gekauft.
In meiner Zucht ist es
leider so, dass der
Hennenanteil in einer Zuchtsaison sehr gering ist. In diesem Jahr sind von
bis jetzt 40 gezogenen Jungvögeln nur 6 Hennen gefallen.
Mein letzter Besuch
bei der ZG Müller war
am 20.03.2010 an welchem ich eine Vereinbarung erfüllt habe. Zu diesem
Zeitpunkt habe ich die folgenden Bilder gemacht.
Die ZG Müller ist
überwiegend durch Ihre besonders guten Hellflügel und Aufgehellten bekannt
geworden. So war ich bei meinem ersten Besuch sehr überrascht, dass sie
auch überdurchschnittliche gute andere Mutationen züchtet.
Durch viele Erfolge
auch auf großen Schauen, wie Bundesschauen und die Europaschau, hat die ZG
Müller ihre Kompetenz in der Wellensittichzucht bewiesen. Es befinden sich
momentan (geschätzt) etwa 400 Wellensittiche in der Zuchtanlage. Sie ist
so groß, das darin bequem noch weit mehr als das die
doppelte Anzahl untergebracht werden könnten.
Zurzeit sind in der
Zuchtanlage folgende Mutationen zu sehen:
Hellflügel, Gelbe,
Weiße, Normale, Opaline, Zimter, Zimt- Opaline, Albinos, A-Schecken,
Schiefer, Lacewings und Spangle.
Davon sind viele in
sehr guter Qualität. Neben den Hellflügeln und Aufgehellten, haben mir die
Spangle, einige Normale auch Zimten und A- Schecken besonders gefallen.
Die Zuchtanlage
Die Zuchtanlage
wurde mit massiven Steinen Anfang des Jahres 2004 gebaut. Die bebaute Grundfläche
beträgt etwa 70 m². In ihr sind zwei Räume untergebracht, ein Zuchtraum und ein
weiterer Raum in welchem drei Freiflügen angeordnet sind. Aufgestellt ist
die Zuchtanlage im hinteren Bereich des Gartens, an einer Stelle wo der Lärm den die
Wellensittiche mit ihrem Gezwitscher erzeugen, für die Nachbarschaft kaum
zu bemerken ist.
Im Zuchtraum stehen 43
Zuchtboxen mit den Abmaßen 60x40x40 cm, vier Absetzboxen mit den Abmaßen
120x40x40 cm, ein Jungvogel- Absetzflugwagen mit den Abmaßen 200x100x100 cm, eine
Küchenzelle mit Spüle, eine Spülmaschine und eine Heiztherme zur
Verfügung.
Alle stützenden Teile,
auch die der Freiflüge, sind aus Aluminium hergestellt. Die Zuchtboxen haben übliche
Vorsatzgitter. Die Trennschieber in den Zuchtboxen sind aus matt
durchsichtigem Kunststoff. Als Begrenzungswand der
Freiflüge und des Jungvogel- Absetzflugwagen ist Vierkantdraht eingesetzt. Die Zuchtanlage mit ihrer Inneneinrichtung ist so
konzipiert, das sie gut zu reinigen ist.
Es muss sicher sehr
viel Spaß machen, mit so einer Zuchtanlage unser schönes Hobby zu
betreiben.
Die Fütterung
Als Körnerfutter
wird die Mischung Otten 1
bestehend aus: 50 % Spitzsamen
30 % Silberhirse
10 % Plata Hirse
5 % Senegalhirse
5 % Japan Hirse
gefüttert.
In der Brutsaison erhalten Zuchtwellensittiche Keimfutter. Das
Keimfutter besteht aus reinem Nackthafer. Es wird in kleinen Näpfen in den
Zuchtboxen gefüttert. Mineralien werden in Extraschalen
gereicht. Vitamine werden über das Futter
gegeben. Wasser wird über handelsübliche Trinkröhrchen verabreicht.
Bilder von der Zuchtanlage
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Bild Nr. 2
Dieter und Frank
in ihrem geräumigen Zuchtraum.
Auf der rechten
Seitenwand und der hinteren Wand sind die Zuchtboxen mit außen angeordneten
Nistkästen angeordnet. In den
Zuchtboxen wird feiner Sand als Einstreu genutzt.
Auf der linken Seite ist der fahrbare Jungvogel- Absetzflugwagen
zu sehen.
Ich habe bei Besuchen in englischen Zuchten schon sehr viele
fahrbare Jungvogel- Absetzflugwagen gesehen. Es war aber keiner darunter, der die
Abmaße von diesem ereichte.
Die Wände und der
Fußboden in der Zuchtanlage sind gefliest.
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Bild Nr. 3
Blick in den
Zuchtraum.
Der Lichteinfall ist durch eine im Dach angeordnete Lichtkuppel und in der Seitenwand
angeordnete Fenster gut gelöst. Für den Nachtbereich sind Neonlampen zur
Beleuchtung eingesetzt.
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Bild Nr. 4
Die Nistkästen
sind aus Holz, mit auswechselbarer Nistmulde, auswechselbarem
Aufsprungklotz und einer aufklappbaren Tür auf der Vorderseite,
hergestellt. Hier sind auch die Zuchteinsatzkarten angeordnet. |
Die
Zuchtgemeinschaft verwendet genau so wie ich für ihre
Zuchtaufzeichnungen das Computerzuchtprogramm von
der Firma Meier & Weist.
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Bild Nr.
5
Blick in die Voliere Nr. 3. Sie hat eine
Grundfläche von
etwa 6
m².
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Bild Nr.
6
Frank in der Voliere Nr. 2
beim Fang
eines Wellensittichs.
Diese Voliere hat eine Grundfläche von etwa 10
m². Rechts daneben ist die Voliere Nr. 1 angeordnet. Sie ist zurzeit nicht
benutzt. Diese hat eine
Grundfläche von etwa 12
m².
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In allen Volieren sind sowohl
bearbeitete Holzsitzstangen als auch
Naturholzsitzstangen
eingesetzt. Es wird ein spezielles Holzeinstreu genutzt. Gefüttert wird in allen Volieren
wie im Bild Nr. 5 zu sehen über große
Futtervorratsbehälter.
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Bild Nr. 7
Junge
Wellensittiche (Zuchtjahr 2010) im fahrbaren Jungvogel-
Absetzflugwagen. Im Hintergrund ist
die Küchenzelle und eines der Klappfenster zu sehen. |
Bild Nr. 8
Junge
Wellensittiche (Zuchtjahr 2010) im fahrbaren Jungvogel-
Absetzflugwagen. Zu sehen ist auch eine Schale mit schwarzen
Mineralien. |
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Bild Nr. 9
Junge
Wellensittiche (Zuchtjahr 2010) im fahrbaren Jungvogel-
Absetzflugwagen.
Zu sehen sind hier die Mutationen Zimt Hellgrün, Lacewing,
Spangle in grün und blau, Normal Graugrün, A- Schecke und Hellflügel-
Opalin.
Auch hier sind
bearbeitete Holzsitzstangen und Naturholzsitzstangen eingesetzt
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Bilder von einzelnen
Wellensittichen
Leider waren die meisten Wellensittiche entweder in der Zucht, in der
Mauser oder bei den Jungvögeln in einem Zustand wo ein Foto die echte
Qualität nicht wiedergibt. Des wegen habe ich nur die wenigen Bilder
von Einzelvögeln gemacht. Ich werde bei einem späteren Besuch im Sommer weitere Bilder
machen und diese in diesem Artikel einfügen.
An den wenigen Bildern die ich gemacht habe, ist die sehr gute Qualität der von der
Zuchtgemeinschaft gezüchteten Wellensittiche zu erkennen. Bemerkenswert
ist die Qualität der 0,1 Spangle Schiefer auf Bild Nr. 10. Diese Qualität
ist für Schiefer selten. Die 0,1 AS Hellblau auf Bild Nr. 11 ist einer der
besten Jungvögel aus dem Zuchtjahr 2010. Sie ist noch nicht voll
durchgemausert, was man am Kopfgefieder und an der Maske erkennen kann.
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Bild Nr. 10
Altvogel
0,1 Spangle
Schiefer |
Bild Nr. 11
Jungvogel (2010)
0,1 AS Hellblau
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Bild Nr. 12
Altvogel
1,0 Grau |
Bild Nr. 13
Altvogel
1,0 AS GG Hellblau |
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